Für Ende November simulieren zwischenzeitlich beide Wettermodelle eine unbeständige und windige Wetterlage, welche jedoch im Vergleich zu den Vortagen eine deutlich schwächere Windentwicklung aufweist, dennoch können über exponierte Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee stürmische Böen nicht ausgeschlossen werden.

Verantwortlich für den Wind und Regen ist die atlantische Frontalzone, welche sich zum 1. Dezember bis über den skandinavischen Raum positionieren kann. Spannend bleibt diese Wetterentwicklung hinsichtlich der Frage, wie sich das Hoch im Süden verhalten wird. Geht es nach der Simulation des amerikanischen und europäischen Wettermodells, so verlagert sich das Hoch im gleichen Zuge wie das Tiefdrucksystem nach Osten. In Folge daraus kann das sog. Geopotential der beiden Systeme zueinander sich verstärken und zum 1. Dezember weitere Starkwindereignisse ermöglichen. Allerdings liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der relativ warmen Vorderseite, so dass die Temperaturen in den Bereich von +7/+12 Grad ansteigen können. Geht es so mild weiter?

Kann sich die atlantische Frontalzone tatsächlich zum 1. Dezember über dem skandinavischen Raum positionieren, so folgen entlang der Tiefdruckrinne von Neufundland, Island, Skandinavien weitere Tiefdrucksysteme nach. Da das Hoch weiter nach Osten abrückt und sich zum 3. Dezember zwischen der Mittelmeerregion und Deutschland positionieren kann, dreht die Anströmung über Mitteleuropa auf südwestliche Richtungen, was die Zufuhr weiterer milder bis warmen Luftmassen ermöglichen könnte. Anders formuliert sind normale bis zu warme Temperaturverhältnisse Anfang Dezember wahrscheinlicher, als zu kalte.

Allerdings mit einer Ausnahme - positioniert sich das Hoch über Deutschland, so können in einem gradientenschwachen Umfeld die Temperaturen zunehmend auskühlen, was im weiteren Verlauf bis zum 7./8. Dezember zu einer sog. Inversionswetterlage führen kann (oben wärmer wie unten). Die Temperaturen würden bei teils nebligen Wetterverhältnissen auf -2/+6 Grad ansteigen können. Liegt das Hoch aber nur etwas weiter über dem Osten, so kann es mit viel Sonnenschein richtig mild werden (+6/+12 Grad).

Schaut man auf die Kontrollläufe, so zeigt sich in einem äußerst breiten Entwicklungsspektrum für Anfang Dezember eine größere Mehrheit für eine normale Temperaturentwicklung mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einer Erwärmung. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Dezember zwischen -1/+12 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Norden und Westen und +5 Grad über dem Süden und Osten) und am 7. Dezember zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Norden und Westen und +3/+4 Grad über dem Süden und Osten). Wie stehen die Chancen auf Winter? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7), liegen am 2. Dezember bei 5/55/40 und am 8. Dezember bei 10/75/15. Betrachtet man die Varianten, welche unter 0 Grad liegen, so ergibt sich - zum heutigen Stand - eine Wahrscheinlichkeit von winterlichen Verhältnissen bspw. am 8. Dezember von mageren 5 Prozent. Ist das Normal? In der Tat gibt es eine statistische Häufung im Dezember, bei der das erste Dezember-Drittel meist sehr mild bis warm ausfallen kann, bevor zum zweiten Dezember-Drittel dann der Winter Einzug halten kann (statistische Wahrscheinlichkeit liegt bei rund 69 Prozent). Insofern ist ein milder Verlauf Anfang Dezember nichts außergewöhnliches. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose für das Wetter im Dezember eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Interessant dabei ist, dass de Simulation selbst in den letzten Tagen einen Tick kühler geworden ist. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich in der Prognose des Langfristmodells eine positive Entwicklung über dem Norden von Portugal, Spanien, Frankreich, England und dem westlichen Deutschland sowie dem westlichen Skandinavien, während östlich davon eine weitgehend normale Niederschlagsentwicklung simuliert wird. Möchte man das Interpretieren, so ergibt sich nach dem Langfristmodell eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine südwestlich galgerte Westwetterlage im Dezember.
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Für Ende November zeigt sich in der aktuellen Wetterprognose eine zunehmende Wetteraktivität über Deutschland, Österreich und der Schweiz, bei der die atlantische Frontalzone versucht sich bis über Mitteleuropa durchzusetzen. Nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle gelingt das auch, so dass Anfang Dezember mit strammen, teils stürmischen Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen zu rechnen ist.

