Wetter Sommer 2014 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 17. August

  • M. Hoffmann
Die Signale in den Simulationen der Wettermodelle hin zu einer Veränderung der bislang kühlen bis mäßig warmen Wetterlage mehren sich zunehmend ab dem 25. August - bis dahin bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit alles wie gehabt: kühl bis mäßig warm bei einem wechselhaften Grundcharakter, wobei die Niederschlagsneigung im Norden, bzw. Nordwesten höher einzustufen ist, als im Südosten. Entsprechend kühler sind mit Werten um +20 Grad die Temperaturen im Norden und Westen, als mit +23 Grad im Süden und Osten, örtlich und kurzzeitig sind auch bis +25 Grad nicht auszuschließen. Gemäß der Simulation des amerikanischen Wettermodells bleibt die Wellenbewegung entlang der Polarfront weiterhin gut ausgeprägt, so dass vom östlichen Kanada, über Neufundland, Island, England und Skandinavien nachfolgend Tiefdrucksysteme von West nach Ost ziehen können, was in Deutschland einen weitgehenden Erhalt des wechselhaften Wetters der letzten Wochen zur Folge hat. Dabei kommt es aber Vorderseitig zu warmen bis teils heißen Wetter, nachfolgend teils unwetterartigen Übergangswetter und schließlich kühleres Rückseitenwetter - eine stabile sommerlich warme Wetterlage ist nach dem amerikanischen Wettermodell bis Ende August nicht erkennbar - dafür liegt die atlantische Frontalzone einfach zu weit im Osten und wird auf dem Atlantik nur unwesentlich gebremst. Nach dem europäischen Wettermodell sieht die Sache etwas anders aus. Hier rauschen die Tiefdrucksysteme nicht einfach hinweg, sondern können mit einem Zentraltief bei England länger vor Mitteleuropa verweilen. Das ist insbesondere für wärmere Luftmassen "günstig", da diese mit einer südlichen bis südwestlichen Richtung mehr Zeit bekommen, sich entsprechend auszubreiten. Der Grundcharakter bleibt aber auch nach dem europäischen Wettermodell weitgehend wechselhaft, jedoch sind demnach intensivere Schauer und Gewitter zu erwarten, wobei die Temperaturen stellenweise schon an die 30 Grad Marke heran reichen können. Die Kontrollläufe spiegeln die Differenzierung der Wettermodelle zueinander ganz gut wieder, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 21. August zwischen +17/+23 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +20 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 25. August zwischen +15/+23 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden und Osten, +18 Grad im Norden) und am 28. August zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +23 Grad im Süden, +24 Grad im Osten, +19 Grad im Norden). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr mit einem Witterungstrend für die ersten September-Tage.

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Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 16. August

  • M. Hoffmann
Das bisher für das wechselhafte und kühle Wetter verantwortliche Zirkulationsmuster bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bis zum 24./25. August erhalten. Dabei strömt mit westlichen bis südwestlichen Winden überwiegend kühle bis mäßig warme Luft nach Deutschland, so dass die Temperaturen sich zumeist um die +20 Grad herum einpendeln können - im Nordwesten etwas darunter und im Südosten etwas darüber. Der Grund hierfür ist ein fast stationärer Tiefdruckwirbel über Skandinavien, welcher immer wieder Niederschlagsgebiete - zumeist in Schauerform - über Deutschland von West nach Ost hinweg treibt. Dabei ist die Niederschlagsaktivität im Westen und Norden höher einzustufen, als im Süden und Osten. Im Detail muss diese Entwicklung noch abgewartet werden, da bspw. das europäische Wettermodell den Tiefdruckgradient deutlich weiter nach Osten simuliert, als wie es das amerikanische Wettermodell zeigt. Die Folge daraus wäre auch im Südosten relativ kühles Wetter mit Temperaturerwartungen von um oder unter +20 Grad. Darüber hinaus zeigen sich ernstzunehmende Ansätze für eine Wetterbesserung, als dass sich nach dem europäischen Wettermodell ein Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa etablieren kann und gleichzeitig hohen Luftdruck vom Mittelmeerraum dazu anregt, sich nach Norden zu erstrecken. In Folge daraus entsteht eine südlich gerichtete warme, teils auch heiße Grundströmung bei der Schauer und Gewitter weiterhin nicht auszuschließen sind. Das amerikanische Wettermodell simuliert zum heutigen Stand eine ähnliche Wetterlage, allerdings positioniert sich das Tief nicht vor Mitteleuropa, sondern rauscht von West nach Ost durch, so dass die Großwetterlage einer typischen Westwetterlage ähnlich ist. Anders formuliert wechseln sich nach dem amerikanischen Wettermodell warme, mäßig warme und kühlere Phasen bei weiterhin wechselhaften Grundcharakter ab. Immerhin zeigen die Simulationen einen Ausweg aus der "eingefahrenen" Situation und zeigen ab dem 25. August durchaus einen positiven Temperaturtrend. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 20. August zwischen +15/+21 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Süden, +19 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 24. August zwischen +14/+23 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden und Osten, +18 Grad im Norden) und am 27. August zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +22 Grad im Süden, +23 Grad im Osten, +19 Grad im Norden). Und auch der Mittelwert der Kontrollläufe deutet nach dem 25. August auf ein normalisierendes bis leicht positives Niveau hin.

