Der Juni 2017 bleibt seinem Wetter treu: keine stabile Sommerwetterlage, dafür ein stetes Auf und Ab der Temperaturen mit teils kräftigen Schauern und Gewittern mit örtlichem Potential für Unwetter. Die nächste Runde in dieser immer wieder kehrenden Wetterentwicklung beginnt mit dem heutigen Donnerstag und setzt sich mit einer Abkühlung über das Wochenende und anschließendem Temperaturanstieg zum Beginn der neuen Woche fort (s. Wetter im Juni 2017).

Wetterwechsel steht bevor

Das Auf und Ab der Temperaturen wird von einem Zusammenspiel zwischen Tiefdrucksystemen westlich von Deutschland und einem Hochdruckkeil des Azorenhochs bis über das östliche Europa hervorgerufen. Mal dominiert das Hochdrucksystem das Wettergeschehen, mal die Tiefdrucksysteme mit heißem Vorderseitenwetter und nachfolgender Abkühlung auf der Rückseite. Eine Veränderung in der Großwetterlage kann sich als nur dann ergeben, wenn ein Wettersystem sich nachhaltiger durchsetzen kann.

Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells könnte sich Ende Juni und Anfang Juli das Tiefdrucksystem nachhaltig durchsetzen, welches sich bereits zum 26. Juni über England in Stellung bringen und Deutschland mit der entsprechenden Vorderseitenanströmung nochmals mit sommerlich warmen Temperaturen versorgen kann. Zwischen dem 28. Juni und 1. Juli verlagert sich das Tiefdruckgebiet über die Nordsee und zum 2. Juli über Skandinavien, was über Deutschland zu einer westlichen und kühleren Grundströmung führen kann. Der Übergang von sommerlich heiß hin zu sommerlich frisch könnte im Zeitraum vom 27. bis 29. Juni turbulent ausfallen und nachfolgend in einen unbeständigen, windigen und wechselhaften Wettercharakter übergehen. Die Tageshöchstwerte werden vom amerikanischen Wettermodell Anfang Juli mit frischen +16 bis +23 Grad im leicht zu kühlen Bereich simuliert.

Schauer und Gewitter im Alpenvorland auf dem See
Der Sommer kann auch anders

Wie wahrscheinlich ist der Wetterwechsel im Juli?

Nicht nur die Wettermodelle unterstützen eine Abkühlung Anfang Juli, auch die Kontrollläufe berechnen eine spürbare Abkühlung in den ersten Julitagen. So liegt das Temperaturspektrum mit einem Mittelwert von +17 bis +19 Grad etwa um 3 bis 5 Grad unter dem Niveau, welches für die Jahreszeit typisch wäre. Ein Kaltstart in den Juli ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher als eine neuerliche Hitzeperiode. Die Natur wird es freuen, denn bislang glänzte der Juni nicht nur wegen der sehr warmen Temperaturen (Abweichung +2,2 Grad), sondern auch mit einem Niederschlagsdefizit, welches zum heutigen Stand erst 44 Prozent des Sollwertes erreicht hat. Der wahrscheinliche Wetterwechsel kommt zudem noch zu einem ungünstigen Zeitpunkt im Siebenschläferzeitraum. Gegen 17:00 Uhr klären wir die möglichen Auswirkungen des Wetterwechsels auf das Wetter im Sommer.

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Die hochsommerliche Wetterphase bleibt bis zum kommenden Donnerstag erhalten und endet voraussichtlich mit kräftigen Schauern und Gewittern mit örtlichem Unwetterpotential am Donnerstagabend. Anschließend stellt sich die Großwetterlage langsam um, was sich bereits am kommenden Wochenende mit vermehrten Wolken und von Norden zurückgehenden Temperaturen bemerkbar machen kann. Nichtsdestotrotz bleibt der sommerliche Grundcharakter bis zum Start in die neue Woche vor allem noch über Süddeutschland erhalten.

Kaltstart beim Wetter im Juli 2017?

