Wetter Dezember 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Dezember 2018: aktuelle Wetterprognose vom 21.11.2018 - Ein ganz normaler Start in den ersten Wintermonat?

  • M. Hoffmann

Milder oder kalter Start in den Dezember 2018. Der Wettertrend wird zunehmend wahrscheinlicher, doch gesichert ist noch nichts. Ende November wird es nochmals kälter werden können.

Ruhiges und zu Nebel, bzw. Hochnebel neigendes Novemberwetter ist in den kommenden Tagen zu erwarten. Erst zum Wochenende greifen atlantische Tiefdruckausläufer auf Deutschland über und können den Wettercharakter unbeständiger gestalten, örtlich auch mit Schneefall auf bis 400 Meter herab. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2018.

Hochdrucksystem wird unterwandert

Bis zum 25. November dehnt sich das Hochdrucksystem über Skandinavien weiter nach Westen aus und positioniert sich in Form einer Hochdruckzone von Grönland bis nach Skandinavien reichend. Gleichzeitig sorgt ein Tiefdruckgebiet über der Barentssee im Verbund mit dem Hoch für einen Ausbruch kalter Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden, welcher zum 26. November den Norden von Deutschland erreichen kann. Doch sorgt ein atlantisches Tiefdrucksystem dafür, dass diese Kaltluftmassen nicht weiter nach Süden vorankommen. Das Hochdrucksystem wird also an seinen südlichen Gradienten unterwandert, womit sich ein zunehmend klarer Wetterablauf für den Dezember 2018 abbildet.

Turbulenter Start in den Dezember?
Turbulenter Start in den Dezember?

Wetterprognose Amerikanisches Vorhersage-Modell: Zwischen mild und winterlich kalt

So einfach wie die aktuelle Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells derzeit aussieht, ist es leider nicht. Denn selbst wenn sich eine solche Wetterlage einstellt, kommt es darauf an, wie schnell die Tiefdrucksysteme über Deutschland, Österreich und der Schweiz hinwegziehen können. Aber der Reihe nach.

Dem Hochdrucksystem geht die Puste aus

Im Zeitraum vom 26. bis 30. November entsteht von Neufundland über England bis nach Skandinavien reichend eine südlich verlagerte Tiefdruckrinne, welche auch Deutschland erfasst. Vorderseitig werden gemäßigt milde Luftmassen herangeführt werden können. Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit für Starkwindereignisse in diesem Zeitraum zu. Das Problem dieser Wetterentwicklung ist ein Hoch über dem westlichen Russland. Das blockiert die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa und sorgt dafür, dass sich nach und nach eine südwestliche orientierte Grundströmung einstellen kann.

Bei Tageswerten von +8 bis +13 Grad wäre Winterwetter Anfang Dezember nahezu auszuschließen. Anders ist es aber, wenn sich das Hoch über dem westlichen Russland weiter nach Osten zurückzieht. Die südlich verlagerte Frontalzone zieht weit über die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa ab und sorgt auf der Rückseite für den Kaltlufttransport aus nördlichen Richtungen, was die Wahrscheinlichkeiten auf einen nasskalten bis winterlichen Dezemberbeginn erhöhen kann.

Gut strukturierter Polarwirbel, starke Westwindzone - milder Start in den Dezember?
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Gut strukturierter Polarwirbel, starke Westwindzone - milder Start in den Dezember? © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersage-Modell: Die auflaufende Frontalzone

Eine ganz ähnliche Wettervorhersage zeigt sich nach der Prognose des europäischen Wettermodells. Das Hochdrucksystem verlagert sich zum 27./28. November weiter nach Osten in Richtung Mitteleuropa und sorgt für frostige Tageswerte und einen ruhigen Wettercharakter. Über dem Atlantik aber toben bereits die Tiefdrucksysteme.

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Wie zwei Dickköpfe

Die atlantische Frontalzone will - endlich - nach langer Zeit in Richtung Mitteleuropa vorankommen und sich auch durchsetzen. Doch rückt das Hochdrucksystem nur bedingt nach Osten ab und erstreckt sich vom westlichen Russland über das östliche Europa und der Mittelmeerregion bis über die Azoren. Das ist die perfekte Grundlage für eine milde Südwestwetterlage Anfang Dezember. Die Tiefdrucksysteme laufen voll auf das Hoch auf und können über Deutschland, Österreich und der Schweiz für ein paar turbulente Wettertage sorgen. Im Grunde aber verhalten sich beide Wettersysteme wie zwei Dickköpfe die aufeinanderprallen.

Die Grundlage für eine milde erste Dezember-Dekade?
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Grundlage für eine milde erste Dezember-Dekade? © www.meteociel.fr

Niederschlagsneigung steigt bis in den Dezember an

Die Kontrollläufe berechnen ab dem 25./26. November eine ansteigende Niederschlagswahrscheinlichkeit, welche bis zum 6. Dezember als leicht bis mäßig hoch zu bewerten ist. Nimmt man die kumulierten Niederschlagssummen der Wettermodelle, so sind Niederschlagsmengen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 80 l/m² möglich. Das alleine zeigt schon, dass die atlantische Frontalzone mit höherer Wahrscheinlichkeit bis nach Mitteleuropa vordringen kann.

Normaler Temperaturtrend

Man muss für die kommenden Wettervorhersagen mit der durchgreifenden Milderung noch vorsichtig sein. Zwar zeichnet sich ein Wettertrend zu einer milderen Großwetterlage ab, doch gesichert ist dieser nicht. Das zeigen die Kontrollläufe mit einem Temperaturspektrum am 28. November zwischen -5 bis +11 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Westen und Süden und +0 bis +1 Grad über dem Norden und Osten), am 2. Dezember zwischen -6 bis +12 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Süden und Westen und +3 Grad über dem Osten und Norden) und am 6. Dezember zwischen -5 bis +11 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Westen und Süden und +3 Grad über dem Norden und Osten). Der Mittelwert entspricht dem Wert, welcher für Anfang Dezember normal ist.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 21.11.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Sehr breites Entwicklungsspektrum

Interessant aber ist in den letzten Tagen zu beobachten, wie sich das Temperaturspektrum zunehmend differenzieren kann. Die Unsicherheiten sind entsprechend hoch und der entscheidende Zeitraum liegt um den 28. November. Diesen Tag gilt es in den kommenden Prognosen näher zu betrachten, da hier möglicherweise die Bausteine für das Dezemberwetter gesetzt werden können.

Was sich im Tagesverlauf verändert hat, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +10,3 +2,23 +1,44 420 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Dezember

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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