Wetter Ostern 2017 in Deutschland - Wetterprognose

Wetter Ostern 2017 - Wettertrend vom 31. März: Trend zu unbeständigen Wetter bestätigt sich

Spannende Wetterentwicklungen simulieren derzeit die Wettermodelle - allen voran das amerikanische Wettermodell. In den letzten Tagen und auch heute Morgen wurde das Zirkulationsmuster mit dem Beginn der Osterferien am 10. März so berechnet, dass zwischen einem Hoch bei England und einem Tief über Skandinavien und der Barentssee kalte Luftmassen arktischen Ursprunges bis nach Deutschland hätten geführt werden können. In Folge daraus wäre ein apriltypischer Wettercharakter zu erwarten bei dem Schnee- und Graupelschauer bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen wären.

Heute Nachmittag berechnet das amerikanische Wettermodell eine weitere Variante. So gelingt im Zeitraum vom 4./6. April nach wie vor der Aufbau von hohem Luftdruck über England, während sich zur gleichen Zeit über der Barentssee das Tiefdrucksystem etablieren kann. Die Veränderung zeigt sich im Zeitraum vom 7./8. April, bei der ein weiteres Tiefdrucksystem auf dem Atlantik eine Ausdehnung des Hochdrucksystems nach Westen verhindert und das Hoch nach Osten über das östliche Europa und dem östlichen Mittelmeerraum weg drücken kann.

Im Prozess der Positionsverschiebung verlagert sich das Hochdrucksystem über Deutschland und später gelangt Mitteleuropa auf die westlichen Hochdruckgradienten, was im Verbund mit dem Tief auf dem Atlantik zu einer neuerlich warmen Vorderseitenanströmung führen kann, wie es bspw. Aktuell der Fall ist. Das europäische Wettermodell berechnet im Übrigen eine ganz ähnliche Variante. Kurzum: im Zeitraum vom 4./8. April kann es etwas frischer werden, darüber hinaus steigt die Temperaturtendenz nach der aktuellen Simulation wieder an.

Mitte April - passend zu Ostern - blüht schon der Löwenzahn


Man darf durchaus skeptisch sein, wenn ein Wettermodell von Simulation zu Simulation größere Sprünge in den Berechnungen aufweist. Das zeigt zum einen, dass die Wetterentwicklung mit Beginn der Osterferien und auch über Ostern noch keinesfalls gesichert ist und zum anderen, dass noch eine Vielzahl an weiteren Wetterentwicklungen möglich ist. Einen Anhaltspunkt wie sich das Wetter entwickeln könnte, liefern die Kontrollläufe, welche seit Tagen eine konservative Wetterentwicklung aufzeigen: eine Jahreszeit-typische. So liegen die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe im Zeitraum vom 10. bis 15. April (ein Tag vor Ostersonntag) im Bereich zwischen -2/0 Grad über dem Norden und +2/+4 Grad über dem Süden. In tieferen Lagen könnten sich die Temperaturen im Bereich zwischen +12/+15 Grad bewegen. Aber alleine das Süd-Nord Gefälle der Temperaturen zeigt, dass die kalte Luft nicht weit von Deutschland entfernt ist.

Diagramm für Temperaturentwicklung Ostern vom 31. März 2017

Mal völlig unabhängig von der Temperaturentwicklung - in der Niederschlagsentwicklung berechnen die Kontrollläufe im Zeitraum vom 10./15. April eine ansteigende Niederschlagswahrscheinlichkeit, was aber bereits seit Tagen so simuliert und heute nochmals bestätigt wird. Zusammenfassend ist zum heutigen Stand ein wechselhafter Wettercharakter vor Ostern wahrscheinlicher als eine stabile Hochdruckwetterlage. Wie sich die Temperaturen aber entwickeln werden, bleibt heute noch unbeantwortet.
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Wetter Ostern 2017 - Wettertrend vom 30. März: zu kalte Varianten weiterhin möglich

Das amerikanische Wettermodell lässt nicht "locker" und simulierte heute Morgen erneut eine Variante, bei der das Hochdrucksystem über England sich nicht nach Osten über Skandinavien - aufgrund eines Tiefdrucksystems über der Barentssee - ausdehnen kann. Der Blick auf die Kontrollläufe zeigte aber auch, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eher einen "kalten Ausreißer" darstellen und in den kommenden Stunden und auch Tage weiter hinsichtlich der Eintreffwahrscheinlichkeit verifiziert werden muss.

Nichtsdestotrotz: heute Nachmittag verschärft das amerikanische Wettermodell die Situation noch etwas. Das Hochdrucksystem positioniert sich zum 4. April mit seinem Kern direkt über England, während zeitgleich sich ein kräftiger Tiefdruckkomplex über der Barentssee ausbilden kann. In Folge daraus bleibt dem Hochdrucksystem nichts anderes "übrig", als über England zu verharren. Da sich Hochdrucksysteme aber im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, werden über das europäische Nordmeer sehr kalte Luftmassen nach Osten transportiert um nachfolgend nach Süden abzutropfen.