Die Simulationen der Wettermodelle der letzten Tage berechneten für Ende Juni und Anfang Juli einen Wetterwechsel von sommerlich heiß auf normal bis leicht zu kühl. Das amerikanische Wettermodell bestätigt heute diese Simulationen und berechnet im Zeitraum vom 26. bis 28. Juni ein sich über England positionierendes Tiefdruckgebiet, welches auf seiner Vorderseite nochmals sehr warme, aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen kann (+23 bis +28 Grad). Teils kräftige Schauer und Gewittern sind in diesem Zeitraum wahrscheinlich.
Im Zeitraum vom 29. Juni bis 1. Juli verlagert sich das Tiefdrucksystem über die Nordsee und zum 2. Juli nach Skandinavien. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit auf den südlichen Tiefdruckgradienten, was aus westlichen Richtungen spürbar kühlere Luftmassen heranführen kann. Sollte sich diese Simulation durchsetzen können, so wäre vom 29. Juni bis 4. Juli mit einer unbeständigen, windigen und auch kühlen Westwindwetterlage zu rechnen, bei der die Tageshöchstwerte mit +15 bis +20 Grad unter dem langjährigen Mittelwert im zu kalten Bereich liegen können.

Das europäische Wettermodell berechnet den Durchbruch der atlantischen Frontalzone bis zum 1. Juli, was die Simulation des amerikanischen Wettermodells weitgehend stützt, sich aber im Temperaturverhalten bis Ende Juni noch unterscheidet. So können nach dem europäischen Wettermodell vor allem über dem Süden und Osten die sommerlich warmen, teils auch heißen Temperaturwerte bis zum 30. Juni gehalten werden und gehen anschließend mit +16 bis +23 Grad spürbar zurück.

Temperaturrückgang Anfang Juli sehr wahrscheinlich

Die Kontrollläufe stützen - wie in den letzten Tagen auch - den Temperaturrückgang in den ersten Julitagen mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +15 bis +28 Grad (Mittelwert: +20 bis +21 Grad) und am 5. Juli zwischen +14 bis +25 Grad (Mittelwert: +20 Grad). So könnte der Mittelwert nach den Kontrollläufen etwa um 1 bis 3 Grad zu kalt gegenüber dem Sollwert ausfallen. Allerdings zeigt sich auch, dass die Simulation des amerikanischen Wettermodells gegenüber seinen Kontrollläufen zu kalt ausfällt und zum heutigen Stand noch als "Ausreißer" bezeichnet werden kann. Es ist also noch fraglich, ob die simulierten Tageshöchstwerte von +15 bis +20 Grad eintreten werden - viel wahrscheinlicher sind Werte im Bereich von +18 bis +24 Grad.
In der Niederschlagsberechnung zeigt sich über dem Norden vom 24. Juni bis 5. Juli und über dem Süden vom 28. Juni bis 5. Juli eine erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit. Mit anderen Worten: eine stabile Sommerwetterlage sucht man heute vergebens, stattdessen ist nach der Hitzeperiode im Juni eine Abkühlung Anfang Juli zum heutigen Stand die wahrscheinlichste Wetterentwicklung. Gegen 17:00 Uhr klären wir in einem weiteren Wettertrend, welchen Einfluss das auf den Siebenschläferzeitraum und möglicherweise auf das Wetter im Sommer 2017 haben kann.

Die Wetterprognosen bis Ende Juni ziehen zwei wesentliche Wetterentwicklungen in Betracht. Zum einen ein weiteres Auf und Ab der Temperaturen und zum anderen eine neuerliche kurze Hitzewelle zwischen dem 26. und 28. Juni. Darüber hinaus bewegen sich die Temperaturen dem Jahreszeit typischen Werten entgegen und können Ende Juni allgemein kühler werden.

Wetterwechsel Anfang Juli?

