Wetter Dezember 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Dezember 2018: aktuelle Wettervorhersage vom 25.11.2018 - Zwischen turbulenten Atlantik- und stabilem Hochdruckwetter

Welche Chancen hat der Winter in der ersten Dezemberdekade? Die Vorhersagen der Wettermodelle werden zunehmend konkreter. Der Spielraum der Möglichkeiten wird kleiner.

Der November sorgt nochmals für Abwechslung. So sind zum Start in die neue Woche über dem Süden Niederschläge - teils als Schnee, teils als Regen - möglich und ab Mittwoch frischt der Wind über dem Norden stürmisch auf . An den Küsten sind auch schwere Sturmböen zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2018.

Sturmtief mit Kurs auf Mitteleuropa

So viel Wetteraction hat es den ganzen Monat über nicht gegeben. Der Grund hierfür sind kräftige Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, welche das bislang gestörte Zirkulationsmuster (Blockadehoch) wieder normalisieren (Zonalisierung West-Ost) möchten. Sollte der atlantischen Frontalzone der Durchbruch gelingen, so hätte das weitreichende Folgen für das Wetter im Dezember 2018.

Dezember 2018: Ob warm oder kalt, ob regnerisch oder trocken - die Position eines Hochdrucksystems kann das Wetter nachhaltig beeinflussen
Dezember 2018: Ob warm oder kalt, ob regnerisch oder trocken - die Position eines Hochdrucksystems kann das Wetter nachhaltig beeinflussen

Wetterprognose Amerikanisches Vorhersage-Modell: Hochdruckzone über der Mittelmeerregion

Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells simulierte heute Nacht und heute Morgen eine Variante - welche für alle die sich Niederschlag, oder winterliche Temperaturen wünschen - denkbar ungünstig ist.

Dürre hält an

Die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik drückt das Hoch in den ersten Dezembertagen nach Osten weg und es baut sich vom westlichen Russland über die Mittelmeerregion bis zu den Azoren eine Hochdruckzone auf. Das Strömungsmuster kippt auf südwestliche Richtungen. Das Hochdrucksystem bildet sich im weiteren Verlauf zu einem autarken Mittelmeerhoch aus, was die Tiefdrucksysteme von Deutschland, Österreich und der Schweiz fernhält. Niederschläge sind bei dieser Varianten nur ganz vereinzelt und häufiger über dem Norden zu erwarten. Sonst dominieren dichte Nebel- und Hochnebelfelder das Wettergeschehen und sobald diese sich auflösen, kann auch für längere Zeit die Sonne zum Vorschein kommen.

Mit Sonnenschein gibt´s milde Temperaturen

Bleibt es neblig-trüb, so sind nach dieser Wetterprognose Tageswerte von +0 bis +5 Grad möglich. Kommt die Sonne aber zum Vorschein, so könnten die Werte rasch auf bis +10 Grad ansteigen. Der Wind kann über dem Norden zeitweilig böig auffrischen, ist sonst aber schwach und kommt überwiegend aus südlichen Richtungen.

Ein Hoch an dieser Stelle hätte eine milde und trockene erste Dezember-Dekade zur Folge
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ein Hoch an dieser Stelle hätte eine milde und trockene erste Dezember-Dekade zur Folge © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersage-Modell: Tief prallt auf Hoch

Die Wettervorhersage des europäischen Modells ist Anfang Dezember ganz ähnlich. Die atlantische Frontalzone ist mit Tiefdrucksystemen zwischen dem Atlantik, Island und England gut aufgestellt. Doch über dem westlichen Russland beginnt sich vom Kontinentalhoch ausgehendend eine Verbindung zum Azorenhoch aufzubauen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz kommen somit zwingend in eine südwestlich orientierte Grundströmung, was die Tageswerte zum 2. Dezember auf +4 bis +8 Grad ansteigen lassen kann. Im weiteren Verlauf unternimmt die atlantischen Frontalzone einen weiteren Anlauf und stößt bis zum 3. Dezember nach Mitteleuropa vor. Gleichzeitig entsteht auf dem Atlantik über den Azoren ein Tiefdrucksystem, welches die Tiefdruckachse von Südwest nach Nordost ausrichtet.