Während das amerikanische Wettermodell für den 1. Dezember eine nasskalte Witterungslage mit Schnee-Optionen oberhalb etwa 400-700 Meter simuliert, berechnet das europäische Wettermodell mit starken bis stürmischen Wind eine westlich orientiertes Zirkulationsmuster, welches milde Temperaturen nach Deutschland führen kann. Blickt man etwas weiter in die Zukunft, so simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 2./5. Dezember ein Tiefdrucksystem über dem östlichen Mittelmeerraum und ein Hochdrucksystem über dem westlichen Europa, welches mit Hilfe einer Hochdruckbrücke von Spanien, Frankreich, Deutschland bis über das östliche Europa Kontakt zum Kontinentalhoch aufbauen kann. Anders formuliert wird der Trogprozess mit dem Mittelmeertief abgeschnürt und es folgt eine über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine ruhige Hochdruckwetterphase nach, bei der es allerdings weitgehend neblig-trüb oder hochnebelartig bewölkt bleiben kann. Die Temperaturen können in der Höhe ansteigen und erreichen - nach der heutigen Simulation - Werte zwischen +2/+4 Grad in 1.300-1.500 Meter Höhe, während in tieferen Lagen es mit -1/+5 Grad kühler sein kann. Anders formuliert ist nach dieser Variante eine Inversionswetterlage Anfang Dezember nicht auszuschließen.

Gibt es noch andere Varianten? Ja, die gibt es. In der ersten Variante zeigt sich über dem Atlantik im Bereich von Neufundland, Grönland eine Hochdruckaktivität, welche das Azorenhoch rasch wieder in Richtung Atlantik positionieren könnte, so dass über Mitteleuropa die nasskalte Witterungslage weiter Bestand haben kann. Optionen auf Schnee sind in dieser Variante am höchsten Einzustufen, wenngleich in tieferen Lagen weniger, ab mittleren Lagen höher wahrscheinlich sind. In der zweiten Variante verlagert sich das "abtropfende" Tiefdrucksystem am 30. November / 1. Dezember nicht über das östliche Mittelmeer, sondern über das östliche Europa und sorgt im Verbund mit den Kontinentalhoch über dem westlichen Russland für die Zufuhr kalter kontinental Luftmassen, welche bis zum 5. Dezember auch Deutschland erreichen können.

Welche der Varianten ist am wahrscheinlichsten? Die Wettermodelle zeigen aktuell noch ein breites Entwicklungsspektrum auf, wenngleich die aktiv-dynamische Wettervariante mit Wind und unbeständigem Wetter Ende November / Anfang Dezember zunehmend wahrscheinlicher wird. Die Kontrollläufe zeigen eine relativ gemäßigte Niederschlagsausprägung für die ersten Dezember-Tage, was eine Hochdruckwetterlage, wie es das amerikanische Wettermodell heute simuliert, weniger wahrscheinlich macht. Betrachtet man das Temperaturspektrum, so liegt dieses am 1. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Norden, +4 Grad über dem Westen und +1/+2 Grad über dem Süden und Osten) und am 5. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Norden und Westen und +2 Grad über dem Süden und Osten). Anders formuliert wird eine anhaltend nasskalte Variante von der Mehrheit der sog. Kontrollläufe favorisiert, bei der Schnee ab mittleren Lagen nicht auszuschließen ist. Aufgrund der noch vielen Entwicklungsmöglichkeiten, erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung von diesem Wettertrend Dezember an dieser Stelle.
Aktualisierung:
Das amerikanische Wettermodell nahm im heutigen Tagesverlauf mehr und mehr Abstand von der Variante mit der Hochdruckbrücke über Mitteleuropa. Stattdessen wird nun wieder die Variante favorisiert, bei der das Hochdrucksystem bei den Azoren zunehmend abflacht und die atlantische Frontalzone ungehindert über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinwegziehen kann. Was hat das für Auswirkungen? Spannende Wetterzeiten stehen demnach in den ersten Dezember-Tagen an. Warmes Vorderseitenwetter, turbulentes Übergangswetter und nachfolgend nasskaltes bis kaltes Rückseitenwetter im steten Wechsel. Ein nachhaltiger Wintereinbruch wäre demnach in den ersten Dezember-Tagen weniger wahrscheinlich - wobei mit entsprechend kühlen Rückseitenwetter wäre der eine oder andere Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer nicht auszuschließen. Auch das europäische Wettermodell simuliert die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien, was über Deutschland das Wetter aus Westen kommen lässt. Demnach wäre mild bis warm in den ersten Dezember-Tagen wahrscheinlicher als ein nachhaltiger Wintereinbruch. Die Kontrollläufe bleiben ihrem breiten Entwicklungsspektrum ab 30. November / 1. Dezember treu. Anders formuliert - gesichert ist noch nichts und deutlicher zeigt sich das an den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7), welche am 2. Dezember bei 20/55/25 und am 7. Dezember bei 20/70/10 liegen und verdeutlichen, wie stark die Normalisierungstendenz derzeit ist und wie wenig Spielraum für zu kalte und zu warme varianten bleibt - das wird sich sicherlich in den kommenden Tagen ändern.
Für Ende November simulieren die Wettermodelle heute eine - für Meteorologen - spannende Wetterentwicklung, welche sich bereits in den letzten Tagen gezeigt hat, nun aber zunehmend wahrscheinlicher wird. Der Grund hierfür ist der Kaltluftzustrom zwischen dem östlichen Kanada, Grönland und Neufundland, was bemerkenswerte Tiefdrucksysteme mit einem Kerndruck von bis zu 940 hPa zwischen Grönland und Island hervorbringen kann. Was hat das für Anfang Dezember zur Folge?