Die Wettermodelle - und insbesondere das amerikanische Wettermodell - berechnen in den letzten Tagen vermehrt Varianten, welche der Hitze vom Juni Anfang Juli ein Ende bereiten könnten. Die Berechnungen der Großwetterlage laufen nach dem immer gleichen Schema ab. Der Hochdruckkeil des Azorenhochs bleibt in Richtung Mitteleuropa wenig stabil, während zeitgleich die atlantische Frontalzone mit ihrer Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien verlaufen kann. Ein stabiles und sommerliches Hochdrucksystem über Skandinavien ist für Anfang Juli somit wenig wahrscheinlich, aber auch für ein autarkes Hoch über Mitteleuropa schwinden die Wahrscheinlichkeiten zum Start des zweiten Sommermonats.
Bleiben noch eine warme, aber auch durchwachsene und zu Gewittern neigende Südwestwetterlage, oder aber die im Sommer "gefürchtete" Westwetterlage, wobei ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung neben der Hitze auch gerne mal eine Abkühlung mit Regenwetter bevorzugt.
"Gefürchtet" deshalb, da eine Westwetterlage mit entsprechend abflachenden Azorenhoch durchaus eine längere Präsenz zeigen könnte und der Zeitraum genau in den Zeitraum der Wettersingularität der sog. Siebenschläferregel fällt. Sieben Wochen windiges Regenwetter bei unterkühlten Temperaturen wäre wohl kaum wünschenswert, kam in der Vergangenheit aber schon mal vor. Aber das Wetter hält sich nicht an Wünsche, genauso wenig wie an Statistiken.

Siebenschläferzeitraum zu kühl?

Es geht um den Wettertrend für Juli und der wird zum Beginn sowohl von den Simulationen der Wettermodelle, als auch von den Kontrollläufen durchwachsen und gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einem negativen (zu kühlen) Temperaturtrend berechnet. Hinsichtlich der langen Zeitspanne sind in den kommenden Tagen sicherlich noch Veränderungen möglich, zeigt aber sogleich, dass das Wetter derzeit noch Meilenweit von einer stabilen Sommerwetterlage entfernt ist. Deutlicher zeigt sich der Temperaturtrend im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 20.06.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Nun mag man zum Siebenschläferzeitraum stehen wie man will, faktisch zeigt sich über dem süddeutschen Raum eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent und in manchen Regionen gar bis 80 Prozent. Das ist schon als signifikant zu bewerten. Insofern werden die kommenden Tage sicherlich interessant werden, wie die Wettermodelle letztlich die Wetterentwicklung in den ersten Julitagen berechnen werden. Zum heutigen Stand jedenfalls mit höherer Wahrscheinlichkeit wechselhaft mit Temperaturen, welche für die Jahreszeit als normal und im Trend leicht zu kühl zu bewerten sind.

Langfristmodell: normales Wetter im Juli 2017 zu erwarten

Die Wetterprognosen für den Juli des Langfristmodells bleiben gegenüber den Berechnungen der letzten Wochen nahezu unverändert und interpretieren den Juli gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad als normal und im Trend mit einer Abweichung von bis +1 Grad als leicht zu warm. Nicht anders sehen die Berechnungen auch für den August 2017 aus. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich zum heutigen Stand für den Juli ein negativer Trend (zu trocken). Wie der Juli gegenüber den anderen Sommermonaten nach der Simulation des Langfristmodells einzustufen ist, zeigt das nachfolgende Diagramm der Abweichung der Temperaturen und des Niederschlages.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 20.06.2017

Der erste Sommermonat, der Juni, glänzte bisweilen mit einem steten Auf und Ab der Temperaturen bei einer wenig stabilen Sommerwetterlage. Immer wieder gelang es Tiefdrucksystemen der atlantischen Frontalzone sich bis nach Skandinavien durchzusetzen und auf ihrer Vorderseite sehr warme und auf der Rückseite entsprechend kühle Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz zu führen. Zum aktuellen Stand beträgt die Temperaturabweichung der bereits vergangenen Juni Tage gegenüber dem langjährigen Mittelwert +1,6 Grad und blickt man auf die Wetterentwicklung der kommenden Tage und bis Ende Juni, so ist keine "Kältewelle" in den Simulationen der Wettermodelle zu erkennen, welche den Temperaturüberschuss noch normalisieren könnte. In Folge dessen wird der Juni als erster Sommermonat wohl zu warm ausfallen können.

