Der sich seit Tagen in den Simulationen verfestigende Trend zu hohem Luftdruck wird auch in den Berechnungen von heute Nachmittag nochmals betätigt. So steigt die Wahrscheinlichkeit - trotz des wechselhaften Wetters vom Wochenende - für eine überwiegende Hochdruckdominanz im ersten April-Drittel an. Hinsichtlich für das Wetter in den Osterferien, bzw. vor Ostern alles andere als Optimal für alle, die sich in der Zeit frühlingshaft mildes Wetter wünschen.

Warum das so ist? Das Wetter folgt gewissen Zyklen, welche sich in etwa alle 2-3 Wochen abwechseln. Nun bestimmt im Zeitraum vom 28. März bis 8. April mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Hochdruckgebiet das Wetter über Mitteleuropa und Deutschland. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ein unbeständiger Wettercharakter das Wetter beeinflussen kann. Und spätestens hier kommt der Zeitraum der Osterferien ins Spiel, welcher in den meisten Bundesländern im Zeitraum vom 10./22. April andauert und Ostern liegt bekanntlich im Zeitraum vom 16./17. April. Gehen wir also der Frage nach, wie wahrscheinlich so ein unbeständiger Wettercharakter in diesem Zeitraum ist?

Das Wettermodell des amerikanischen Wetterdienstes reicht mit seinen Wetterprognosen bis zum 13. April und zeigt im Ansatz den Wetterumschwung. So verlagert sich zum 10. April das bis dahin bestimmende Hochdrucksystem weiter nach Osten und die auf dem Atlantik immer stärker werdenden Tiefdrucksysteme drücken regelrecht in Richtung Mitteleuropa. Die Wetterlage, welche in den Simulationen von heute Nachmittag daraus entstehen kann, ist eine relativ milde, teils warme Südwestwetterlage, bei der sich die sog. atlantische Frontalzone langsam aber stetig bis nach Skandinavien durchsetzen kann. In weiterer Abfolge könnte sich daraus für Ostern eine West- oder gar Nordwestwetterlage entwickeln, bei der das Wetter zum einen unbeständig und windig und zum anderen auch deutlich kühler sein kann.

Wetter Ostern: Hoch oder Tief - noch ist nichts entschieden


Eine Abwandlung dieser Variante ist durch eine starke Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ein entsprechende Gegenreaktion in Form eines ebenso kräftigen Hochdrucksystems möglich. Statt dieses sich nach Osten verlagert, bleibt das Hochdrucksystem stabil über Mitteleuropa und blockiert die Frontalzone bereits auf dem Atlantik, was einer früh sommerlichen Wetterperiode im Zeitraum um Ostern gleichkommen kann. Sie sehen, die Unterschiede sind klein, aber gewaltig in ihrer Auswirkung auf unser Wetter. Nun berechnet das Langfristmodell bereits seit ein paar Wochen einen deutlich zu warmen Temperaturverlauf im April und auch eine negative Niederschlagsentwicklung (zu trocken). Das ist ein klarer Fürsprecher einer Hochdruckdominanz im April - fraglich ist zum heutigen Stand, ob das auch für Ostern gilt.

Die Kontrollläufe jedenfalls stützen einen Temperaturrückgang Anfang April, welcher im Zeitraum vom 4./8. April deutlich ansteigt und vom 9./13. April sich auch ein normalisierendes Niveau einstellen kann. Gleichzeitig steigt die Niederschlagserwartung im zweiten April-Drittel an, was im Gegensatz zum Langfristmodell ein Fürsprecher der unbeständigen und auch kühleren Wetterperiode kurz vor Ostern ist. Die kommenden Tage werden zeigen müssen, wohin die Reise geht.

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