Sollte dieses Entwicklungsszenario tatsächlich so eintreten, so würden Ende November/Anfang Dezember die Gradienten über Deutschland, Österreich und der Schweiz ähnlich stark komprimiert werden können, wie das in der zurückliegenden Starkwindphase der Fall war. Allerdings liegt die Frontalzone etwas südlicher, so dass Mitteleuropa direkt in den Bereich der sog. Randtiefentwicklungen gelangen kann, was Stark- und auch Extremwindereignisse in den südlicheren Regionen wahrscheinlicher machen kann. Anders formuliert ist von den Simulationen der Wettermodelle eine aktiv-dynamische, unbeständige und windige Anfangsphase für Dezember am wahrscheinlichsten.

Was kann sich aus solch einer Entwicklung alles für Varianten ergeben? Zwei wahrscheinliche Entwicklungsvarianten stechen dabei heraus. In der ersten Variante ist das Zirkulationsmuster nordwestlich geprägt, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zeitraum 1./3. Dezember bei nasskalten Temperaturwerten zu schweren Nordweststürmen und viel Niederschlag führen kann. Wie wäre die Schneefallgrenze einzustufen? Die würde so zwischen 500-700 Meter liegen können.

In der zweiten Variante ist das Zirkulationsmuster zonaler ausgeprägt und verläuft über Deutschland stringent von West nach Ost. So wäre mit kräftigen Weststürmen zu rechnen, allerdings gelingt in dieser Variante die Advehierung milderer Luftmassen, was die Schneefallgrenze bis in höhere Lagen (800-1.200 Meter) ansteigen lassen kann.