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So wird etwas Dynamik aus dem Prozess genommen, welches das Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion für sich nutzt und im Zeitraum vom 4. und 5. Dezember nach Norden aufstrebt. Die Tiefdrucksysteme laufen voll auf das Hoch auf und mit einer südlichen Grundströmung werden bei einem weitgehend trockenen Wettercharakter milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können.

Doch die Wetterprognose des europäischen Wettermodells kann auch noch ganz anders ausgehen. Zu eng ist der Bereich zwischen milder Vorderseitenanströmung und unwetterartigen Starkwindereignissen. Wenige hundert Kilometer können hier entscheidend sein und die Wettervorhersage ist bei weitem nicht so eindeutig, wie nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell.

Nach durchwachsenem Start folgt mildes und trockenes Dezemberwetter
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nach durchwachsenem Start folgt mildes und trockenes Dezemberwetter © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Es kommt Bewegung ins Spiel

Über Tage hinweg waren die Temperaturprognosen der Kontrollläufe wenig Richtungweisend und simulierten einen Mittelwert, welcher sich gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen Bereich bewegte. Das hat sich heute verändert.

Phasenweise zu warm

Dass es die atlantische Frontalzone ernst meint, sieht man an der ansteigenden Temperaturkurve Ende November. Anfang Dezember sinkt diese wieder ab. Die Tiefdrucksysteme sorgen entlang ihrer Vorderseite für die Zufuhr milder Luftmassen, welche auf der Rückseite wieder kältere Luft heranführen können.

Das Temperaturspektrum liegt am 1. Dezember zwischen -2 bis +9 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Osten, sonst um +7 Grad), am 6. Dezember zwischen -2 bis +12 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Osten, sonst +6 Grad) und am 10. Dezember zwischen -4 bis +9 Grad (Mittelwert: +2 bis +3 Grad über dem Westen und Norden, +1 Grad über dem Süden und 0 Grad über dem Osten). Der Trend zu kühleren Temperaturen zum Beginn der zweiten Dezemberdekade bleibt erhalten, doch sollte sich dieser Wettertrend durchsetzen, so wäre das erste Dezemberdrittel gegenüber dem langjährigen Mittelwert als zu warm zu bewerten.

Niederschlagsprognose

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist Ende November deutlich erhöht und sinkt zwischen dem 2. und 4. Dezember in den schwachen Bereich ab. Darüber hinaus ist eine schwache bis mäßig hohe Niederschlagsentwicklung erkennbar.

Amerikanisches Wettermodell: Ein warmer Ausreißer, oder Trendsetter?

Auffällig ist in den letzten Wetterprognosen des amerikanischen Vorhersage-Modells, dass diese Berechnungen jeweils zu den wärmsten, teils deutlich zu warmen Varianten der Kontrollläufe gehören. Anstatt aber eine Korrektur stattfindet, wird dieser Kurs beibehalten. Entweder ist es ein früher Trendsetter für einen deutlich zu warmen Dezember, oder die Korrekturen erfolgen im Tagesverlauf.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 25.11.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Zusammenfassung

  • Die atlantischen Tiefdrucksysteme rücken in Richtung Mitteleuropa vor und sorgen Ende November für windiges Wetter
  • Anfang Dezember beruhigt sich die Wetterlage kurzzeitig und es wird etwas kühler
  • Doch rasch nähern sich weitere Tiefdrucksysteme und führen mildere Luftmassen nach Deutschland
  • Ob sich nun die atlantische Frontalzone, oder ein Hoch über dem östlichen Europa und der Mittelmeerregion wird durchsetzen können, ist zum heutigen Stand nicht zu beantworten
  • Beide Varianten aber eröffnen für den Winter in der ersten Dezember-Dekade nur geringe Chancen
  • Wahrscheinlicher ist ein unbeständiger Wettercharakter bei jahreszeitlich leicht zu warmen Temperaturen
  • Die Prognose des amerikanischen Vorhersage-Modells ist erneut eine deutlich zu warme Variante. Korrekturen sind zu erwarten
  • Ein negativer Temperaturtrend bleibt der zweiten Dezemberdekade vorbehalten

Gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend eine Aktualisierung der Wettervorhersage zum Wetter Winter 2018/19.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Dezember

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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