Unbeständig bleibt der Wettercharakter bis zum kommenden Wochenende. So ist immer wieder - mit teils kräftigen - Schauern und Gewittern zu rechnen, welche örtlich durchaus auch Unwetterpotential erreichen können. Die Temperaturen bleiben mit Werten von verbreitet +20/+25 Grad im warmen Bereich und können über dem Süden kurzweilig auf +15/+20 Grad absinken (s. Wetter Juni).

Der Grund für diesen unbeständigen Wettercharakter ist ein Tiefdrucksystem, welches am südlichen Rand eines Hochdrucksystems zwischen Skandinavien und Island über Deutschland nur sehr langsam hinwegzieht und somit mit seinen feucht-warmen Luftmassen das Potential für Schauer und Gewitter mit sich führt.

Im weiteren Verlauf etabliert sich nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle der Hochdruckkern über Island, während sich über dem nördlichen Skandinavien tiefer Luftdruck festigen kann. Zeitgleich liegt zwischen Neufundland, Grönland und den Azoren ein kräftiges Tiefdrucksystem auf dem Atlantik, welches das Hochdrucksystem in seiner nördlichen Position abbaut, jedoch eine Hochdruckbrücke zwischen der Mittelmeerregion, Deutschland, Österreich und der Schweiz stützen kann. Somit wird der Kaltluftvorstoß aus nördlichen Richtungen noch vor Deutschland blockiert, so dass die Temperaturen in dieser Variante im Zeitraum vom 4./9. Juni im warmen Bereich verbleiben können und die Schauer- und Gewitterneigung eine abnehmende Tendenz aufweist.

Im Zeitraum zwischen dem 9./13. Juni "räumt" die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik auf und sorgt nach den gängigsten Berechnungen für ein westliches Strömungsmuster, bei dem die Temperaturwerte etwas zurückgehen und der Wettercharakter wieder unbeständiger und auch windiger werden kann (Westwindwetter).

In einer weiteren Variante kann sich vom Azorenhoch ein Hochdruckkeil über die Mittelmeerregion bis über Deutschland ausweiten, so dass das Zirkulationsmuster der einer Südwestwetterlage entspräche. In dieser Variante wäre mit warmen Temperaturen zu rechnen, wobei höhere Temperaturen und eine geringere Niederschlagswahrscheinlichkeit über dem Südosten höher zu bewerten wäre, als über dem Nordwesten.

Welche der Varianten ist wahrscheinlicher, bzw. wie hoch sind die Möglichkeiten für zu kühle Varianten? Die Kontrollläufe sind im Zeitraum vom 5./13. Juni klar strukturiert und weisen mehrheitlich eine Temperaturtendenz aus, welche mit 2/5 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums bis zum 11. Juni im Bereich zwischen +23/+25 Grad und sinkt zum 13. Juni auf +19/+22 Grad ab. Anders formuliert zeigt sich im Zeitraum bis zum 11. Juni nur wenig Wahrscheinlichkeiten einer signifikanten Abkühlung.

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 9. Juni bei 10/60/30 und am 14. Juni bei 40/45/15 und zeigen noch ein Entwicklungsspektrum auf, welche im Zeitraum vom 10./14. Juni die in diesem Zeitraum häufig auftretende Schafskälte ermöglichen könnte.

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