Mal angenommen, die Starkwindphase tritt im Zeitraum 1./3. Dezember ein, was würden sich für Möglichkeiten in nachfolgenden Zeitraum ergeben? Eine der gängigsten Varianten ist heute eine Fortführung der atlantischen Frontalzone bis weit über das östliche Europa, was eigentlich untypisch ist - vielmehr liegt diese über dem östlichen Skandinavien. Diese Tiefdruckposition regt wiederum hohen Luftdruck dazu an, sich von der Region Barentssee/Karasee nach Süden in Richtung Skandinavien zu verlagern. In Folge daraus könnte mit dem Tief und dem Hoch kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa geführt werden, was im Zeitraum 4./7. Dezember als einen ernsthaften Versuch des Winters sich in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz durchzusetzen bewertet werden könnte. Was würde das bedeuten? Die Strömung dreht auf nordöstliche Richtungen und die Temperaturen sinken zunehmend in den Bereich unter der 0 Grad Marke ab, was Schneeschauer bis in die Niederungen ermöglichen kann. Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten hierfür einzustufen? Die Verhältnisse der sog. Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7) liegen am 2. Dezember bei 10/55/35 und am 6. Dezember bei 25/60/15 und weisen klar eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine normale Temperaturentwicklung für Anfang Dezember aus, welche am Anfang noch eine zu warme und zum 6. Dezember eine kühlere Entwicklungstendenz aufweist. Anders formuliert: es bleibt abzuwarten, ob die Starkwindwetterphase kommen wird und wie deren Gradienten über Deutschland verlaufen werden. Aufgrund der spannenden Entwicklung erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung von diesem Wettertrend für Dezember an dieser Stelle.
Aktualisierung:
Interessant bleibt die Ausgangslage der Simulationen. Das amerikanische und auch das europäische Wettermodell simulieren eine Wetterlage, bei der sich das Hoch zwischen den Azoren und Island in "kugelrunder" Formation auf dem Atlantik positioniert. In Folge daraus müssen die Tiefdrucksysteme im Zeitraum 26. November /1. Dezember einen Umweg über Grönland/Island nehmen und "rutschen" dabei auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems nach Südosten über Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. Anders formuliert: eine Nordwestwetterlage ist aktuell die gängigste und wahrscheinlichste Variante in diesem Zeitraum. Trotzdem versucht die atlantische Frontalzone die Vorherrschaft über das Wetter Mitteleuropa für sich zu beanspruchen und intensiviert seine Bemühungen. Somit sind Starkwindereignisse im Zeitraum 28. November / 4. Dezember nicht auszuschließen, wobei mit der Nordwestwetterlage Extremwindereignisse weniger wahrscheinlich geworden sind als das heute Nachmittag noch der Fall war. Welche Temperaturen wären zu erwarten? Die Kontrollläufe weisen am 1. Dezember ein Temperaturspektrum von -4/+12 Grad bei einem Mittelwert von +5 Grad über dem Norden und Westen und +3/+4 Grad über dem Süden und Osten aus, was in etwa dem Jahreszeit-typischen Wert entspricht. Schnee? Schneefall wäre bei dieser Konstellation ab 400-600 Meter möglich. Wie geht es weiter? Die Tiefdrucksysteme kommen weit nach Osten voran und könnten sich bis zum 7. Dezember über dem östlichen Europa/östlichen Mittelmeerraum positionieren. Das würde wiederum das Hochdrucksystem auf dem Atlantik dazu anregen sich nach Norden zu erstrecken, so dass das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridional ausgerichtet sein kann (Nord-Süd, Süd-Nord). Deutschland, Österreich und die Schweiz würden dann in den "Genuss" einer Nordlage kommen, bei der mäßig kalte Temperaturen mit Schnee nach Süden geführt werden können. Anders ausgedrückt simulieren die Wettermodelle heute weitgehend normale Temperaturverhältnisse für Anfang Dezember. Zu warme und zu kalte Varianten sind in der Minderheit, was sich deutlicher anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7) zeigt, welche am 2. Dezember bei 25/50/35 und am 6. Dezember bei 25/55/20 liegen.
Für den Zeitraum vom 25./30. November zeichnet sich nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle eine Wetterentwicklung ab, welches sich im Bereich zwischen nasskalt und mild bewegen kann. Die sog. Kontrollläufe stützen bei einer mäßigen Niederschlagsentwicklung noch vermehrt eine nasskalte Variante, bei der in höheren Lagen (>800 Meter) die sich in den kommenden Tagen einstellenden winterlichen Verhältnisse behaupten könnten. Die sog. "Hauptläufe" des amerikanischen und europäischen Wettermodells stehen sich jedoch konträr gegenüber. Während das amerikanische Wettermodell eine nasskalte Temperaturvariante bevorzugt, simuliert das europäische Wettermodelle für die Jahreszeit zu warme Temperaturen.

Welche Auswirkungen kann das auf das Wetter in den ersten Dezember-Tagen haben? Dazu ist ein Blick auf die Großwetterlage notwendig, welche sich sowohl nach dem amerikanischen als auch europäischen Wettermodell Zonal ausrichtet (West-Ost). Im Detail berechnet das amerikanische Wettermodell im Zeitraum zwischen dem 1./5. Dezember ein Zentraltief im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien, welches mit seinen südöstlichen Gradienten auch Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen kann. In Folge daraus würde die südliche Verlagerung des Tiefdrucksystems die Gradienten zum südlich gelegenen Hochdrucksystem verstärken, was neben - teils kräftigen - Niederschlägen in den ersten Dezember-Tagen auch Starkwindereignisse zur Folge haben kann - Extremwindereignisse sind bei solch einer Variante nicht generell auszuschließen. Anders formuliert berechnet das amerikanische Wettermodell für die ersten Dezember-Tage eine höhere Wahrscheinlichkeit für nasskalte bis milde Temperaturen als für zu kalte Varianten