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 15. August

  • M. Hoffmann
Viel Dynamik ist in den kommenden Tagen beim Wetter zu erwarten, evtl. am Montag auch schon der erste Sturm entlang der Küste. Zu "verdanken" ist das einem Zentraltief über Skandinavien, welches sich dort manifestieren kann und mit einer weitgehend Südwest- bis Westströmung für wechselhaftes Wetter sorgt. Die Temperaturen sind bei solchen Wetterlagen im Nordwesten generell niedriger einzustufen, als das im Südosten der Fall ist. In der Theorie beginnt es nun spannend zu werden, denn wo eine entsprechende Dynamik vorhanden ist, kann sich eine entsprechende Gegenreaktion bilden - ganz gemäß dem Motto: Aktio gleich Reaktio. Das ist bisweilen aber nur Theorie und die Simulationen der Wettermodelle zeigen eine Entwicklung, die mit klassischem Sommerwetter recht wenig zu tun haben. Das Tief über Skandinavien bleibt auch über den 20. August hinaus für das Wetter in Deutschland dominierend, wobei im Detail der Achsverlauf der entsprechenden Gradienten für den kleinen aber feinen Unterschied sorgen kann. Warum? Der Tiefdruckgradient ist von Südwest nach Nordost gerichtet, so dass die Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden. Würde das Tief bei England liegen, so wäre warmes, teils heißes Vorderseitenwetter dominierend. Da das Tief aber weiter im Nordosten liegt, wird die Linie mit den warmen Luftmassen entsprechend nach Osten verschoben. So bleibt es bis zum 25. August voraussichtlich nördlich einer Linie Mannheim/Köln - Berlin/Dresden mit +17/+21 Grad relativ kühl, während südlich davon zumeist Werte zwischen +20/+25 Grad möglich sind. Aber wie bereits beschrieben gibt es noch den theoretischen Ansatz einer entsprechenden Gegenreaktion, welche den Gradienten zwischen kühlen und warmen Luftmassen noch etwas verschieben kann. Die Kontrollläufe bleiben bis zum 25. August mit ihrem Temperaturspektrum weitestgehend unter, bzw. auf dem vieljährigen Temperaturniveau von 1961-1990. So liegt das Spektrum bspw. am 18. August zwischen +14/+20 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +19 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 23. August zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden, und Osten, +18 Grad im Norden) und am 26. August zwischen +15/+26 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden, +22 Grad im Osten, +19 Grad im Norden). Zusammenfassend werden die Tage bis zum 23./25. August mit hoher Wahrscheinlichkeit durchwachsen und im Nordwesten überwiegend kühl und im Südosten durchaus auch mäßig warm werden. Darüber hinaus mehren sich im Zeitraum zwischen dem 25./31. August die Ansätze in den Simulationen für einen erneuten Versuch, so etwas wie stabiles Hochdruckwetter über Mitteleuropa zu etablieren…

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 14. August

  • M. Hoffmann
Kommt der Sommer noch einmal, bzw. wann kommt der Sommer? Diese Fragen füllen derzeit unser E-Mail Postfach. Die klassisch stabile Hochdruckwetterlage fehlt in diesem Sommer komplett und das Zirkulationsmuster ist eher meridional ausgerichtet, was für ein stetiges Auf und Ab bei den Temperaturen und eine wechselhaften Wettercharakter sorgt. Zwar gab es in den Simulationen der Wettermodelle immer wieder Ansätze für eine Umstellung des meridionalen Zirkulationsmusters (welches häufiger im Winter anzutreffen ist), die Erhaltungsneigung zeigt sich jedoch zu stark, so dass der bislang wechselhafte Grundcharakter bei überwiegend zu warmen Temperaturen dominierte. So auch in den kommenden Tagen, wobei sich in den Simulationen der Wettermodelle in den letzten Tagen im Zeitraum um den 20. August herum die Möglichkeit für einen Aufbau einer Hochdruckverbindung zwischen einem Mittelmeerhoch und dem Hoch über Russland ergab, was zumindest in einigen Landesteilen für sommerliches Wetter hätte sorgen können. Diese Möglichkeit ist heute nur noch bedingt in den Simulationen zu erkennen. Vielmehr gibt sich um das Zentraltief bei Skandinavien ein Tief nach dem anderen "die Klinke in die Hand", so dass mit zunehmender Wahrscheinlichkeit das Wetter im Zeitraum vom 19./25. August für die Jahreszeit etwas zu kühl bleibt. Die Kontrollläufe simulieren das ähnlich, z.T. sind auch Simulationen dabei, welche mit einer nördlich gerichteten Strömung Luftmassen arktischen Ursprungs "anzapfen" können, während die warmen Varianten gegenüber den letzte Tagen deutlich abgenommen haben. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 17. August zwischen +14/+21 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +20 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 21. August zwischen +13/+26 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, und Osten, +18 Grad im Norden) und am 25. August zwischen +16/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, +21 Grad im Osten, +18 Grad im Norden). Anhand der Mittelwerte sind also kaum Veränderungen wahrnehmbar, so dass der leicht zu kühle Wettertrend wohl auch noch das letzte August-drittel dominieren kann. Was muss passieren, damit es wärmer werden kann? Ganz einfach ausgedrückt: das Tief bei Skandinavien muss weg, bzw. durch eine Hochdruckbrücke zwischen der Mittelmeerregion und Russland ergänzt werden, so dass zumindest in einigen Landesteilen eine warme Südwestwetterlage möglich wäre. Die kommenden Simulationen werden zeigen, ob sich das zu kühle Wetter manifestieren kann, oder ob die warme Luft darüber hinaus im August doch noch eine Chance erhält. Die heute simulierten Temperaturen liegen in etwa zwischen 3 bis 5 Grad unter dem langjährigen Temperaturmittelwert, insofern dürfte der bis dato zu warme Temperaturverlauf im August einen normalisierende Tendenz erfahren.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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