Wetter im Mai 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Mai 2017 - Wettertrend vom 21. April 2017: bleibt es auch am 1. Mai kalt?

  • M. Hoffmann

Der Start in die neue Woche kann über dem Süden mit Werten von bis zu +14/+18 Grad richtig mild ausfallen. Das ist aber nur ein kurzfristig mildes Vergnügen, denn das eigentliche Grundmuster bleibt wie gehabt: meridional. Nichtsdestotrotz können am Montag auf der Vorderseite eines nach Skandinavien ziehenden Tiefdrucksystems kurzzeitig recht warme Luftmassen über dem Süden von Deutschland geführt werden, bevor am Dienstag und Mittwoch der Wind aus nordwestlichen Richtungen wieder für kühlere Temperaturwerte sorgen kann. So können die Tageshöchstwerte bspw. am Mittwoch wieder über dem Süden auf +1/+6 Grad und +5/+10 Grad über dem Norden absinken, so dass Schnee- und Graupelschauer, wie auch leichter Nachtfrost wieder ein Thema werden können.

Der Aufbau der Großwetterlage lässt auch im Zeitraum vom 26./30 April nur wenig Entwicklungsspielraum zu. So liegt westlich von Mitteleuropa am 26. April ein Hochdrucksystem, welches im Verbund mit Tiefdrucksystemen über der Mittelmeerregion und der Barentssee kalte Luftmassen nach Süden führt. Am 27./28. April zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ein "Angriff" der atlantischen Frontalzone auf das Hochdruckkonstrukt mit dem Versuch wieder "normale" Strömungsverhältnisse herzustellen. Das Hoch weicht nach Süden in Richtung der Azoren aus, kann aber über Deutschland und Skandinavien einen Hochdruckkeil bis zum Kontinentalhoch aufrecht erhalten. Gleichzeitig zieht das Mittemeertief über dem östlichen Europa nach Norden und stützt dabei die Hochdruckbrücke. In Folge daraus blockiert das Hoch den Versuch der atlantischen Frontalzone bis nach Mitteleuropa vorzudringen schon frühzeitig auf dem Atlantik. Gleichzeitig aber zieht das Tief sehr kalte Luftmassen über dem östlichen Kanada und Grönland nach Süden in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik verstärkt.
Da aber mit dem aufstrebenden Hoch über Mitteleuropa das Zirkulationsmuster erneut meridionalisiert (Nord-Süd, Süd-Nord) tropft das Tiefdruckgebilde auf dem Atlantik nach Süden in Richtung der Azoren ab und stützt eine meridionale Entwicklung des Zirkulationsmusters. Das Hochdrucksystem liegt am 1. Mai 2017 nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells im Bereich zwischen England, dem europäischen Nordmeer und Skandinavien, während ein Tiefdrucksystem über der Ostsee im Verbund mit dem Hoch kühle (nicht kalte) Luftmassen nach Süden in Richtung Deutschland führen kann. Mit anderen Worten zusammengefasst: netter Versuch die Großwetterlage umzubauen, letztlich endet es möglicherweise in einer Wiederholungsneigung und die kalte Witterung kann noch bis in die ersten Mai-Tage hinein wirken.

Der Temperaturtrend der letzten Tage war aber positiv, gilt das nun nicht mehr? Doch, der Temperaturtrend bleibt positiv. Es muss aber auch dazu gesagt werden, dass das Temperaturniveau Ende April mit einer Abweichung von 3 bis 8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu kalt ist. So ist ein sich normalisierender Temperaturtrend zum 1. Mai als positiv zu bewerten, bleibt aber letztlich zu kalt. Wie sind die Wahrscheinlichkeiten zu bewerten? Der Aufbau des meridionalen Musters ist als komplex zu bewerten und insbesondere der Versuch der Frontalzone bis nach Mitteleuropa vorzudringen ist ein erheblicher Unsicherheitsfaktor, was die Wetterentwicklung Ende April und Anfang Mai nochmals gründlich auf den "Kopf" stellen könnte. Die Kontrollläufe bestätigen den sich normalisierenden Temperaturtrend Anfang Mai. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Mai 2017 zwischen +4/+18 Grad (Mittelwert: +12/+14 Grad) und am 3. Mai zwischen +7/+24 Grad (Mittelwert: +15/+17 Grad). Zum Vergleich: aktuell liegt der Mittelwert bei +6/+8 Grad. Deutlicher zeigt sich die Normalisierung im nachfolgenden Diagramm der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm:

Diagramm Temperaturen Mai vom 21. April 2017

Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen Anfang Mai weiterhin als schwach bis mäßig zu bewerten, was einen unbeständigen Wettercharakter nicht auszuschließt. Wann der Trend zum Frühling sich durchsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer 2017.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2019 +10,2 +2,0 +1,3 730 l/m² - zu trocken

Wetterfakten im Mai

Statistische Wetter­werte für den Mai

  • Das Wetter im Mai ist bekannt dafür, dass es wechselhaft ist und mit zunehmend warmen Temperaturen für Wachstumswetter sorgen kann.
  • Ruhiges Wetter Anfang Mai
  • Sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter im Zeitraum zwischen dem 8. und 18. Mai (Eisheilige).
  • Warmes Hochdruckwetter zumeist zwischen dem 18. und 28. Mai.

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