In den Simulationen der Wettermodelle von heute Morgen zeigte sich eine Bestätigung des Trends der letzten Tage, welche über Mitteleuropa noch im ersten April-Drittel den Aufbau eines neuerlichen Hochdrucksystems stützt. Heute Nachmittag wird dieser Trend erneut berechnet. Doch warum ist das für die Wetterentwicklung für den Zeitraum um die Osterferien, bzw. Ostern vom 10./16. April so wichtig?

Umbau der Großwetterlage in Etappen

Die Veränderung einer Großwetterlage geschieht häufig nicht schlagartig, sondern in Etappen. Nun dominiert ein Hochdrucksystem das Wetter der letzten Tage und wird auch noch bis Ende März mit frühlingshaft warmen Temperaturen das Wetter über Deutschland beeinflussen können. Für Anfang April berechnen die Wettermodelle eine Tiefdruckstörung, welche am kommenden Wochenende für Niederschläge und zurückgehende Temperaturen sorgen kann. Im Zeitraum darüber hinaus berechnet das amerikanische Wettermodell eine weiterhin hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, jedoch kann ein Hochdrucksystem von den Azoren über Mitteleuropa zeitweilig eine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch aufbauen. Das entspräche einer "weder noch" aber relativ milden Wetterlage. Das Hochdrucksystem ist nicht stabil genug, als dass es sich gegen die Tiefdrucksysteme behaupten kann, die Tiefdrucksysteme sind aber nicht stark genug, um sich mit einem Zentraltief über Skandinavien positionieren zu können. In Folge kann es neben wechselnder, teils auch starker Bewölkung, durchaus im ersten April-Drittel zu Niederschlägen kommen, diese sind jedoch meist schwach ausgeprägt - von Regenwetter kann man nicht sprechen. Die Temperaturen liegen mit einem Mittelwert von rund +12/+15 Grad knapp über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich. Die Luftdrucktendenz sinkt Anfang April nur kurz von rund 1030 hPa auf 1020 hPa ab, steigt aber darüber hinaus auf 1027 hPa an und sinkt zum 10. April wieder ab.

Es bleibt dabei - das erste April-Drittel entscheidet über das Wetter an Ostern


Der Wettertrend Ostern 2017 wird zunehmend klarer

Nein, gesichert ist der Wettertrend für Ostern grundsätzlich nicht, aber die Bestätigung der Wettermodelle für ein hochdruckdominiertes erstes April-Drittel stützt im zweiten April-Drittel - und damit um den Zeitpunkt um Ostern - die zweite Etappe der Veränderung der Großwetterlage. Nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells kann sich die ohnehin nicht stabile Hochdruckbrücke nur bis zum 8. April halten und löst sich darüber hinaus bis zum 10. April in zweit autarke Hochdrucksysteme auf: eines über den Azoren, das Andere über dem westlichen Russland. In die entstehende "Lücke" über Mitteleuropa können nun die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone vordringen und mit einer nordwestlichen Grundströmung für einen wechselhaften und auch kühleren Wettercharakter sorgen. Kühl ist aber relativ, so bewegen sich typischerweise die Temperaturen Mitte April meist um den Bereich zwischen +13/+18 Grad und nicht selten werden die +20 Grad auch erreicht. Ein richtiger Kaltlufteinbruch mit Graupel- und Schneeschauer bis in tiefere Lagen herab bleibt zwar zum heutigen Stand grundsätzlich nicht auszuschließen, jedoch berechnen auch die sog. Kontrollläufe nur wenige Varianten, welche für kaltes Schauerwetter sorgen könnten. Eher das Gegenteil ist der Fall: so liegt der Mittelwert nach den Kontrollläufen am 10. April um +2/+4 Grad höher als der Langjährige Mittelwert. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich vom 4./9. April eine nur schwache Niederschlagsausprägung, welche vom 9./12. April eine langsam ansteigende Tendenz aufweist. Mit anderen Worten: für das Osterwetter ist noch vieles an Entwicklungen möglich, der Trend geht aber in Richtung wechselhaftes Wetter.

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