Wetter Sommer 2016 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter Sommer 2016 - Wetterprognose vom 3. Juni

Bis einschließlich Sonntag bleibt die Schauer- und Gewitterneigung mit teils kräftigen Regenfällen mit örtlichem Potential für Unwetter hoch. Erst von Montag bis zur Wochenmitte lässt die Neigung zu Schauern und Gewittern von Norden her nach und verlagert sich über die südlichen Landesteile. Deutlicher zeigt sich das in der Simulation der zu erwartenden Niederschlagssummen bis einschließlich Mittwoch. So ist über den Gebieten nördlich einer Linie Köln - Dresden mit 2-15 l/m² (örtlich bis 25 l/m²) weniger an Niederschlags zu erwarten als mit 15-40 l/m² (örtlich bis 80 l/m² und mehr) über den südlichen Regionen. Die Temperaturen bleiben aber mit +20/+25 Grad zumeist im warmen Bereich und können im Verlauf der kommenden Woche sogar etwas ansteigen (s. Wetter Juni).

Die Wetterentwicklung im Zeitraum vom 9./17. Juni bleibt als komplex zu bezeichnen. So simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum bis zum 10. Juni den Aufbau einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, welche sich von der Mittelmeerregion bis über das südliche Skandinavien erstrecken kann, was im Übrigen zu der nachlassenden Schauer- und Gewitteraktivität in der kommenden Woche führen kann. Zeitgleich tropft am östlichen Hochdruckgradienten ein Tiefdrucksystem von Skandinavien über das östliche Europa nach Süden ab und positioniert sich zum 13. Juni über Weißrussland/Ukraine. Somit "kippt" die Hochdruckbrücke nach Nordosten weg und entscheidend wird sein, wie sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs ausbilden kann. Gelingt der Brückenschlag zum Hochdrucksystem über dem westlichen Russland, östlichen Skandinavien, so ist mit einer relativ warmen und weitgehend trockenen Südwestwetterlage zu rechnen. Gelingt dies nicht, so kann die atlantische Frontalzone mit ihren Tiefdrucksystemen zunehmend das Wetter über Deutschland im Zeitraum vom 14./18. Juni mit beeinflussen. In der aktuellen Simulation des amerikanischen Wettermodells gelingt der "Brückenschlag" nicht und die Temperaturtendenz zeigt sich im Verlauf des zweiten Juni-Drittels rückläufig.

Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, wenngleich der "Taktgeber" auf dem Atlantik zu finden ist. Das Azorenhoch strebt nach diesen Berechnungen im Zeitraum 9./13. Juni nicht in Richtung Mitteleuropa, sondern formiert sich in "kugelrunder" Position über den Azoren. Das gibt der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum um ein kühleres und unbeständigeres westlich bis nordwestlich orientiertes Zirkulationsmuster herbeizuführen.

Eine kühlere Temperaturphase im zweiten Juni-Drittel ist statistisch betrachtet nichts außergewöhnliches und wird umgangssprachlich als Schafskälte definiert, doch wie hoch liegen die Wahrscheinlichkeiten für eine Abkühlung?

Die Kontrollläufe stützen heute mehrheitlich eine erhöhte Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 11./17. Juni, welche über dem Süden, Osten und Westen höher ausgeprägt ist, als über dem Norden. In der Temperaturentwicklung zeigt sich der Mittelwert knapp über dem langjährigen Mittelwert, es gibt jedoch auch Varianten, welche knapp darunter liegen. Anders formuliert entwickelt sich das Temperaturniveau im zweiten Juni-Drittel durchaus Jahreszeiten-typisch. So liegt das Temperaturspektrum am 11. Juni zwischen +18/+28 Grad (Mittelwert: +23/+24 Grad) und am 17. Juni zwischen +13/+27 Grad (Mittelwert: +18/+20 Grad).

