In den Simulationen von heute Morgen zeigte sich für Ende April ein deutlicher Anstieg des Temperaturtrends - zumindest in die normale Richtung. In den Berechnungen von heute Nachmittag wurde dieser bestätigt. Das Hochdrucksystem kann sich demnach westlich von Europa noch bis zum 26./27. April halten, schwächt sich darüber hinaus ab und wird von einem kräftigen Tiefdrucksystem über Grönland und Island nach Süden weg gedrückt. Das ermöglicht über Mitteleuropa drei mögliche Wetterentwicklungen für Ende April und Anfang Mai (1. Mai Tag der Arbeit - verlängertes Wochenende).

In der ersten Variante kann sich das Hochdrucksystem zwischen den Azoren, Spanien und England positionieren, was Deutschland, Österreich und die Schweiz an den östlichen Rand des Hochdrucksystems bringt und damit die "Gefahr" der weiteren Zufuhr kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen bestehen bleibt.
In der zweiten Variante zieht das kräftige Tiefdrucksystem zwischen Grönland, Island und Skandinavien auf seinen südlichen Gradienten den hohen Luftdruck quer über Mitteleuropa, so dass sich die Hochdruckachse von den Azoren, Mitteleuropa bis über das östliche Europa erstrecken kann. Deutschland würde in diesem Falle in eine milde und trockene Südwestströmung gelangen können.
In der dritten Variante bleibt das Hochdrucksystem über den Azoren bestehen, gleichzeitig aber strebt das Kontinentalhoch von Russland in Richtung Skandinavien vor, so dass zwischen beiden Hochdrucksystemen über Mitteleuropa eine Lücke entsteht, in welche die Tiefdrucksysteme vordringen können. Mäßig warmes Wetter bei einem unbeständigen Wetter wären hieraus die Folge.

Im Mai ist auch im Wald die Vegetation im vollen Gange

Was aber ist die wahrscheinlichste Variante zum 1. Mai? Interpretiert man die Simulationen der Wettermodelle 1:1, so wären zum heutigen Stand Anfang Mai die mäßig warme Südwestwetterlage am wahrscheinlichsten. Die Temperaturen könnten demnach auf +15/+20 Grad, örtlich bis +23 Grad ansteigen und bei einem Mix aus Sonne und Wolken wäre nur mit einer geringen Schauerneigung zu rechnen. Und nach dem 1. Mai, wie entwickelt sich das das Wetter? Der positive Temperaturtrend wird von den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells darüber hinaus sogar noch verstärkt, so dass mit einer südlichen Anströmung sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Deutlicher zeigt sich das aber in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt, normal, zu warm im nachfolgenden Diagramm:
Diagramm Temperaturen Mai vom 18. April 2017

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