Wetter Sommer 2017: Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2017 aktuelle Wetterprognose vom 09.08.2017 - Sommerwetter mit Höhen und Tiefen

| M. Hoffmann

Die Niederschlagssummen der kommenden Tage verraten schon einiges über den bevorstehenden Wettercharakter. So sind im Schwerpunkt entlang der Mittelgebirge und rund um den Schwarzwald mit 30 bis 80 l/m² und örtlich bis 100 l/m² in den kommenden 72 Stunden einiges an Niederschlag zu erwarten. Der zweite Schwerpunkt liegt über der zentralen Schweiz und den Zentralalpen von Österreich, wo die simulierten Niederschlagsmengen bis einschließlich Freitag zwischen 60 bis 120 l/m² liegen können. Sonst sind 10 bis 30 l/m² möglich, während es über dem Norden mit 0,5 bis 5 l/m² relativ trocken bleiben kann (Niederschlagsanimation | Niederschlagsprognose).
Zudem gehen die Temperaturen auf +12 bis +18 Grad bei Dauerregen und auf +17 bis +23 Grad allgemein zurück. Passend zum Wochenende stabilisiert sich die Wetterlage und zum Start in die neue Woche sorgt ein Hochdrucksystem voraussichtlich für viel Sonnenschein und für sommerliche Temperaturen (s. Wetterprognose August 2017).

Durchwachsener Sommer 2017, durchwachsener August?

Der Sommer 2017 war Rückblickend auf den Juni, Juli und in den ersten Augusttagen durchwachsen und von einem Auf und Ab der Temperaturen geprägt. Der Grund hierfür war ein stets nach Süden verschobener Jetstream, welcher die Tiefdruckrinne immer wieder zwischen Island und England einleitete und so für das sprunghafte Wetter mit unwetterartigen Wetterereignissen sorgte. Nimmt man zum heutigen Stand an, dass der letzte Sommermonat August normal verlaufen wird, so könnte der Sommer 2017 gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um +1,2 Grad zu warm (+2,6 Grad im Juni, +1,2 Grad im Juli) ausfallen. Damit der Sommer 2017 "normal" ausfallen kann, müsste der August etwa um -3,4 Grad zu kalt sein und rückblickend auf die ersten Augusttage zeigt sich ein Temperaturüberschuss von rund +2,6 Grad im zu warmen Bereich (mit einen deutlichen Südost-Nordwest Gefälle).

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 13. bis 16. August den Aufbau von hohen Luftdruck aus südlichen Richtungen, was den Wettercharakter stabiler und die Temperaturen mit +23 bis +33 Grad in den sommerlichen, bzw. auch hochsommerlichen Bereich ansteigen lassen kann. Gleichzeitig aber wird auf dem Atlantik eine Tiefdruckkette initialisiert, welche sich in einem Zentraltief zwischen dem europäischen Nordmeer zum 16. August positioniert. In Folge daraus kann sich das Hochdrucksystem nicht über Mitteleuropa behaupten und das durchwachsene Sommerwetter bei einem Auf und Ab der Temperaturen findet nach diesen Berechnungen wohl seine Fortsetzung.
So könnten im Zeitraum vom 17. bis 21. August wieder vermehrte Niederschläge bei frühherbstlichen Temperaturen von +17 bis +23 Grad das Wetter über Deutschland beeinflussen. Erst darüber hinaus verliert das Tiefdruckzentrum seinen Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa und das Hochdrucksystem hat wieder vermehrte Optionen sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz auszuweiten.

Hochsommer vorbei - wie wahrscheinlich ist das?

Eine stabile Sommerwetterlage gab es im Sommer 2017 bisweilen noch nicht und schaut man auf die aktuellen Simulationen der Wettermodelle, der Langfristmodelle und auch der Kontrollläufe, so liegen die Wahrscheinlichkeiten für den restlichen Verlauf des Sommers bis Ende August für eine halbwegs stabiles Sommerhoch schlecht. Der Jetstream bleibt südlich orientiert und so bleibt der Spielraum für andere Großwetterlagen relativ gering.
Welche Optionen sind noch möglich? Chancen für eine Veränderung ergeben sich mit der nächsten, kurzen Hitzeperiode vom 13. bis 16. August, wenn das Hochdrucksystem sich von der Mittelmeerregion in Richtung Mitteleuropa ausdehnt. Behauptet es sich, so wäre mit einem stabilen Wettercharakter zu rechnen, wird es nach Osten abgedrängt, kommt es auf die Position der Wettersysteme an, welche zwischen frühherbstlich, oder gar hochsommerlich warm entscheiden können.

Die Kontrollläufe stützen zum heutigen Stand vom 13. bis 24. August einen durchwachsenen Wettercharakter bei einem gemäßigten Temperaturverlauf, welcher im Mittel um den langjährigen Mittelwert sich bewegen kann. Die Niederschlagsneigung ist vom 13. bis 16. August als gering und darüber hinaus bis zum 24. August als leicht bis mäßig hoch einzustufen.

Diagramm Temperaturen im August 2017 vom 09.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im August 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: August wechselhaft

Der August 2017 wird vom Langfristmodell bereits seit Februar diesen Jahres als "normaler" Monat eingestuft, welcher im Trend mal leicht zu kühl und mal leicht zu warm berechnet wurde. In den letzten Tagen bestätigt sich dieser Trend mit einer Abweichung der Temperaturen über Norddeutschland von -0,5 bis -1 Grad im leicht zu kalten Bereich und mit +0,5 bis +1 Grad über Süddeutschland im leicht zu warmen Bereich - in einem breiten Streifen über der Mitte liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich.
Im Niederschlagsverhalten zeigen sich gegenüber dem langjährigen Sollwert keine sonderlichen Auffälligkeiten.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 09.08.2017

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Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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