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 13. Juni bei 25/65/10 und am 18. Juni bei 30/60/10. Auch hier zeigt sich eine Bestätigung des Trends der letzten Tage, als dass Jahreszeit-typische Temperaturen im zweiten Juni-Drittel wahrscheinlicher als hoch sommerliche Werte sind, wenngleich die Möglichkeiten der Schafskälte (Abkühlung) noch nicht "vom Tisch" sind.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage für den Sommer eine Temperaturabweichung im Juni gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen und mit bis zu +2 Grad über dem Norden im zu warmen Bereich. Für den Juli und August wird eine Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich simuliert. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der Juni positiv (zu nass), während der Juli und August kaum Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert zu beobachten sind - der Trend ist sogar leicht negativ (zu trocken).
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Wetter Sommer 2016 - Wetterprognose vom 2. Juni

In den kommenden Tagen bleibt bis einschließlich Dienstag der unbeständige Wettercharakter mit einer hohen Neigung zu Schauern und Gewittern erhalten und verlagert sich am Sonntag und Montag weiter nach Südwesten, bevor zum Dienstag sich die Schauer und Gewitter erneut nach Osten und Nordosten ausdehnen können - örtliches Unwetterpotential ist bei dieser Wetterlage in den kommenden grundsätzlich nicht auszuschließen. Die Temperaturen bleiben verbreitet mit +20/+25 Grad im warmen Bereich und z.T. können die Temperaturen auch als unangenehm schwül-warm empfunden werden (s. Wetter Juni).

Wann kommt denn endlich der Sommer? Viele Fragen dieser Art erreichen uns in den letzten Tagen häufiger - auch hinsichtlich der bevorstehenden Urlaubssaison. Bereits in den letzten Tagen zeigte sich in den Simulationen der Wettermodelle im Zeitraum von 7./11. Juni der Aufbau eines Hochdruckkeils von der Mittelmeerregion über Deutschland bis über das südliche Skandinavien. Das sollte die bis dahin angespannte Niederschlagsneigung entspannen. Zwar sind weiterhin Schauer und Gewitter zu erwarten, jedoch sind diese meist regional und nicht mehr flächendeckend zu erwarten. Auch das Unwetterpotential sollte bei dieser Wetterentwicklung weiter abnehmen können. Die Temperaturen bleiben im weitgehend warmen Bereich.

Westlich der Hochdruckkeils positioniert sich in diesem Zeitraum ein Tiefdrucksystem zwischen Grönland und den Azoren und verlagert sich zum 10. Juni in Richtung Island, so dass die atlantische Frontalzone an Dynamik gewinnen kann. In Folge daraus ergeben sich drei wesentliche Wetterentwicklungen für den Zeitraum vom 10./17. Juni.

In der ersten Variante kann sich die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien durchsetzen, wird jedoch von einem Hochdruckkeil des Azorenhochs weit nach Norden abgedrängt. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine warme Südwestströmung, bei der die Niederschlagsneigung über dem Nordwesten höher einzustufen ist, als über dem Südosten. Die Temperaturen liegen bei dieser Variante zumeist zwischen +22/+27 Grad.

In der zweiten Variante gelingt der atlantischen Frontalzone ebenfalls der Durchbruch nach Skandinavien, jedoch kann sich der Hochdruckkeil des Azorenhochs nicht bis nach Deutschland ausweiten, so dass das Tiefdrucksystem über Skandinavien seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland erhöhen kann. In Folge daraus gelangt Deutschland in der Folgezeit in ein westliches und unbeständiges Strömungsmuster, bei der die Temperaturen sich etwas abkühlen können. Wie kühl? +15/+20 Grad - das entspräche auch der in dieser Zeit häufig auftretenden Wettersingularität der sog. Schafskälte, wenngleich in abgemilderter Form.

In der dritten Variante baut sich über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem auf, so dass nach einer kurzen unbeständigen Wetterphase im Zeitraum 10./12. Juni darauffolgend die Tiefdruckachse vor Mitteleuropa nach Süden "abtropft" und sich im Bereich zwischen Skandinavien, England, Portugal und den Azoren positionieren kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden in dieser Variante auf die warme, teils auch heiße Vorderseitenanströmung des Tiefdrucksystems aus südlichen Richtungen gelangen. Es wäre also erneut nur eine Frage der Zeit, bis die Schauer- und Gewitterneigung wieder zunehmen kann.

Die Gemeinsamkeiten der Varianten liegen in einem unbeständigen Wettercharakter bei weitgehend Jahreszeit-typischen Temperaturen. Insofern ändert sich an der Antwort zu der Frage wann der Sommer mit einer stabilen Wetterlage und Temperaturen jenseits der +25 Grad Marke kommt gegenüber den letzten Tagen nichts: mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht bis zum 15./17. Juni.

Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum 10./17. Juni mehrheitlich einen für die Jahreszeit leicht zu warmen bis zu warmen Temperaturverlauf. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Juni zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad) und am 17. Juni zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad). Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach den Kontrollläufen über dem Süden und Osten eine mäßige bis hohe Niederschlagserwartung, während diese über dem Westen und Norden schwach bis mäßig ausfallen kann.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose Sommer für den Juni eine leicht positive Niederschlagserwartung (zu nass), welche im Juli und August sich weitgehend am Sollwert orientieren kann, mit der Tendenz auch leicht negativ auszufallen (zu trocken). Im Temperaturverhalten zeigt sich der Juni leicht zu warm, während der Juli und August weitgehend normal berechnet wird.

Wetter Sommer 2016 - Wetterprognose vom 1. Juni

Die Luftmassen über Deutschland sind mit einem Tiefdrucksystem, welches von Polen über Deutschland nach Westen hinwegzieht als feucht-warm, bzw. auch als schwül-warm zu bezeichnen. So kommt es aufgrund dieser Luftmassen in den kommenden Tagen wieder zu einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern, welche sich über das Wochenende mehr und mehr über den Süden verlagern können, während es über dem Norden allmählich trockener werden kann (s. Wetter Juni).

Im Zeitraum vom 7./9. Juni simulieren die Wettermodelle kaum Veränderungen. Der Grund hierfür ist die Konstellation der Wettersysteme zueinander. So liegt über dem Atlantik zwischen Neufundland, Grönland und den Azoren ein kräftiges Tiefdrucksystem, welches den hohen Luftdruck zwischen Grönland, Island und der Mittelmeerregion langsam abbaut. Vorderseitig gelingt aber nochmals der Transport von feucht-warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was zu der hohen Schauer- und Gewitterneigung führen kann. Wie warm kann es werden? Die Simulationen berechnen Temperaturwerte, welche im Bereich zwischen +20/+25 Grad, örtlich bis +28 Grad liegen können.

Interessant ist jedoch die Positionierung eines Tiefdrucksystems zwischen dem nördlichen Skandinavien und der Barentssee. Denn im Verbund mit dem Hochdrucksystem können kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden, so dass diese im Zeitraum vom 9./11. Juni auf die feucht-warmen Luftmassen treffen können. In Folge dessen können direkt über Skandinavien, bzw. auch über Mitteleuropa Tiefdrucksysteme initialisiert werden, welche Rückseitig die kühlen Luftmassen bis nach Deutschland führen können.

Eine kühlere Temperaturentwicklung Anfang des zweiten Juni-Drittels ist aber nur eine mögliche Option. Eine andere Variante wäre die, dass das Hochdrucksystem, bzw. die Hochdruckbrücke zwischen Grönland, Island und der Mittelmeerregion sich länger halten kann, so dass das warme, teils auch schon heiße "Vorderseitenwetter" über Deutschland, Österreich und der Schweiz sich noch länger anhalten kann.

Kühl oder warm, was ist wahrscheinlicher? Passend zum zweiten Juni-Drittel wäre die Wettersingularität der sog. Schafskälte und auch die Kontrollläufe halten sich diese Option zu einer Abkühlung noch offen. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Juni zwischen +15/+27 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad) und am 16. Juni zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad). Somit bestätigt sich heute die Tendenz der letzten Tage von einem langsamen Temperaturrückgang im Verlauf des zweiten Juni-Drittels. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 11. Juni bei 30/50/20 und am 14. Juni bei 35/45/20 und weisen eine höhere Wahrscheinlichkeit für Jahreszeit-typische Temperaturen mit einem Trend zu einer leicht zu kühlen Witterungsphase im zweiten Juni-Drittel aus. Anders formuliert findet sich hinsichtlich der Frage "Wann kommt der Sommer" noch keine befriedigende Antwort. Warum? Beide Konstellationen würden auch zu unbeständigen Wetter führen, so dass klassisch stabiles Sommerwetter mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen jenseits der +25 Grad Marke zum heutigen Stand im zweiten Juni-Drittel weniger wahrscheinlich sind.

Nichtsdestotrotz simuliert das Langfristmodell für den Juni eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich - örtlich kann die Abweichung auch bis +2 Grad betragen. Mit anderen Worten wird der Juni vom Langfristmodell als zu warm berechnet, während der Juli und August mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal verlaufen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich gegenüber dem Sollwert kaum Abweichungen. Im Trend könnte der Juni leicht zu nass und der Juli zu trocken ausfallen.

