Wetter März 2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im März 2015 - Wetterprognose vom 22. Februar

Nach einer nasskalten Witterungsphase Ende Februar simuliert das amerikanische Wettermodell die Ausbildung einer labilen Hochdruckbrücke über Mitteleuropa. Deutschland liegt zunächst noch an der östlichen Strömungskomponente des Hochdrucksystems, so dass mit einer Nord-Süd Strömungsrichtung der nasskalte Witterungscharakter in den ersten zwei März-Tagen dominierend sein kann. Gleichzeitig kann sich zwischen Grönland und Island ein kräftiges Tiefdrucksystem etablieren, so dass das Zirkulationsmuster in weiterer Abfolge einer Südwestwetterlage am ähnlichsten ist und die Temperaturtendenz bis zum 4. März einen leicht ansteigenden Charakter hat. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt das Tiefdruckzentrum nicht zwischen Grönland Island, sondern eher zwischen Island/England und somit deutlich südlicher, so dass eine mögliche Hochdruckbrücke Mitteleuropa nach dieser Simulation weniger wahrscheinlich ist. Stattdessen zeigt sich in den labilen Luftmassen ein westlich bis nordwestlich orientiertes Grundmuster, so dass in den ersten März-Tagen nach dem europäischen Wettermodell die Fortsetzung der nasskalten und wechselhaften Witterung wahrscheinlicher ist. Auch wenn der März der Auftakt in den meteorologischen Frühling ist, darf man heute noch nicht zu viel von ihm erwarten. Deutlicher wird das im Temperaturspektrum der Kontrollläufe, welche mit ihrem Mittelwert im Zeitraum 1./5. März zwischen +4/+5 Grad im Süden und Osten und +5/+7 Grad im Westen und Norden liegen. Auffällig ist bei beiden Wettermodellen jedoch das Mäandrieren der Gradienten zueinander. Was es damit auf sich hat und welche Folgen das für das Wetter im ersten März-Drittel haben kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Frühling.
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Wetter im März 2015 - Wettertrend vom 21. Februar

Bis Ende Februar dominiert in den gängigsten Varianten der Wettermodelle ein überwiegend nasskalter und leicht wechselhafter Wettercharakter. Für Anfang März bestätigt sich der Trend der letzten Tage, bei dem sich über Mitteleuropa eine zunächst schwache Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch aufbauen kann. Im Zeitraum 1./3. März kann sich nach dem amerikanischen Wettermodell der Hochdruckkern langsam über Mitteleuropa festigen, allerdings ist die Großwetterlage insgesamt als labil zu bezeichnen. Warum? Das Strömungsmuster weist auf den Atlantik kaum unterstützenden Strukturen auf. Stattdessen positioniert sich zum 1./2. März über der Karasee ein Tiefdruck- und über Grönland ein Hochdrucksystem, so dass im Verbund beider Systeme Kaltluftmassen arktischen Ursprungs "angezapft" werden können und den überwiegend nasskalten und wechselhaften Witterungscharakter über Mitteleuropa bis zum 5. März erhalten könnte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich im Zeitraum 1./3. März kaum eine Veränderung gegenüber den letzten Tagen. Das Hoch kann sich über Mitteleuropa etablieren und sorgt mit einer überwiegend westlichen bis südwestlichen Strömungskomponente für eine langsame Milderung in den ersten März-Tagen. Winter, Frühling oder Nasskalt - was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe simulieren für Anfang März noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten. So liegt das Temperaturspektrum am 1. März zwischen -1/+8 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 5. März zwischen -2/+13 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-0) / normal (0/+8) / zu warm (>+8), liegen bspw. am 5. März bei 10/50/40. Als interessant ist heute der Ansatz des amerikanischen Wettermodells zu bewerten, welcher in Teilen - bzw. unter bestimmten Voraussetzungen - im ersten März-Drittel die Temperaturen durchaus noch einmal winterlich machen könnte. Im Detail muss man abwarten, ob sich diese Variante in den kommenden Tagen etablieren kann. Untypisch sind solche kurzen Kaltlufteinbrüche Anfang März nicht.

