Viele Fragen erreichen uns in den letzten Tagen, ob wir schon eine Wetterprognose für das Wetter an Weihnachten erstellen können - dafür ist es sicherlich noch zu früh - also nein. Blickt man allein auf die Unsicherheiten, welche das letzte November-Drittel noch so mit sich bringen kann, ist selbst die Wetterprognose für Anfang Dezember schwierig, wenngleich wir heute einen ersten Witterungstrend für die ersten Dezember-Tage abgeben möchten.

Der Entwicklungstrend der Wettermodelle der letzten Tage zeigt einheitlich immer in die gleiche Richtung: von deutlich zu warm verändert sich die Wetterlage in eine stürmische mit nachfolgender Abkühlung, welche im Zeitraum 21./25. November in Deutschland ab den mittleren Lagen für etwas Schnee ausreichen sollte und für tiefere Lagen verbreitet nasskalte Temperaturen mit sich bringt. Diese kühle Nordströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz wird jedoch im Zeitraum 25./30. November mit einer auflebenden Wetteraktivität auf dem Atlantik unterbunden. Die daraus am wahrscheinlichsten resultierende Wetterlage ist eine westlich orientierte, bei der mit einem unbeständigen Wettercharakter die Temperaturen etwas ansteigen können.

Sollte es der atlantischen Frontalzone gelingen, sich bis Ende November über den skandinavischen Raum positionieren zu können, so kann sich von Neufundland bis Skandinavien die Tiefdruckrinne erstrecken, was auch das Wetter Anfang Dezember über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit höherer Wahrscheinlichkeit beeinflussen kann. Wie hoch ist diese Wahrscheinlichkeit? Schaut man auf die Verhältnisse der sog. Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+7), so liegen diese am 1. Dezember bei 15/45/40 und am 4. Dezember bei 25/50/25 in einem Verhältnis was zunächst zu mild beginnen und darüber hinaus bis zum 4. Dezember noch alles an Spielräumen offen lassen kann. Entscheidend wird sein, wie nachhaltig sich die Tiefdruckrinne Ende November entwickeln kann. Geht es nach dem Langfristmodell, so fällt der Dezember mit einer Abweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu mild bis zu warm aus. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine positive Entwicklung ab (zu nass)

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