Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 08.09.2018: Der September 2018 hat ein hohes Potential zu warm auszufallen

Der Wettercharakter erinnert mehr an den Sommer, als an den Herbst und der September war bislang viel zu warm. Ändert sich das, oder bleibt das erst einmal so?

Ein Tiefdruckzentrum verlagert sich in den kommenden Tagen von Island in Richtung Skandinavien und macht sich mit seinen Wolkenfeldern auch über Deutschland bemerkbar. Gleichzeitig gelangen auf der Tiefdruckvorderseite sehr warme Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen - im Schwerpunkt über dem Süden - auf einen sommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann. Örtlich sind auch hochsommerlich heiße Werte nicht auszuschließen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage September 2018.

Der September-Sommer

Die ersten September-Tage waren bislang viel zu warm und die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert dürfte in den kommenden Tagen noch weiter ansteigen. Vielfach sind Werte im spätsommerlichen bis sommerlich warmen Bereich zu erwarten und am Mittwoch und Donnerstag können über dem Süden auch die +30 Grad erreicht, bzw. auch überschritten werden. Bleibt das jetzt so, oder kündigt sich eine Veränderung in Richtung Herbst-Wetter an?

Der erste Herbst-Monat ist bislang viel zu warm
Der erste Herbst-Monat ist bislang viel zu warm

Amerikanisches Prognosemodell: Südwestwetter hat wieder eine Daseinsberechtigung

Lange war in diesem Jahr das Zirkulationsmuster von Hochdrucksystemen über Skandinavien dominiert, doch seit Mitte August hat sich das Verändert und die Hochdruckgebiete ziehen sich mehr und mehr nach Süden zurück. Gleichzeitig wagt die atlantische Frontalzone häufiger einen Vorstoß in Richtung Skandinavien und beeinflusst ab und an das Wetter über Deutschland. Das Strömungsmuster hat sich verändert, doch die Auswirkungen sind bisweilen kaum zu spüren.

Eine höhere Relevanz für eine südwestlich orientierte Großwetterlage berechnet auch die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Vorhersagemodells. Über dem Süden erstreckt sich eine Hochdruckzone von den Azoren bis über das östliche Europa und über dem Norden ist die Tiefdruckrinne von Neufundland bis nach Skandinavien aktiv. Dazwischen liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Wechselspie der Wettersysteme.

Spätsommerlich warm und unbeständig im Charakter

So liegen nach dieser Prognose die Tageswerte häufiger im Bereich von +19 bis +24 Grad. Zwischendurch sind auch immer wieder Niederschläge zu erwarten, was die Werte über dem Norden auf +16 bis +22 Grad zurückgehen lassen kann. Mit Herbst hat das aber weniger etwas zu tun!

Apropos Herbst - wann kommt er denn? Geht es nach dem Wettertrend des amerikanischen Wettermodells gelingt die Umstellung zu einem mehr meridionalen Strömungsmuster zum Ausklang der zweiten September-Dekade und zum Beginn des letzten September-Drittels. Entscheidend, ob sich dann das Herbst-Wetter über Deutschland durchsetzen kann, ist die Position eines Hochdrucksystems. Liegt es westlicher, so ist eine Nordströmung möglich, liegt es östlicher, so ist mit ruhigen und warmen Spätsommerwetter zu rechnen.

Im Vergleich aber zu den letzten Tagen war das amerikanische Prognosemodell eine stets zu kalte Variante. Das wurde mit der heutigen Vorhersage korrigiert.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Meridionale Strömungsstruktur - auf die Details kommt es an © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Zwischen den Fronten

Eine ganz ähnliche Wetterentwicklung berechnet auch das europäische Vorhersagemodell in seiner heutigen Wetterprognose. Eine warme und über dem Norden in Teilen etwas unbeständige Südwestwetterlage dominiert das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum 18. September.

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Aber auch hier kommt es auf die Details an. Die Tiefdruckrinne ist etwas südlicher als nach der Simulation des amerikanischen Prognosemodells, was die Niederschläge weiter nach Süden führen kann. Die Temperaturen sind mit +17 bis +23 Grad und phasenweise bis +25 Grad dem Spätsommer näher als dem Herbst.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Klare Struktur, doch Deutschland liegt zwischen den Fronten © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Der Knick zur Monatsmitte

Wie in den letzten Tagen auch, so berechnen die Kontrollläufe in ihrer aktuellen Wettervorhersage eine deutlich zu warme Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert bis zur Monatsmitte. Die Tageswerte können um 3 bis 6 Grad über den Normalwerten liegen.

Aber signifikant ist und bleibt der Wettertrend zur Monatsmitte mit einer Absenkung des deutlich zu hohen Temperaturniveaus auf ein Jahreszeit-typisches Niveau. So liegt das Temperaturspektrum am 13. September zwischen +17 bis +30 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden und +26 Grad über dem Süden), am 18. September zwischen +12 bis +26 Grad (Mittelwert: +19 bis +21 Grad) und am 23. September zwischen +12 bis +25 Grad (Mittelwert: +18 Grad).

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Trend zu mehr Niederschlag bleibt erhalten

Die Niederschlagsneigung steigt über dem Norden generell etwas an, während es nach Süden bis zum 16. September noch weitgehend trocken bleiben kann. Erst im Zeitraum darüber hinaus stellt sich über Deutschland eine leicht erhöhte Niederschlagsneigung ein.

Herbst-Wetter?

Wind, Sturm, peitschender Regen bei Temperaturen um 15 Grad. So mögen manche Menschen den Herbst und der Natur wäre mehrtägiger Landregen durchaus zu wünschen, doch von alledem ist in den Kontrollläufen nichts zu erkennen. Fasst man es zusammen, so ist zum aktuellen Stand ein langsamer und sanfter Übergang vom Spätsommer in den Herbst wahrscheinlicher, als andere Varianten.

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 08.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Die erste September-Hälfte fällt deutlich zu warm aus. Um also noch einen normalen September zu ermöglichen, müsste die zweite Hälfte deutlich zu kalt ausfallen. Nach dem aktuellen Wettertrend der Wettermodelle und auch der Kontrollläufe ist eine deutlich zu kalte Entwicklung weniger wahrscheinlich. Das Wetter im September 2018 hat also ein hohes Potential zu warm bis deutlich zu warm auszufallen.

Das Langfristmodell aber bleibt seinem Wettertrend der letzten Tage treu und simuliert die Abweichung im September gegenüber dem Mittelwert mit -0,5 bis +1 Grad normal bis etwas zu warm. Der entscheidende Zeitraum aber liegt mit dem 15. September noch bevor. Setzt sich die atlantische Frontalzoen durch, so hat das Langfristmodell durchaus eine Relevanz. Wenn nicht, ist in den kommenden Tagen mit Korrekturen zu rechnen.

Der Oktober soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm und der letzte Herbstmonat November mit +1 bis +2 Grad deutlich zu warm ausfallen. In der Niederschlagsprognose zeigt sich der Oktober deutlich zu trocken, der November weitgehend normal und im Trend etwas zu trocken.

Für die Winter-Monate von Dezember bis Februar gibt es kaum Veränderungen. Die Abweichungen liegen mit +1 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich und die Niederschlagsneigung wird zum aktuellen Stand über die Winter-Saison deutlich erhöht berechnet.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: deutlich zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 08.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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