Die kommende Entwicklung bleibt für Anfang Dezember spannend - von nasskalt (normal) über erste Schneeoptionen in höheren und mittleren Lagen bis hin zu ruhigen, teils neblig-trüben Wetter ist in den ersten Dezember-Tagen vieles möglich. Entscheidend sind dabei die Positionen von hohem Luftdruck über dem Norden und tiefen Luftdruck über dem Mittelmeer. Vereinfacht ausgedrückt bestätigt sich aber für Anfang Dezember der Trend zur Normalisierung der Temperaturverhältnisse und von einem Wintereinbruch bis ins Flachland hinunter ist in den Simulationen der Wettermodelle bis zum 5. Dezember noch wenig zu sehen. Dem 6. Dezember fällt mit dem Nikolaus noch eine besondere Rolle zu und geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegen die Werte - zum heutigen Stand - im Süden um die 0 Grad und im Norden zwischen +3/+6 Grad bei einer insgesamt schwach ausgeprägten Niederschlagswahrscheinlichkeit. Das wird sich in den kommenden Tagen aber sicherlich noch verändern, da die Simulationen der Wettermodelle ein breites Spektrum an Möglichkeiten aufweisen. Warum ist das so? Das liegt weiterhin an den unklaren Rahmenbedingungen, welche der Polarwirbel in den kommenden Tagen erfahren wird. Zum einen ist da ein mittleres Minor-Warming, welches in den kommenden Stunden mit -20 Grad seinen voraussichtlichen Höhepunkt erreichen wird und im weiteren Verlauf eher dazu beiträgt, den Polarwirbel zu schwächen. Zum anderen zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 29. November - 2. Dezember eine erhöhte Dipolausrichtung des Polarwirbels (zwei Polarwirbel). Ursache hierfür ist hoher Luftdruck in Richtung Polregion vordringen - je nach Position der Hochdruckachse ergeben sich an der Polarfront unterschiedliche Wellenbewegungen und Ausrichtungen. Die Wahrscheinlichkeit für Troglagen steigt aber im ersten Dezember-Drittel an - die Frage die bleibt: auf welcher Seite des Troges wird Deutschland liegen? Nach "optimistischen" Simulationen des amerikanischen und auch des europäischen Wettermodells könnte es zum Zeitraum 1./4. Dezember auch zu einem Polarwirbelsplitt reichen - aber auch diese optimistischen Berechnungen müssen sich in den kommenden Tagen in den Simulationen erst noch festigen festigen. Wie stehen sich die Verhältnisse von zu zu kalt/normal/zu warm gegenüber? Der Trend der letzten Tage zu normalen Temperaturverhältnissen festigt sich im Verhältnis 25/50/25 zunehmend - anders ausgedrückt werden die ersten Schneeflocken (bis auf mittlere Lagen hinab) im ersten Dezember-Drittel zunehmend wahrscheinlicher. Gegen 20:45 erfolgt heute Abend eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Das europäische Wettermodell bleibt in den ersten fünf Dezember-Tagen unwinterlich. Mit einem Hochdrucksystem quer über Mitteleuropa sind die Tage wohl eher neblig-trüb, so dass bei entsprechender Nebeldauer auch mit Dauerfrost gerechnet werden kann (-1/+5 Grad) - kommt hingegen die Sonne raus, so sind rasch +5/+9 Grad möglich. Typisch für Hochdruck zu dieser Jahreszeit ist eine sog. Inversionswetterlage (oben warm, unten kalt). Das amerikanische Wettermodell favorisiert weiterhin einen nasskalten Wettertrend für die ersten Dezember-Tage. Insbesondere im Zeitraum zwischen dem 1./4. Dezember kann bis in mittlere Lagen hinab (400-800 Meter) die eine oder andere Schneeflocke vom Himmel herabrieseln, was aber nicht mit Winterwetter gleichzusetzen ist. Die typische Südwestwetterlage (Erhaltungsneigung) spielt zunehmend eine untergeordnete Rolle, so dass sich die Möglichkeiten für eine Umstellung des Zirkulationsmusters im ersten Dezember-Drittel mehren. Das mögliche Temperaturspektrum liegt am 3. Dezember zwischen -6/+10 Grad (Mittelwert +2 Grad im Süden und Osten und +4 Grad im Westen und Norden) und am 6. Dezember zwischen -8/+8 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad im Westen und Norden und +1 Grad im Süden und Osten). Das Verhältnis der Kontrollläufe verändert sich in etwas wie folgt: zu kalt 50, normal 35 und zu warm 15 - auch das ist ein Indiz für eine Veränderung und höhere Chancen für einen Normalisierungstrend der Temperaturen.

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