Frühling, Winter oder einfach nur nasskalt? Für Ende Februar bestätigt sich das wechselhafte und windige westlich bis nordwestlich orientierte Zirkulationsmuster in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, welches zumeist nasskalte bis mäßig milde Temperaturen zur Folge hat. Für Anfang März gibt es in den Simulationen noch unterschiedliche Ansätze, hängen jedoch im Wesentlichen von der Position des Azorenhochs ab. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verlagert sich das Azorenhoch Anfang März langsam nach Mitteleuropa, so dass der Wettercharakter nach der aktiv-dynamischen Phase Ende Februar langsam ruhiger und auch etwas milder werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verhält sich das Azorenhoch eher passiv in einer West-Ost Ausrichtung seiner Hochdruckachse. Gleichzeitig befindet sich über Island ein steuerndes Tiefdrucksystem, so dass der daraus resultierende Grundcharakter der einer weiter andauernden aber allmählich nachlassenden West- bis Nordwestwetterlage entspricht. Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: der Trend geht zum heutigen Stand eher in Richtung nasskalt/mäßig mild als in Richtung Frühling oder gar Winter. Deutlicher wird das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-0) / normal (0/+8) / zu warm (>+8), welche am 1. März bei 10/85/5 und am 5. März bei 0/50/50 liegen. Das Langfristmodell simuliert gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert einen weiterhin normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf im März. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich weiterhin ein deutliches Defizit, so dass nach der Simulation des Langfristmodells mit einer längeren Hochdruckphase im März zu rechnen wäre.

Anzeige