Man erkennt in der Simulation (klick auf die Wetterkarte) zudem, dass sich das Muster wiederholt: tiefer Luftdruck "presst" sich zwischen Grönland/Island und dem europäischen Nordmeer nach Osten in Richtung Skandinavien durch, um letztlich in das Tiefdruckzentrum Skandinavien/Barentssee überzugehen. So stellt sich die Hochdruckachse mehr und mehr nach Norden auf und das gesamte Zirkulationsmuster kann im Zeitraum vom 8./14. April meridionalisieren. Also genau zu dem Zeitpunkt, wo in den meisten Bundesländern die Osterferien beginnen und auch noch bis kurz vor Ostern anhalten könnte.

Ob kaltes oder warmes Osterwetter - der Natur ist das relativ und treibt aktuell kräftig aus


Wie kalt könnte es werden? Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe können in den Bereich zwischen -8/-12 Grad absinken, was in tieferen Lagen zu nasskalten Temperaturverhältnissen führen kann. Simuliert werden bspw. für den 14. April Tageshöchstwerte zwischen +5/+10 Grad, was im Verbund mit der höhenkalten Luft für Schnee- oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen ausreichend sein könnte. Die kalten Berechnungen des amerikanischen Wettermodells sind aber nur eine Variante von drei wahrscheinlichen und auch heute Nachmittag zeigt sich, dass diese Variante einen "kalten Ausreißer" darstellt. Die durchaus wahrscheinlichere Variante ist die eine Hochdruckposition entweder über Skandinavien, oder auch über Mitteleuropa, was nach einem kurzen kühlen Intermezzo zwischen dem 8./11. April durchaus auch wieder für wärmere Temperaturen sorgen könnte. Man sieht das sehr gut an den Verhältnissen von zu kalt / Normal / zu warm im nachfolgenden Diagramm: noch ist für das Wetter an Ostern alles an Entwicklungen offen.

Diagramm für Temperaturentwicklung Ostern vom 30. März 2017

Wetter Ostern 2017 - Wettertrend vom 29. März: frühlingshaft mild oder doch noch kalt?

Mit einem Tiefdrucksystem über der Barentssee zum 7./8. April berechneten die Wettermodelle heute Morgen durchaus auch die Möglichkeit einer kühleren Wetterentwicklung, bei der sich das Hochdrucksystem nicht nach Osten in Richtung Skandinavien, sondern weiter nach Westen in Richtung England/Island ausdehnen konnte. In Folge dessen wäre eine nördlich ausgerichtete Grundströmung zum Beginn der Osterferien möglich gewesen.

In der Simulation von heute Nachmittag berechnet das amerikanische Wettermodell das Wetter ab dem 10. April differenzierter, jedoch auch mit einer deutlichen Entwicklungstendenz. So bildet sich nach der Überquerung des Tiefdruckausläufers vom kommenden Wochenende ein neuerliches Hochdrucksystem über England aus, dessen Versuch sich bis nach Skandinavien auszudehnen aber an einem über der Barentssee befindlichen Tiefdrucksystems scheitert. So gelangt Deutschland langsam aber stetig auf die östliche Gradientenseite des Hochdrucksystems und somit in eine nordwestliche Grundströmung, was die Temperaturen allmählich zurückgehen lassen kann. So werden in den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells die Temperaturen bspw. für den 7. April mit +7/+12 Grad deutlich kühler berechnet.

Kühler Start in die Osterferien?

Im Zeitraum vom 8./10. April liegt das Tief weiterhin über der Barentssee, während zeitgleich ein Tief auf dem Atlantik das Hochdrucksystem bei England abschwächt und dieses sich nach Süden über die Azoren zurückziehen kann. So kann es der atlantischen Frontalzone gelingen, sich im Zeitraum vom 10./12. April über dem südlichen Skandinavien, bzw. Deutschland zu positionieren und für einen deutlich unbeständigeren Wettercharakter sorgen. Ob es dabei kalt oder warm werden kann, hängt ganz von der Position des Tiefdrucksystems ab. Nach den Berechnungen von heute Nachmittag zentralisiert sich das Tiefdrucksystem bei England, was über Deutschland zu einer Grenzwetterlage führen kann welche relativ kühle Luftmassen über dem Nordwesten von warmen Luftmassen über dem Südosten trennt. Berechnet werden bspw. für den 13. April +8/+13 Grad über dem Norden und +15/+21 Grad über dem Süden. Da ist also noch viel Entwicklungsspielraum vorhanden. Grundsätzlich bestätigt sich aber der Trend der letzten Tage für ein zunehmend unbeständigeren Wettercharakter zu den Osterferien und kurz vor Ostern.

Wetter Ostern: frühlingshaft mild oder doch noch kalt?


