Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 19.12.2017 - Veränderungen gehen vom Polarwirbel aus

Die Berechnungen der Wettermodelle sind über Weihnachten bis Ende Dezember und Anfang Januar alles andere als winterlich und simulieren für Silvester das Potential für Starkwindereignisse.

Winterwetter: was muss passieren?

Wir bekommen hinsichtlich der nun herannahenden Winter- und Weihnachtsferien vermehrt die Anfrage, ob die Ferien wie in den letzten Wintern grün ausfallen werden, oder ob Wintersport in den höheren Lagen möglich sein wird. Fest steht zum heutigen Stand mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass sich das Tauwetter bis nach Weihnachten in höhere Lagen durchsetzen kann. Da aber oberhalb etwa 1.000 Meter ausreichend Schnee liegt, ist dort auch nicht so schnell mit einem kompletten Abtauen der Schneedecke zu rechnen.

Was aber muss passieren, damit sich das Wetter aus der Südwest- bis Westwetterlage lösen kann? Ansätze hierfür zeigen die Wettermodelle hin und wieder. Meist ist der Auslöser ein Polarwirbelsplitt, welcher zum mäandrieren der Wettersysteme, bzw. der Gradienten führt. Was bedeutet das? Mit einem Polarwirbelsplit an der richtigen Stelle kommt das normale West-Ost Zirkulationsmuster zum Erliegen. Die Strömungen werden ruhiger und weniger kräftig. Daraus ergeben sich Möglichkeiten einer nachhaltigen Veränderung der Großwetterlage. Solange aber ein Polarwirbelsplitt bspw. wie auf der nachfolgenden Grafik verläuft, ändert sich an dem milden Wetter gar nichts. Deutschland würde auf der warmen Vorderseitenanströmung der Luftmassen liegen.

Polarwirbelberechnung Silvester

Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell Anfang Januar © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell mit einem anderen Ansatz

Zwar sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells noch von heute Morgen, sie zeigen aber auch, dass es anders laufen kann. Hier entsteht eine Hochdruckverbindung bis nach Grönland. Da fehlt nicht viel und das Azorenhoch könnte auf dem Atlantik als Blockadehoch fungieren. Viel interessanter aber ist, dass beide Wettermodelle einen Polarwirbelsplit in Betracht ziehen.

Polarwirbelberechnung Silvester

Berechnung des Polarwirbels nach dem europäischen Wettermodell Anfang Januar © www.meteociel.fr

Was spricht für einen Polarwirbelsplit?

Die Simulationen der Wettermodelle. Mehr noch nicht. Der AO-Index wird in einem breiten Spektrum berechnet, welches sowohl deutlich positiv, als auch negativ ist. Man könnte es auch anders ausdrücken - Hop oder Top. Die zonalen Winde sprechen mit einer positiven Entwicklung nicht gerade für ein sich umkehrendes Muster und auch der ein Major Warming in Stratosphärenhöhe ist derzeit nicht auszumachen. Insofern bleibt zunächst einmal alles wie gehabt im nasskalten und wenig winterlichen Bereich. Wenn es zu gravierenden Veränderungen in Richtung Winter kommen soll, so werden diese vom Polarwirbel aus gehen. Man darf gespannt sein, was die kommenden Tage an Berechnungen zeigen werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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