Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 21.06.2018 - Sorgt ein Skandinavienhoch für ein stabiles Sommerwetter?

Über das Wochenende kühlt sich das Sommerwetter ab und in den Nächten kann es empfindlich kühl werden. Doch im weiteren Verlauf zeigt sich der Aufbau eines Hochdrucksystems über dem nördlichen Europa.

Ein Tiefdrucksystem über Skandinavien sorgt im Tagesverlauf für einen markanten Temperaturrückgang, welcher über das Wochenende hin Bestand haben kann. So sinken die Werte von Nord nach Süd auf +14 bis +18 Grad ab, wobei heute über dem Süden nochmals +24 bis +30 Grad erreicht werden können. Entsprechend hoch ist die Neigung zu Schauern und Gewittern mit örtlichen Potential für Unwetter über dem Süden einzustufen (Gewitterradar | Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Die Front selbst ist aber vergleichsweise wenig wetteraktiv.
Am Wochenende sorgt der böige Nordwind für Tageswerte, welche sich bis zum Sonntag auf +15 bis +20 Grad und örtlich bis +22 Grad einpendeln können. In den Nächten können die Werte auf unter die +10 Grad Marke absinken. Die Niederschlagsneigung ist als schwach bis mäßig hoch zu bewerten und liegt mit ihrem Schwerpunkt über den Gebieten etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden.

Zum Start in die neue Woche dehnt sich nach der aktuellen Wettervorhersage Juni ein Hochdrucksystem bei England weiter in Richtung Deutschland aus und sorgt bei einer zunehmenden Sonnenscheindauer für eine abklingende Niederschlagsneigung. Die Temperaturen können bis zum Dienstag auf sommerliche Werte zwischen +24 bis +28 Grad ansteigen. Die frische Brise ist also nur von kurzer Dauer und das bislang zu warme Sommerwetter setzt sich weiter fort. Bleibt das so?

Hochdruckzone über Skandinavien bringt den Sommer

Die Prognosemodelle berechneten bereits in der gestrigen Wetterprognose für den Juli eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für die neuerliche Ausbildung eines Hochdrucksystems über Skandinavien. Daran hat sich heute kaum etwas verändert, jedoch gibt es Veränderungen in den sog. Setups.

Amerikanisches Wettermodell: Sommerliches Skandinavienhoch mit Schwächen

Keine Frage, nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersagemodells setzt sich im Zeitraum vom 25. Juni bis 5. Juli die Hochdruckzone durch und bestimmt weitgehend das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit sommerlich warmen Temperaturen.
Wie warm? Im Durchschnitt können sich in diesem Zeitraum die Werte um die +25 Grad Marke herum einpendeln.

Die Herausforderung für das Hochdrucksystem liegt aber darin, sich über Skandinavien entsprechend zu positionieren um über Deutschland für eine stabile Sommerwetterlage zu sorgen. Verlagert sich das Hochdrucksystem weiter nach Westen - z.B. nach Island - so wird der Weg für kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen frei. Verlagert sich das Hoch weiter nach Osten, könnte die atlantische Frontalzone das Hochdrucksystem unterwandern, was im Schwerpunkt über Süddeutschland einen wechselhaften und zu Unwettern neigenden Wettercharakter zur Folge haben kann.

In der aktuellen Vorhersage wird eine Variante berechnet, welche die Niederschlagsbewertung bis zum 3. Juli schwach ausfallen lässt und erst im Zeitraum darüber hinaus ansteigen kann. Die Trockenheit und die sommerliche Wärme geht nach dem erfrischenden Wochenende wohl erst einmal weiter.

Polarwirbelberechnung Sommer

Berechnung Polarwirbel nach amerikanischen Prognosemodell: Hochsommerliche Großwetterlage mit einer ansteigenden Niederschlagsneigung in den ersten Juli-Tagen © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersagemodell: Der Sommer dreht mit einer Hochdruckzone auf

Die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells zeigt im Zeitraum vom 25. Juni bis 1. Juli den Aufbau eines Hochdruckkeils von den Azoren über England bis nach Finnland reichend. Diese Konstellation blockiert die atlantische Frontalzone vollständig und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen am südlichen Hochdruckgradienten in eine sommerlich warme Nordostströmung, welche jeweils zum Nachmittag für regionale Schauer und Gewitter sorgen kann. Die Temperaturen pendeln sich im Schnitt auch nach dieser Prognose auf etwa +25 Grad ein.

Polarwirbelberechnung Sommer

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Prognosemodell: Hochdruckzone über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Nach Temperatursturz wieder sommerlich warm

Zwar ist der Temperatursturz am kommenden Wochenende nur von kurzer Dauer, dafür aber bemerkenswert. Der Mittelwert liegt bspw. am 22. Juni etwa um 7 bis 10 Grad unter dem, was für den Sommer typisch wäre. Doch bereits zum 25. Juni erreichen die Temperaturen wieder normale Werte und haben darüber hinaus einen positiven Trend.

So liegt das Temperaturspektrum am 29. Juni zwischen +21 bis +28 Grad (Mittelwert: +24 bis +25 Grad) und am 5. Juli zwischen +14 bis +32 Grad (Mittelwert: +23 Grad über dem Süden und +25 Grad über dem Norden).

Was fällt auf? Der Mittelwert wird über dem Norden höher als über dem Süden berechnet. Das lässt den Rückschluss auf eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Hochdruckdominanz über dem nördlichen Europa zu, welcher im Verlauf von Tiefdrucksystemen unterwandert werden kann.

Diagramm Temperaturen Juli 2018 vom 21.06.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juli 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter im Sommer 2018 nach der Prognose des Langfristmodells

Der erste Sommermonat Juni hat aktuell eine Abweichung von +3,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert vorzuweisen und daran wird sich - trotz der markanten Abkühlung vom Wochenende - bis Ende Juni nur wenig verändern können. Anders formuliert - der Sommer beginnt zu warm und zu trocken.

Für das Wetter im Juli und August zeigt sich nach dem Wettertrend des Langfristmodells eine Temperaturabweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. Wenn man es genauer nehmen möchte, wird der Juli noch etwas wärmer berechnet, als der August.

In der Niederschlagsbewertung wird der Juli gegenüber den Sollwerten zu trocken und der August normal simuliert. Fasst man das zusammen, so ergibt sich daraus ein zu warmer und zu trockener Sommer, welcher überwiegend vom Wetter im Juni geprägt sein kann. Die Sommermonate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +1 bis +2 Grad Trend: Zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: Etwas zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018 vom 21.06.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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