Kontrollläufe bestätigen unbeständigen Wettercharakter vor Ostern

Die Kontrollläufe berechnen einen eindeutigen Trend der Temperaturentwicklung. Zunächst liegt der Mittelwert vom 1./3. April mit +2/+4 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert, sinkt dann leicht ab und steigt vom 7./9. April wieder an und zeigt darüber hinaus Tendenzen zur Normalisierung. So liegt das mögliche Temperaturspektrum kurz vor Ostern zwischen +6/+21 Grad bei einem Mittelwert von +11/+13 Grad im Jahreszeit-typischen Bereich. Deutlicher zeigt sich der normalisierende Temperaturtrend anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm in der unten stehenden Grafik. Sind denn auch noch andere Varianten möglich? Noch sind es knapp 18 Tage bis Ostern, da ist also noch viel an Entwicklungen möglich. In den Kontrollläufen zeigen sich bspw. auch Varianten, welche empfindlich kühl sein können (unter +5/+8 Grad, Wahrscheinlichkeit 15 Prozent) und auch Varianten, welche deutlich über 20 Grad liegen (Wahrscheinlichkeit 10 Prozent). Entscheidend wird die Hochdruckposition sein.

Diagramm für Temperatur- und Niederschlagsentwicklung Ostern vom 29. März 2017

Wetter Ostern 2017 - Wettertrend vom 28. März: Hoch oder Tief - noch ist nichts entschieden

Der sich seit Tagen in den Simulationen verfestigende Trend zu hohem Luftdruck wird auch in den Berechnungen von heute Nachmittag nochmals betätigt. So steigt die Wahrscheinlichkeit - trotz des wechselhaften Wetters vom Wochenende - für eine überwiegende Hochdruckdominanz im ersten April-Drittel an. Hinsichtlich für das Wetter in den Osterferien, bzw. vor Ostern alles andere als Optimal für alle, die sich in der Zeit frühlingshaft mildes Wetter wünschen.

Warum das so ist? Das Wetter folgt gewissen Zyklen, welche sich in etwa alle 2-3 Wochen abwechseln. Nun bestimmt im Zeitraum vom 28. März bis 8. April mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Hochdruckgebiet das Wetter über Mitteleuropa und Deutschland. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ein unbeständiger Wettercharakter das Wetter beeinflussen kann. Und spätestens hier kommt der Zeitraum der Osterferien ins Spiel, welcher in den meisten Bundesländern im Zeitraum vom 10./22. April andauert und Ostern liegt bekanntlich im Zeitraum vom 16./17. April. Gehen wir also der Frage nach, wie wahrscheinlich so ein unbeständiger Wettercharakter in diesem Zeitraum ist?

Das Wettermodell des amerikanischen Wetterdienstes reicht mit seinen Wetterprognosen bis zum 13. April und zeigt im Ansatz den Wetterumschwung. So verlagert sich zum 10. April das bis dahin bestimmende Hochdrucksystem weiter nach Osten und die auf dem Atlantik immer stärker werdenden Tiefdrucksysteme drücken regelrecht in Richtung Mitteleuropa. Die Wetterlage, welche in den Simulationen von heute Nachmittag daraus entstehen kann, ist eine relativ milde, teils warme Südwestwetterlage, bei der sich die sog. atlantische Frontalzone langsam aber stetig bis nach Skandinavien durchsetzen kann. In weiterer Abfolge könnte sich daraus für Ostern eine West- oder gar Nordwestwetterlage entwickeln, bei der das Wetter zum einen unbeständig und windig und zum anderen auch deutlich kühler sein kann.

Wetter Ostern: Hoch oder Tief - noch ist nichts entschieden


Eine Abwandlung dieser Variante ist durch eine starke Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ein entsprechende Gegenreaktion in Form eines ebenso kräftigen Hochdrucksystems möglich. Statt dieses sich nach Osten verlagert, bleibt das Hochdrucksystem stabil über Mitteleuropa und blockiert die Frontalzone bereits auf dem Atlantik, was einer früh sommerlichen Wetterperiode im Zeitraum um Ostern gleichkommen kann. Sie sehen, die Unterschiede sind klein, aber gewaltig in ihrer Auswirkung auf unser Wetter. Nun berechnet das Langfristmodell bereits seit ein paar Wochen einen deutlich zu warmen Temperaturverlauf im April und auch eine negative Niederschlagsentwicklung (zu trocken). Das ist ein klarer Fürsprecher einer Hochdruckdominanz im April - fraglich ist zum heutigen Stand, ob das auch für Ostern gilt.

Die Kontrollläufe jedenfalls stützen einen Temperaturrückgang Anfang April, welcher im Zeitraum vom 4./8. April deutlich ansteigt und vom 9./13. April sich auch ein normalisierendes Niveau einstellen kann. Gleichzeitig steigt die Niederschlagserwartung im zweiten April-Drittel an, was im Gegensatz zum Langfristmodell ein Fürsprecher der unbeständigen und auch kühleren Wetterperiode kurz vor Ostern ist. Die kommenden Tage werden zeigen müssen, wohin die Reise geht.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +6,9 +2,3 +1,0 254,7 l/m² - zu trocken
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