Wetter im Frühling und Sommer 2017 - Wetterprognose vom 30. März: Kaltlufteinbruch oder Frühling - noch ist nichts entschieden

Der Wettercharakter wird am Wochenende unbeständiger und neben Schauer sind auch örtliche Gewitter nicht auszuschließen. Zum Start in die neue Woche dreht der Wind auf nördliche Richtungen und führt etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland, was trotz des Sonnenscheins die Werte auf +10/+15 Grad, örtlich bis +17 Grad zurückgehen lässt, zuvor können von Donnerstag bis einschließlich Samstag nochmals +15/+20 Grad, örtlich bis +23 Grad außergewöhnlich warme Werte erreicht werden.

Die Schauer und Gewitter vom Wochenende bringen aber nicht den dringend benötigten Niederschlag, sind meist nur lokal begrenzt und die zunehmende Sonnenscheindauer zum Beginn der Woche kündigt bereits das nächste Hochdrucksystem an. Beide Wettermodelle berechnen übrigens im Zeitraum vom 4./8. April den Aufbau eines Hochdrucksystems im Bereich zwischen England, Skandinavien und Deutschland, jedoch jeweils mit deutlichen Unterschieden in der Wetterentwicklung selbst.

So berechnet das europäische Wettermodell die Verlagerung des Hochdrucksystem im Zeitraum vom 5./9. April von England über Deutschland und Skandinavien, was eine Fortführung des zu warmen und auch zu trockenen Wetters führen kann.

Etwas anders sind die Simulationen des amerikanischen Wettermodells. Dem Hochdrucksystem gelingt die Ausdehnung nach Osten nicht, da sich im Bereich der Barentssee ein Tiefdruckkomplex positionieren und im Verbund mit dem Hochdrucksystem das Zirkulationsmuster meridionalisieren kann. So könnte die Grundströmung nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells über Mitteleuropa auf nördliche Richtungen drehen und im Zeitraum vom 6./11. April empfindlich kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis nach Deutschland führen. Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe können bis auf -8 Grad absinken, was in tieferen Lagen Werte von +5/+10 Grad zur Folge haben kann. Schnee- und Graupelschauer - was zum typischen Aprilwetter einfach dazugehört - ist in der Wetterentwicklung nicht auszuschließen.

Was aber ist nun wahrscheinlicher? Zunächst einmal: beide Varianten sind wahrscheinlich. Entscheidend für eine kalte oder frühlingshaft warme Entwicklung wird sein, ob sich das Tiefdrucksystem über der Barentssee entsprechend positionieren und eine Ausdehnung des Hochdrucksystems nach Osten verhindern kann. Die Kontrollläufe sind nicht einheitlich und es zeigt sich auch, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ein "kalter Ausreißer" sind. Die Mehrheit der Kontrollläufe stützt eine leicht zu warme Wetterentwicklung bis kurz vor die Osterferien. So liegt das Temperaturspektrum am 5. April zwischen +6/+17 Grad bei einem Mittelwert von +12/+13 Grad und am 10. April zwischen +3/+22 Grad bei einem Mittelwert von +12/+14 Grad. Man sieht aber an der Temperaturspanne von 19 Grad, was da noch alles an Entwicklungen möglich ist.

Diagramm für Temperatur- und Niederschlagsentwicklung Frühling und Sommer 2017 vom 29. März 2017


Dass das Wetter im April deutlich zu warm werden könnte, berechnet das Langfristmodell ja schon seit einigen Wochen und bestätigt diesen Trend heute mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad erneut. Eine weitere Korrektur erfährt indes der Mai, welcher mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad größtenteils normal berechnet wird - mit der Tendenz auch leicht zu kalt auszufallen. Das wäre dann der "Preis" für einen zu warmen März und April, denn irgendwann kommt es zum Ausgleichsverhalten. Blickt man auf die Niederschlagsprognose für den Frühling, so zeigt sich der April zu trocken und der Mai tendenziell zu nass. Auch das spricht für das Ausgleichsverhalten. Ähnlich war es im Übrigen auch in den letzten Jahren im Mai, als nach einer deutlich zu trockenen Phase im Winter, März und April der Mai deutlich zu nass wurde. Für das Wetter im Sommer 2017 gibt es kaum Abweichungen gegenüber den letzten Tagen. So wird der Juni, Juli und August mit einer Abweichung vom langjährigen Mittelwert mit +0,5/+1, teils auch bis +2 Grad leicht zu warm bis zu warm berechnet, jedoch zeigt sich in der Niederschlagsberechnung des Langfristmodells ein Trend zu einem unbeständigen Wetter im Sommer - alle Monate werden tendenziell leicht zu nass berechnet. Welche Entwicklung das Wetter in Richtung Ostern annehmen kann., klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter an Ostern 2017.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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