Am Wochenende droht ein schwerer Herbststurm, doch zuvor setzt sich der Sommer mit teils hochsommerlich warmen Temperaturen durch, nachfolgend sorgt ein Temperatursturz für einen frühherbstlichen Temperaturcharakter.

Mit viel Sonnenschein ist am heutigen Mittwoch zu rechnen. Ab den Vormittagsstunden aber können sich über den östlichen Regionen Quellwolken bilden und sich in Form von regionalen Schauer und Gewitter entladen. Der Schwerpunkt liegt zum Nachmittag über den östlichen Mittelgebirgsregionen und dem Bayerischen Wald. Sonst bleibt es weitgehend trocken. Der Wind kommt schwach aus südwestlichen Richtungen und frischt im Tagesverlauf über dem Nordwesten stark bis mäßig auf. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad sommerliche Werte und im Bereich über Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Südwesten ist auch das Erreichen der +30 Grad Marke nicht auszuschließen.

Weiterhin sommerlicher September

Ein Tiefdruckzentrum bei England nähert sich am 20. September so langsam Deutschland und führt im Tagesverlauf Wolkenfelder nach Deutschland, was etwa nördlich der Linie vom Saarland und Berlin für die Eintrübung des Sonnenscheins sorgen kann. Über Bayern und Baden-Württemberg scheint häufig die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Niederschläge sind aber so gut wie keine zu erwarten. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad erneut sommerlich warme Werte.

Der September war bislang mehr vom Sommer als vom Herbst geprägt
Der September war bislang mehr vom Sommer als vom Herbst geprägt

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Wetterumschwung: Sturm, Regen und ein Temperatursturz

Die Ausläufer des nach Skandinavien ziehenden Tiefdrucksystems erreichen am 21. September Deutschland und sorgen für überwiegend starke Bewölkung. Bereits zu den Vormittagsstunden setzen über dem Westen die ersten - teils kräftigen - Niederschläge ein, welche sich bis zum Nachmittag entlang einer Linie von Hamburg und Saarbrücken und zum späten Abend auch über die östlichen Landesteile ausdehnen können. Es handelt sich dabei um eine markante Wetterfront, welche auf ihrer Vorderseite mit +24 bis +28Grad und über dem Osten örtlich bis +31 Grad sehr warme Luftmassen nach Deutschland führen kann. Auf der Rückseite werden mit +14 bis +18 Grad deutlich kühlere Luftmassen nach Deutschland transportiert. Dieser Austausch der Luftmassen kann nur mit viel Wind gelingen und der ist mit kräftigen Windböen auch zu erwarten. Über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen sind auch schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Das Potential für Unwetter ist jedenfalls gegeben.

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Rückseitenwetter am Samstag

Das Tiefdruckgebiet zieht am 22. September nach Osten ab und nachfolgend gelangt Deutschland auf die Rückseite des Tiefdrucksystems. So bläst über der Nordhälfte der Wind recht kräftig aus westlichen Richtungen und schwächt sich nach Süden etwas ab. Bleibt es über Bayern und Baden-Württemberg größtenteils stark bewölkt, so kommt es bei wechselnder bis starker Bewölkung über dem Norden immer wieder zu Schauern. Viel an Niederschlag ist aber nicht zu erwarten. Die Temperaturen sind mit +14 bis +18 Grad deutlich frischer als in den Tagen zuvor.

Randtiefentwicklung mit stürmischen Septemberwetter

Im Zeitraum vom 23. und 24. September entsteht auf dem Atlantik eine sog. Randtiefentwicklung (Schnellläufer), gewinnt rasch an Dynamik, erreicht am Sonntag Deutschland und zieht zum Start in die neue September-Woche nach Osten ab.

Schwerer Herbststurm

Details sind bei solch dynamischen Wettervorgängen noch abzuwarten. Sollte sich der Schnellläufer aber so entwickeln können wie es in den aktuellen Vorhersagen der Prognosemodelle simuliert wird, so erreicht dieser am Sonntagnachmittag Deutschland und sorgt in der Nacht auf den Montag und im weiteren Tagesverlauf für stürmische Winde, teils mit schweren Sturmböen bis in tiefere Lagen und über exponierten Lagen, sowie über den Küstenregionen sind auch orkanartige Winde nicht auszuschließen. Diese Wetterlage hat das Potential für schwere unwetterartige Wetterereignisse.

Aktuelle Windprognose - 47 kt entsprechen 87 km/h

Aktuelle Windprognose - 47 kt entsprechen 87 km/h

Kurzzeitig warm, dann kühler

Der Tiefdruckwirbel führt auf seiner Vorderseite am 23. September über dem Süden mit +22 bis +28 Grad nochmals richtig warme Luftmassen heran, während es etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden mit +11 bis +18 Grad deutlich kühler bleiben kann. Am Montag herrschen mit +11 bis +17 Grad dann in ganz Deutschland frühherbstliche Werte vor.

Kräftiger Niederschlag

Auch hier muss man etwas differenzieren. Den größten Einfluss hat die Tiefdruckstörung über dem Norden. So ist dort zum Sonntagnachmittag auch mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen, während über Bayern und Baden-Württemberg häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. In der Nacht auf Montag setzen sich auch über dem Süden die Niederschläge durch, gehen aber im weiteren Tagesverlauf in eine rege Schauerneigung über.

Wird jetzt alles durcheinandergewirbelt? Welche Auswirkungen das Frontensystem auf die weitere Wetterentwicklung haben kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Herbst und Winter 2018/19.

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