Wetter im Juli 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Juli 2017 - Wetterprognose vom 21.06.2017: Abkühlung Anfang Juli?

  • M. Hoffmann

Die hochsommerliche Wetterphase bleibt bis zum kommenden Donnerstag erhalten und endet voraussichtlich mit kräftigen Schauern und Gewittern mit örtlichem Unwetterpotential am Donnerstagabend. Anschließend stellt sich die Großwetterlage langsam um, was sich bereits am kommenden Wochenende mit vermehrten Wolken und von Norden zurückgehenden Temperaturen bemerkbar machen kann. Nichtsdestotrotz bleibt der sommerliche Grundcharakter bis zum Start in die neue Woche vor allem noch über Süddeutschland erhalten.

Kaltstart beim Wetter im Juli 2017?

Die Simulationen der Wettermodelle der letzten Tage berechneten für Ende Juni und Anfang Juli einen Wetterwechsel von sommerlich heiß auf normal bis leicht zu kühl. Das amerikanische Wettermodell bestätigt heute diese Simulationen und berechnet im Zeitraum vom 26. bis 28. Juni ein sich über England positionierendes Tiefdruckgebiet, welches auf seiner Vorderseite nochmals sehr warme, aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen kann (+23 bis +28 Grad). Teils kräftige Schauer und Gewittern sind in diesem Zeitraum wahrscheinlich.
Im Zeitraum vom 29. Juni bis 1. Juli verlagert sich das Tiefdrucksystem über die Nordsee und zum 2. Juli nach Skandinavien. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit auf den südlichen Tiefdruckgradienten, was aus westlichen Richtungen spürbar kühlere Luftmassen heranführen kann. Sollte sich diese Simulation durchsetzen können, so wäre vom 29. Juni bis 4. Juli mit einer unbeständigen, windigen und auch kühlen Westwindwetterlage zu rechnen, bei der die Tageshöchstwerte mit +15 bis +20 Grad unter dem langjährigen Mittelwert im zu kalten Bereich liegen können.

Das europäische Wettermodell berechnet den Durchbruch der atlantischen Frontalzone bis zum 1. Juli, was die Simulation des amerikanischen Wettermodells weitgehend stützt, sich aber im Temperaturverhalten bis Ende Juni noch unterscheidet. So können nach dem europäischen Wettermodell vor allem über dem Süden und Osten die sommerlich warmen, teils auch heißen Temperaturwerte bis zum 30. Juni gehalten werden und gehen anschließend mit +16 bis +23 Grad spürbar zurück.

Temperaturrückgang Anfang Juli sehr wahrscheinlich

Die Kontrollläufe stützen - wie in den letzten Tagen auch - den Temperaturrückgang in den ersten Julitagen mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +15 bis +28 Grad (Mittelwert: +20 bis +21 Grad) und am 5. Juli zwischen +14 bis +25 Grad (Mittelwert: +20 Grad). So könnte der Mittelwert nach den Kontrollläufen etwa um 1 bis 3 Grad zu kalt gegenüber dem Sollwert ausfallen. Allerdings zeigt sich auch, dass die Simulation des amerikanischen Wettermodells gegenüber seinen Kontrollläufen zu kalt ausfällt und zum heutigen Stand noch als "Ausreißer" bezeichnet werden kann. Es ist also noch fraglich, ob die simulierten Tageshöchstwerte von +15 bis +20 Grad eintreten werden - viel wahrscheinlicher sind Werte im Bereich von +18 bis +24 Grad.
In der Niederschlagsberechnung zeigt sich über dem Norden vom 24. Juni bis 5. Juli und über dem Süden vom 28. Juni bis 5. Juli eine erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit. Mit anderen Worten: eine stabile Sommerwetterlage sucht man heute vergebens, stattdessen ist nach der Hitzeperiode im Juni eine Abkühlung Anfang Juli zum heutigen Stand die wahrscheinlichste Wetterentwicklung. Gegen 17:00 Uhr klären wir in einem weiteren Wettertrend, welchen Einfluss das auf den Siebenschläferzeitraum und möglicherweise auf das Wetter im Sommer 2017 haben kann.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Juli

  • Ab Mitte Juli läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. Juli (Hundstage)
  • Der Juli wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. Juli eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15. Juli
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22. Juli
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31. Juli

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