Wetter Sommer 2016 - Wetterprognose vom 31. Mai

Die Neigung zu Schauern und Gewittern - welche teils kräftig ausfallen und mit Unwetterpotential einhergehen können - bleibt voraussichtlich bis zum Samstag bestehen, bevor diese sich zum Sonntag von Norden her abschwächen kann. Die Temperaturen bleiben über dem Süden mit +17/+22 Grad etwas kühler als mit +20/+25 Grad über dem Norden, wobei dort örtlich auch bis +27 Grad möglich sind (s. Wetter Juni).

Das durchwachsene und zu Schauern und Gewittern neigende Wetter gefällt scheinbar vielen von unseren Lesern nicht, da wir in den letzten Tagen wieder vermehrt E-Mails mit der Frage "Wann kommt endlich der Sommer?" bekommen. Betrachtet die Berechnung der Großwetterlage des amerikanischen Wettermodells zum 7. Juni, so liegt im Bereich des nördlichen Skandinaviens und der Barentssee ein Tiefdrucksystem, über Grönland/Island ein Hochdruckkern mit einer schwach ausgeprägten Hochdruckbrücke in Richtung Mittelmeer, während sich im Bereich zwischen Neufundland, Grönland und Azoren ein kräftiges Tiefdrucksystem positionieren kann. In Folge dessen gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 6./10. Juni zunehmend in den Einflussbereich der Hochdruckbrücke, so dass die Neigung zu Schauern und Gewittern weiter nachlassen kann. Bei den Temperaturen zeigt sich bis zum 10. Juni eine ansteigende Tendenz, da das Tief vom Atlantik her weiter nach Osten in Richtung Mitteleuropa vorrücken und Vorderseitig - im Verbund mit dem Hochdrucksystem - warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann.

Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnlich Entwicklung der Großwetterlage im Zeitraum vom 6./9. Juni, wenngleich der Tiefdruckeinfluss zum Ende des ersten Juni-Drittels von Westen her größer werden und die Neigung zu Schauern und Gewittern wieder ansteigen lassen kann.

Anders formuliert zeigt sich im ersten Juni-Drittel eine durchaus Jahreszeit-typische Temperaturentwicklung, welche größtenteils auch über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich liegen kann. Wann kommt der Sommer? Sollte die simulierte Entwicklung der Großwetterlage tatsächlich so ablaufen, so kommt das Tiefdrucksystem über dem Westen weiter nach Osten voran und nach dem warmen Vorderseitenwetter folgt eine unbeständige - zu Schauern und Gewittern neigende - Übergangsphase, welche nachfolgend in eine kühlere Rückseitenwetterlage übergehen kann. Die Frage nach "Wann kommt der Sommer" (beständiges Wetter, Temperaturen über +25 Grad) kann man zum heutigen Stand wie folgt beantworten: mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor dem 15. Juni.

Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum vom 7./14. Juni ein Temperaturniveau, welche mit 1/4 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 7. Juni zwischen +15/+26 Grad (Mittelwert: +23/+24 Grad) und am 14. Juni zwischen +15/+20 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad). Was ist mit der Wettersingularität der sog. Schafskälte, welche statistisch gesehen häufiger im Verlauf des zweiten Juni-Drittels auftreten kann? Die oben beschriebene Wetterentwicklung mit Rückseitenwetter könnte die Schafskälte durchaus ermöglichen, da mit dem abziehenden Tiefdrucksystem aus nördlichen Richtungen kurzzeitig kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Die Niederschlagsneigung bleibt nach den Kontrollläufen über dem Süden, Westen und Osten mäßig hoch, während über dem Norden eine nachlassende Tendenz zu beobachten ist.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose Sommer für Juni und August eine Niederschlagserwartung, welche sich weitgehend an dem Sollwert orientieren kann, während der Juli eine negative Tendenz (zu trocken) aufweist. In der Temperaturentwicklung zeigt sich nach dem Langfristmodell der Monat Juni mit einer Abweichung der Temperaturen von +0,5/+1 Grad als leicht zu warm gegenüber dem langjährigen Mittelwert, während der Juli und August mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich simuliert wird.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +5,0 +2,4 +1,1 208,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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