Im zweiten Sommermonat Juli kommt das Wetter in eine hoch sommerliche Phase. Insbesondere im Zeitraum nach dem 15. Juli kommt es gemäß der Statistik häufiger zu länger andauernden Warmphasen, den sog. Hundstagen (was mit Hunde nichts zu tun hat). Mit durchschnittlich +16,9 Grad ist der Juli einer der wärmsten Monate und mit 78 l/m² Niederschlag gehört er aber auch zu den niederschlagsreichsten Monaten im ganzen Jahr.

Wie wird das Wetter im Juli 2017 - lässt sich schon etwas darüber sagen?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Wetterprognosen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen, welche letztlich das Wetter mit beeinflussen können. Zunächst bedeutet der Randfaktor der schwachen Sonnenaktivität eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen durchwachsenen Juli. Warum? Eine "schwache" Sonne hat häufiger eine höhere Tiefdruckaktivität und damit vermehrt Wolken zur Folge. Mehr Wolken und häufiger Niederschlag führen zu niedrigeren Temperaturen, was aber nicht damit gleichzusetzen ist, als dass der Juli zu kalt ausfallen könnte.

Prognose des Langfristmodells

Denn genau das Gegenteil ist nach dem aktuellen Wettertrend des Langfristmodells der Fall. Der Sommermonat Juli soll demnach mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm ausfallen und in der Niederschlagsbewertung zeigen sich keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert.

Diagramm der Temperaturentwicklung Juli 2017 vom 02. Mai 2017

Theorie des Ausgleichsverhaltens

Eine eher hypothetische Annahme ist das Ausgleichsverhalten, welches nach einem zu warmen Winter und einem zu warmen März im April die Kehrtwende brachte. Was ist das Ausgleichsverhalten? Kurz und knapp: auf eine längere Wärmeperiode folgt häufiger eine länger andauernde kühle Temperaturperiode und nach einer zu nassen Wetterperiode folgt eine trockene Witterungsperiode nach und jeweils umgekehrt. Was bedeutet das? Der April zeigte sich nach einem deutlich zu warmen Start durch eine deutlich zu kalte Temperaturperiode in der zweiten April Hälfte letztlich normal. Auffällig war aber die Länge der Kaltperiode, zumeist sind Kaltlufteinbrüche im April nur von kurzer Dauer und könnte sich zum aktuellen Stand auch im ersten Mai Drittel noch durchsetzen. Es deutet also derzeit vieles auf ein Ausgleichsverhalten hin, welches - nach einer gewissen Dauer - selbst in eine Erhaltungsneigung übergehen kann. Spielt man das in der Theorie durch, so könnte der Mai normal bis leicht zu kühl ausfallen, während der Juni anfangs noch durchwachsen und später spürbar wärmer werden könnte, bevor im Juli sich das neuerliche Ausgleichsverhalten mit wärmeren Temperaturen durchsetzen könnte.

Was sagt die Statistik zum Juli?

Geht es rein nach der Statistik, so ist die Wetterprognose relativ eindeutig. Die Julimonate der letzten 20 Jahre waren mit Ausnahme von 5 Jahren deutlich zu warm. Im Rückblick auf die letzten 10 Jahre ergab sich gerade einmal ein Julimonat, welcher zu kalt ausgefallen ist. Aber nicht nur das: blickt man auf den Durchschnittswert von 2011 bis 2016, so liegt dieser mit einer Abweichung von +1,5 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Betrachtet man den Zeitraum von 2001 bis 2010, so beträgt die Abweichung sogar +1,7 Grad.

Klimadiagramm Juli der letzten 20 Jahre

Die nächste Aktualisierung zum Wetter Juli 2017 erfolgt am Montag, den 19. Juni gegen 17:00 Uhr.

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