Und wie stehen die Chancen auf Winter im Dezember? Solange die West-Ost Wetterkomponente aktiv ist, sind winterliche Verhältnisse in mittleren und tieferen Lagen weniger wahrscheinlich. Allerdings neigen solche aktiv-dynamischen Westwetterlagen auch dazu, rückseitig eine "Hochdruckblase" auf dem Atlantik nach Norden aufsteigen zu lassen - wie es aktuell der Fall ist. Sollte solch ein Szenario eintreten, so wären auch winterliche Verhältnisse Anfang Dezember nicht unmöglich. Doch wie stehen die Chancen dazu? Die Verhältnisse der sog. Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7) liegen am 1. Dezember bei 5/40/55 und am 4. Dezember bei 10/65/25 und bestätigen eine höhere Wahrscheinlichkeit für Jahreszeit-typische Temperaturen, welche in ihrer Entwicklung durchaus zu warm ausfallen können. Temperaturwerte im Dauerfrostbereich sind in den Kontrollläufen nicht zu erkennen, was - zum heutigen Stand - nach den Simulationen der Kontrollläufe ein Wintereinbruch wenig wahrscheinlich macht. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Winterprognose für den Monat Dezember eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad im zu milden bis zu warmen Bereich bei einer erhöhten Niederschlagsneigung (zu nass). Möchte man das Langfristmodell interpretieren, so zeigt sich über dem westlichen und nördlichen Europa eine erhöhte Niederschlagsaktivität (Tiefdruck Island), während über dem östlichen und südlichen Europa weniger Niederschläge zu erwarten sind (Hochdruck Mittelmeer/östliches Europa). Das spricht für eine westliche bis südwestliche Luftanströmung über Mitteleuropa, was zu dem milden bis zu warmen Temperaturüberschuss führen kann.
Viele Fragen erreichen uns in den letzten Tagen, ob wir schon eine Wetterprognose für das Wetter an Weihnachten erstellen können - dafür ist es sicherlich noch zu früh - also nein. Blickt man allein auf die Unsicherheiten, welche das letzte November-Drittel noch so mit sich bringen kann, ist selbst die Wetterprognose für Anfang Dezember schwierig, wenngleich wir heute einen ersten Witterungstrend für die ersten Dezember-Tage abgeben möchten.

Der Entwicklungstrend der Wettermodelle der letzten Tage zeigt einheitlich immer in die gleiche Richtung: von deutlich zu warm verändert sich die Wetterlage in eine stürmische mit nachfolgender Abkühlung, welche im Zeitraum 21./25. November in Deutschland ab den mittleren Lagen für etwas Schnee ausreichen sollte und für tiefere Lagen verbreitet nasskalte Temperaturen mit sich bringt. Diese kühle Nordströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz wird jedoch im Zeitraum 25./30. November mit einer auflebenden Wetteraktivität auf dem Atlantik unterbunden. Die daraus am wahrscheinlichsten resultierende Wetterlage ist eine westlich orientierte, bei der mit einem unbeständigen Wettercharakter die Temperaturen etwas ansteigen können.

Sollte es der atlantischen Frontalzone gelingen, sich bis Ende November über den skandinavischen Raum positionieren zu können, so kann sich von Neufundland bis Skandinavien die Tiefdruckrinne erstrecken, was auch das Wetter Anfang Dezember über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit höherer Wahrscheinlichkeit beeinflussen kann. Wie hoch ist diese Wahrscheinlichkeit? Schaut man auf die Verhältnisse der sog. Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7), so liegen diese am 1. Dezember bei 15/45/40 und am 4. Dezember bei 25/50/25 in einem Verhältnis was zunächst zu mild beginnen und darüber hinaus bis zum 4. Dezember noch alles an Spielräumen offen lassen kann. Entscheidend wird sein, wie nachhaltig sich die Tiefdruckrinne Ende November entwickeln kann. Geht es nach dem Langfristmodell, so fällt der Dezember mit einer Abweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu mild bis zu warm aus. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine positive Entwicklung ab (zu nass)