Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 13.09.2017 - Wetterbesserung im letzten Septemberdrittel möglich

So sieht das Wetter aus, wenn die atlantische Frontalzone weiter südlich einschwenkt und sich über der Nordsee noch intensivieren kann. Die Folge daraus sind stürmische Windböen, welche über exponierten Lagen und über den Küsten von Nord- und Ostsee heute auch volle Sturmstärke erreichen können (Windprognose | Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht).
Der Sturm zieht am Donnerstag nach Osten ab und nachfolgend ist bis in die neue Septemberwoche hinein mit kräftigen Schauern zu rechnen, welche am Donnerstag über Süddeutschland auch länger andauernd sein können - weitere Details in der aktuellen Wettervorhersage September 2017.

Typisch Herbst, aber untypische Zeit

Das Wetter ist absolut typisch für den Herbst, doch geht es nach der Statistik, so herrscht Mitte September über Deutschland sehr häufig hoher Luftdruck vor und sorgt für einen Wettercharakter, welcher dem Altweibersommer zuzusprechen ist. Das wird im September 2017 wohl nicht passieren, denn die Temperaturen bleiben bei dem wechselhaften Wettercharakter bis zum 20. September etwa um 2 bis 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im zu kühlen Bereich.

Altweibersommer im letzten Septemberdrittel

Das amerikanische Wettermodell bleibt in seinen aktuellen Wetterprognosen für das letzte Septemberdrittel hartnäckig. So strebt nach diesen Berechnungen das Azorenhoch zum 16. September nach Norden in Richtung europäisches Nordmeer auf und initialisiert über Skandinavien ein schwaches Hochdruckgebiet, welches aber ausreichend ist, um eine weitere Stabilisierung der atlantischen Frontalzone über dem skandinavischen Raum zu unterbinden. Gleichzeitig bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik hoch und da ein Weiterkommen nach Osten erschwert wird, trogen die Tiefdrucksysteme in Richtung der Azoren aus. Das Azorenhoch verlagert sich weiter nach Osten und kann somit im Zeitraum vom 20. bis 25. September das Wetter über Deutschland beeinflussen. Demnach wäre mit einem stabilen Wettercharakter und für die Jahreszeit zu warmen Temperaturen zu rechnen - der Altweibersommer hat also auch heute noch seine berechtigten Chancen.

Einen ganz ähnlichen Ansatz hat auch das europäische Wettermodell, was die Eintreffwahrscheinlichkeit grundsätzlich erhöht.

Kontrollläufe: Trend erkennbar - sicher ist noch nichts

Ob der Altweibersommer sich im letzten Septemberdrittel durchsetzen mag, ist zum heutigen Stand noch in Frage zu stellen. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist und bleibt über dem gesamten Zeitraum als hoch einzustufen. Es liegt also an dem Hochdrucksystem und dessen Position, welches Wetter in der letzten Septemberdekade zu erwarten ist.

Geht es nach den Kontrollläufen, so ist auch hier eine gewisse Skepsis gegenüber dem Altweibersommer zu erkennen. Der Trend ist allerdings klar und zeigt nach dem 19. September ansteigende Temperaturen. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 18. September bei +14 bis +15 Grad und liegt am 23. September mit +16 bis +17 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich. Die leicht bis mäßig erhöhten Niederschlagserwartungen zeigen allerdings, dass es eine stabile Wetterlage im letzten Septemberdrittel nicht einfach haben wird.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 13.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterblick auf den Herbst und Winter 2017/18

Der aktuelle Temperaturmittelwert für die bereits vergangen Septembertage liegt mit +0,34 Grad noch leicht im positiven Bereich, wobei sich das in den kommenden Tagen ändern wird und zum Ende des zweiten Septemberdrittels könnte der Mittelwert mit etwa -0,5 bis -1 Grad im leicht zu kühlen Bereich liegen. Der September hat also weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit normal bis leicht zu kalt auszufallen - entscheidend wird sein, wie sich das letzte Septemberdrittel entwickeln mag.

Das Langfristmodell berechnet für den Oktober eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert vom -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich mit der Tendenz leicht zu warm auszufallen und im letzten Herbstmonat November 2017 liegt die Abweichung mit -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. Summiert man die Herbstmonate auf, so kommt zum heutigen Stand ein normaler Herbst zustande.

Warmer Winter 2017/18

Für die Wintermonate von Dezember 2017 bis Februar 2018 berechnet das Langfristmodell heute eine Veränderung für den Dezember, welcher mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis +2 Grad als der "kälteste" Wintermonate bezeichnet werden kann, denn für den Januar und Februar liegt die Abweichung mit +1 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 13.09.2017

Wir sind die Tage gefragt worden, wie die Berechnungen des Langfristmodells für den Winter zu bewerten sind. Mit Skepsis! Warum? Es ist nicht verwunderlich, dass die Langfristmodelle den Winter mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu warm einstufen, so lag die durchschnittliche Temperatur der letzten 20 Winter mit rund +1,0 Grad über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich. Aber es gibt sie noch - die zu kalten Winter - auch in Zeiten des Klimawandels.

Zudem verlaufen die Winter in Zyklen von zumeist 3 Jahren ab. Einem warmen Winter folgt einer weiterer warmer Winter nach, der dritte ist abgemildert aber immer noch zu warm, bevor der vierte wieder normal, bzw. zu kalt ausfallen kann. Die letzten 4 Winter waren zu warm. Rein von der Statistik und des Zyklus ist also ein normaler Winter überfällig. Man wird sehen, wie sich das Strömungsmuster über die Herbstmonate entwickeln mag und die Langfristmodelle mit einem deutlich zu warmen Winter 2017/18 recht behalten werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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