Wetter im März 2015 - Wettertrend vom 20. Februar

Ein aktiv-dynamischer und damit auch windiger Wetterablauf für Ende Februar simulieren die Wettermodelle heute mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit als das noch in den letzten Tagen der Fall war. Der Grund für diese "Kehrtwendung" ist ein simuliertes Mittelmeertief, welches in der Fachsprache zu einem sog. "Downstream-Development" führen kann. Vereinfacht ausgedrückt sorgt das mögliche Mittelmeertief für ein meridionales Strömungsmuster, so dass eine stramme West-Ost Komponente sich Ende Februar - zum heutigen Stand - nicht durchsetzen kann. Was bedeutet das für die ersten März-Tage? Das amerikanische Wettermodell bevorzugte in seinen Simulationen bereits in den letzten Tagen eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Hochdruckwetterlage, welche sich in den ersten März-Tagen über Mitteleuropa aufbauen kann. Daran hat sich heute im Wesentlichen auch nichts verändert. So gelingt es dem Kontinentalhoch und dem Azorenhoch im Zeitraum 1./3. März über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke aufzubauen. Dieser Hochdruckstruktur gelingt es im Zeitraum 3./5. März sich weiter zu einem autarken Hochdrucksystem zwischen England und Deutschland auszuweiten. In Folge daraus wäre der Wettercharakter Anfang März noch als teils wechselhaft und nasskalt zu bezeichnen (u.U. auch mit Schneefall im Süden), welcher bis zum 5. März zunehmend trockener wird. Ob mild oder kalt hängt dabei im Detail von der Hochdruckposition ab. Liegt das Hoch im Westen, so ist eine nördliche und damit kühlere Strömungskomponente zu erwarten, liegt das Hoch hingegen weiter östlich, so nehmen die südlichen Gradienten mit etwas milderen Temperaturen mehr Einfluss auf das Wetter. Das europäische Wettermodell verfolgt für Anfang März einen anderen Ansatz, bei dem zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch zwar auch eine Hochdruckverbindung zustande kommt, diese jedoch Winkelförmiger über der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa verlaufen kann. Deutschland würde demnach in ein südwestlich orientiertes Strömungsmuster gelangen, so dass wechselhaftes und auch milderes Wetter wahrscheinlicher wäre. Geht es nach den Kontrollläufen, so liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums im Zeitraum 1./5. März mit +4/+7 Grad in einem für die Jahreszeit normal entsprechenden Temperaturniveau. In der Niederschlagserwartung zeigt sich am 1./2. März noch eine hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit, welche aber bis zum 5. März eine nachlassende Tendenz hat. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-0) / normal (0/+8) / zu warm (>+8), liegen bspw. am 4. März bei 0/55/45 und zeigen somit wenig Wahrscheinlichkeiten für einen nachhaltigen März-Winter.

Wetter im März 2015 - Wettertrend vom 19. Februar

Frühling, Winter oder einfach nur nasskalt? Für Ende Februar bestätigt sich das wechselhafte und windige westlich bis nordwestlich orientierte Zirkulationsmuster in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, welches zumeist nasskalte bis mäßig milde Temperaturen zur Folge hat. Für Anfang März gibt es in den Simulationen noch unterschiedliche Ansätze, hängen jedoch im Wesentlichen von der Position des Azorenhochs ab. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verlagert sich das Azorenhoch Anfang März langsam nach Mitteleuropa, so dass der Wettercharakter nach der aktiv-dynamischen Phase Ende Februar langsam ruhiger und auch etwas milder werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verhält sich das Azorenhoch eher passiv in einer West-Ost Ausrichtung seiner Hochdruckachse. Gleichzeitig befindet sich über Island ein steuerndes Tiefdrucksystem, so dass der daraus resultierende Grundcharakter der einer weiter andauernden aber allmählich nachlassenden West- bis Nordwestwetterlage entspricht. Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: der Trend geht zum heutigen Stand eher in Richtung nasskalt/mäßig mild als in Richtung Frühling oder gar Winter. Deutlicher wird das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-0) / normal (0/+8) / zu warm (>+8), welche am 1. März bei 10/85/5 und am 5. März bei 0/50/50 liegen. Das Langfristmodell simuliert gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert einen weiterhin normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf im März. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich weiterhin ein deutliches Defizit, so dass nach der Simulation des Langfristmodells mit einer längeren Hochdruckphase im März zu rechnen wäre.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten März

Statistische Wetterwerte für März

Das Wetter im März befindet sich häufig in der Übergangsphase von kalt zu mild. Entsprechend verhält sich das Wetter - teils auch schon turbulent.

  • Die erste März-Hälfte meist noch kalt mit Neigung zum März-Winter
  • Frühlingshafte Temperaturen meist zwischen dem 17.-25. März
  • Vom 25. März an oftmals erneuter Kaltlufteinbruch mit Schnee- oder Graupelschauer (Ostern im Schnee)
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit zu skandinavischen Hochdruckgebieten zwischen dem 10.-23. März

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