Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 28.11.2017 - Milderung in Sicht?

Nasskalt über dem Norden, zunehmend winterlich über dem Süden und ab den mittleren Lagen von ca. 400 bis 500 Meter kann sich mancherorts eine dünne Schneedecke ausbilden. So sieht Winterwetter Anfang Dezember 2017 in Deutschland aus. Eigentlich typisch und doch liegen die Temperaturen etwa 2 bis 4 Grad unter dem Jahreszeit typischen Wert, was zeigt, dass der erste meteorologische Wintermonat Dezember seltener winterlich startet.

Wie viel Schnee ist zu erwarten?

Das ist natürlich die interessanteste Frage aller, die den Winter lieben. Dabei ist die Schneeprognose gar nicht so einfach. Denn die nun einfließende Kaltluft ist labil geschichtet, was bei wechselnder Bewölkung bis zum 3. Dezember immer wieder zu lokalen Schauern führen kann. Zudem kommt es noch auf die sog. Hebung und die orographischen Gegebenheiten an. Da kann es im einem Ort einen kräftigen Schneeschauer geben und über dem Ort nebenan scheint die Sonne.

Nichtsdestotrotz werden Niederschlagssummen von den Wettermodellen berechnet, sind aber mit einer gewissen Skepsis zu bewerten. Simuliert werden bis einschließlich dem 3. Dezember (1. Advent) über dem Norden, dem Westen, entlang der Rhein- und Mainlinie 0 bis 1 cm. Ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 400 Meter sind 0,5 bis 3 cm und ab den höheren Lagen von 800 Meter sind 7 bis 20 cm und an den Alpen 20 bis 60 cm an Schnee möglich. Frühwinter eben. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Wie lange hält sich das winterliche bis nasskalte Wetter?

Verantwortlich für die Jahreszeitlich etwas zu kühlen Temperaturen ist der Trog über Mitteleuropa. Ausgelöst wird dieser durch ein meridionales Strömungsmuster und unterstützt - , bzw. stabilisiert - wird dieser von einem Blockadehoch auf dem Atlantik und einem weiteren Hochdrucksystem über dem westlichen Russland und Sibirien.

Wie lange hat der Trog Bestand? Geht es nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells kann sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik bis zum 4. Dezember halten. Anschließend wird es durch ein Tiefdruckgebiet zwischen Neufundland, Island und den Azoren nach Osten weggedrückt, was auch den Trog über Mitteleuropa abschnürt. Das Hochdrucksystem liegt zum 6. Dezember (Nikolaus) direkt über Deutschland, was in einem gradientenschwachen Umfeld zu einer Inversionswetterlage führen kann (oben warm, unten kalt). Bis zum 8. Dezember verlagert sich das Hoch weiter über das östliche Europa und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen auf die milde Vorderseitenanströmung des Tiefdrucksystems, welches sich bis zum 9. Dezember zwischen England und Skandinavien verlagert haben kann.

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Wetterentwicklung, bei der das Hochdrucksystem sich weiter nach Osten verlagert und den Trog unterbindet. Auch hier zeigt sich nach dem 6. Dezember eine gradientenschwache Wetterlage. So liegen die berechneten Tageswerte über dem Süden mit -2 bis +2 Grad verbreitet im Dauerfrostbereich und über dem Norden kann es mit +0 bis +5 Grad nasskalt bleiben.

Kommt der Nikolaus im Schnee?

Wie viel Schnee ist bis zum 6. Dezember zu erwarten? Etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin werden zum aktuellen Stand 0 bis 0,2 cm berechnet. Südlich davon sieht es in den Niederungen unterhalb 300 Meter nicht besser aus. Darüber werden 1 bis 5 cm und ab ca. 700 Meter werden 10 bis 50 cm und an den Alpen 20 bis 80 cm in Aussicht gestellt. Zum Vergleich hat es an Nikolaus 2016 bei +4 bis +8 Grad gelegentlichen Sprühregen gegeben.

Polarwirbel wenig stabilPolarwirbel wenig stabil © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf eine durchgreifende Milderung?

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu weit vorgreifen. Aber die Milderung ist in den Kontrollläufen verankert. Zunächst bis zum 8. Dezember zögerlich und zum zweiten Dezember-Drittel normalisieren sich die Werte langsam. Anders ausgedrückt besteht die Milderung aus deutlich zu kalt hin zu normal. Und schaut man sich die aktuelle Entwicklung des Polarwirbels an, so zeigt sich, dass dieser Winter definitiv anders als die letzten vier Winter verlaufen wird. Der Polarwirbel wird weiterhin instabil berechnet, was sich auch im NAO- und AO-Index zeigt. Mehr dazu gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend rund um die Frage: gibt es weiße Weihnachten 2017?. Gegen 20:40 Uhr erfolgt an dieser Stelle heute Abend ein Update der Winterprognose.

Update der Wetterprognose Winter 2017/18 von 20:49 Uhr
Ein kurzes Update heute, bin schon etwas spät dran :-) Heute Nachmittag berechnete das amerikanische Wettermodell durchaus eine länger andauernde und sich wiederholende Trogwetterlage bis in das zweite Dezemberdrittel hinein.

Kippt der Trog?
Heute Abend wurde das Blockadehoch auf dem Atlantik nach Osten weggedrückt und die atlantische Tiefdruckmaschinerie gewinnt ab dem 9. Dezember an Fahrt. Das würde den Trog Mitteleuropa über lang oder kurz zerstören, bzw. abschnüren.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, bei der der Trog über Mitteleuropa weitgehend bis zum 8. Dezember erhalten bleibt und nachfolgend nach Süden weggedrückt wird. Es bleibt also dabei: Der Trend zu einer Milderung zur zweiten Dezemberdekade bleibt in den Simulationen der Wettermodelle erhalten, wobei die Kontrollläufe noch nicht mitziehen. Zwar geht das Entwicklungsspektrum ab dem 8. Dezember weit auseinander und die Differenz der Höhentemperaturen beträgt bis zu 18 Grad, der Mittelwert des Temperaturspektrums nähert sich aber gerade einmal dem Jahreszeit typischen Wert an. Die Simulation des amerikanischen Wettermodells ist dabei eine der wärmeren Varianten.

Milderung wohl nicht nachhaltig
Man wird sehen, was die kommenden Simulationen berechnen werden. Ein Hin- und Herschwenken ist in den kommenden Tagen zu erwarten, wobei Jahreszeit typisches Wetter derzeit die größten Optionen im der zweiten Dezemberdekade hat und das wäre eine nasskalte Witterung.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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