Wetteraussichten Sommer 2017: Die Wetterentwicklung im Siebenschläferzeitraum

Gemeinhin gilt der 27. Juni als Siebenschläfertag und wie sich das Wetter an diesem Tage zeigt, so sollen die kommenden sieben Wochen verlaufen und damit das Wetter im Sommer maßgeblich beeinflussen können. Statistisch gesehen ist diese Regel an einem Tag aber nicht ganz korrekt und erstreckt sich meist auf einen Zeitraum vom 27. Juni bis 11. Juli. So wie sich die Großwetterlage in diesem Zeitraum entwickelt, so ist dieser mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für die nächsten sieben Wochen zu erwarten.

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 27. Juni bis 5. Juli einen stets gleichen Ablauf der Entwicklung der Großwetterlage, welcher sich gegenüber der aktuellen Entwicklung kaum unterscheidet. So gelingt es dem Azorenhoch Ende Juni und Anfang Juli immer wieder einen Hochdruckkeil in Richtung Deutschland, Österreich und die Schweiz aufzubauen, während zur gleichen Zeit die Tiefdruckrinne der atlantischen Frontalzone zwischen Neufundland, Island und Skandinavien aktiv sein kann. Somit bleibt die Wetterentwicklung nach diesen Berechnungen in den ersten Juli Tagen wenig stabil, die Temperaturen sind aber mit +20 bis +25 Grad durchaus als sommerlich zu bezeichnen und entsprechen im Mittelwert von +21 Grad durchaus dem für Juli Jahreszeit typischen Durchschnittswert. Hitzeperioden sind weniger wahrscheinlich.

Sommer, Sonne, Strand und blaues Wasser
Sommer, Sonne, Strand und blaues Wasser, der Hochsommer im Juli - auch in 2017?

Verifikation der Simulation Anfang Juli

Wie wahrscheinlich ist eine "normale" Temperaturentwicklung in den ersten Julitagen und wie stehen die Chancen auf eine stabile Wetterlage? Die ersten Bundesländer starten mit dem kommenden Wochenende in die Sommerferien, insofern ist die Frage nach dem Wetter durchaus berechtigt, auch wenn das Entwicklungsspektrum für Anfang Juli noch breit aufgestellt ist und noch viele Variationen ermöglicht. Allerdings bestätigen die sog. Kontrollläufe in den letzten Tagen einen steten Abwärtstrend der Temperaturen, welche Ende Juni noch über und Anfang Juli unter dem langjährigen Mittelwert im etwas zu kalten Bereich liegen können. Es ist also keinesfalls gesichert, als dass der Juli 2017 sommerlich warm starten wird.
Zudem wird die Niederschlagsneigung nach den Kontrollläufen vom 1. bis 5. Juli generell leicht erhöht simuliert, was eine stabile Sommerwetterlage zum heutigen Stand wenig wahrscheinlich macht. Anders formuliert: Der Juli hat eine höhere Wahrscheinlichkeit durchwachsen und normal zu starten.

Langfristmodell: normale Wetteraussichten für den Juli 2017

Der zweite Sommermonat soll nach der heutigen Wetterprognose des Langfristmodells mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal und im Trend mit einer Abweichung von bis +1 Grad etwas zu warm ausfallen können. Auch hier bestätigt sich: eine Hitzewelle, wie sie aktuell vorherrschend ist, ist Anfang Juli zunächst einmal nicht in Sicht und damit weniger wahrscheinlich. In der Niederschlagsentwicklung wird der Juli 2017 vom Langfristmodell gegenüber seinem Sollwert normal und im Trend leicht zu trocken berechnet. Wie sich der Juli im Vergleich zu den anderen Sommermonaten nach den Berechnungen des Langfristmodells entwickeln kann, zeigt sich deutlicher im nachfolgenden Diagramm.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 19.06.2017

Im zweiten Sommermonat Juli kommt das Wetter in eine hoch sommerliche Phase. Insbesondere im Zeitraum nach dem 15. Juli kommt es gemäß der Statistik häufiger zu länger andauernden Warmphasen, den sog. Hundstagen (was mit Hunde nichts zu tun hat). Mit durchschnittlich +16,9 Grad ist der Juli einer der wärmsten Monate und mit 78 l/m² Niederschlag gehört er aber auch zu den niederschlagsreichsten Monaten im ganzen Jahr.

Wie wird das Wetter im Juli 2017 - lässt sich schon etwas darüber sagen?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Wetterprognosen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen, welche letztlich das Wetter mit beeinflussen können. Zunächst bedeutet der Randfaktor der schwachen Sonnenaktivität eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen durchwachsenen Juli. Warum? Eine "schwache" Sonne hat häufiger eine höhere Tiefdruckaktivität und damit vermehrt Wolken zur Folge. Mehr Wolken und häufiger Niederschlag führen zu niedrigeren Temperaturen, was aber nicht damit gleichzusetzen ist, als dass der Juli zu kalt ausfallen könnte.

Prognose des Langfristmodells

Denn genau das Gegenteil ist nach dem aktuellen Wettertrend des Langfristmodells der Fall. Der Sommermonat Juli soll demnach mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm ausfallen und in der Niederschlagsbewertung zeigen sich keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert.

Diagramm der Temperaturentwicklung Juli 2017 vom 02. Mai 2017

Theorie des Ausgleichsverhaltens

Eine eher hypothetische Annahme ist das Ausgleichsverhalten, welches nach einem zu warmen Winter und einem zu warmen März im April die Kehrtwende brachte. Was ist das Ausgleichsverhalten? Kurz und knapp: auf eine längere Wärmeperiode folgt häufiger eine länger andauernde kühle Temperaturperiode und nach einer zu nassen Wetterperiode folgt eine trockene Witterungsperiode nach und jeweils umgekehrt. Was bedeutet das? Der April zeigte sich nach einem deutlich zu warmen Start durch eine deutlich zu kalte Temperaturperiode in der zweiten April Hälfte letztlich normal. Auffällig war aber die Länge der Kaltperiode, zumeist sind Kaltlufteinbrüche im April nur von kurzer Dauer und könnte sich zum aktuellen Stand auch im ersten Mai Drittel noch durchsetzen. Es deutet also derzeit vieles auf ein Ausgleichsverhalten hin, welches - nach einer gewissen Dauer - selbst in eine Erhaltungsneigung übergehen kann. Spielt man das in der Theorie durch, so könnte der Mai normal bis leicht zu kühl ausfallen, während der Juni anfangs noch durchwachsen und später spürbar wärmer werden könnte, bevor im Juli sich das neuerliche Ausgleichsverhalten mit wärmeren Temperaturen durchsetzen könnte.

Was sagt die Statistik zum Juli?

Geht es rein nach der Statistik, so ist die Wetterprognose relativ eindeutig. Die Julimonate der letzten 20 Jahre waren mit Ausnahme von 5 Jahren deutlich zu warm. Im Rückblick auf die letzten 10 Jahre ergab sich gerade einmal ein Julimonat, welcher zu kalt ausgefallen ist. Aber nicht nur das: blickt man auf den Durchschnittswert von 2011 bis 2016, so liegt dieser mit einer Abweichung von +1,5 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Betrachtet man den Zeitraum von 2001 bis 2010, so beträgt die Abweichung sogar +1,7 Grad.

Klimadiagramm Juli der letzten 20 Jahre

Die nächste Aktualisierung zum Wetter Juli 2017 erfolgt am Montag, den 19. Juni gegen 17:00 Uhr.