Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 04.12.2019 - Unwetterartige Wetterentwicklungen

Ansteigendes Sturmpotential und turbulente Wetterereignisse. Die Großwetterlage stellt sich zum 2. Advent um und wird alles andere als freundlich ausfallen. Wann kommt Schnee und hat der Winter überhaupt eine Chance?

Der Dezember verläuft noch bis zum 6. Dezember ruhig. Nach Nebelauflösung kommt verbreitet die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen pendeln sich um die +5 Grad Marke herum ein. Ab dem Nikolaus-Tag kommt es zu einem Wetterwechsel, der sich im wahrsten Sinne des Wortes gewaschen hat.

Ein Sturmfeld nach dem anderen überquert Deutschland von West nach Ost und sorgt über tieferen Lagen für stürmische Windböen, die über exponierten Lagen und entlang den Küstenregionen zu einem vollwertigen Sturm anwachsen können. Am 2. Advent und zum Start in die neue Woche sind über manchen Regionen orkanartige Winde nicht auszuschließen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Ein Sturm zieht auf
Ein Sturm zieht auf

Erhöhtes Potential unwetterartiger Wetterereignisse

Verantwortlich für die stürmischen Winde ist ein Tief über Skandinavien, was sich über das Adventswochenende kaum von der Stelle bewegt. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen am südlichen Tiefdruckgradienten, was neben Regen und milden Temperaturen auch zu unwetterartigen Starkwindereignissen führen kann. Der Höhepunkt ist voraussichtlich am Sonntagabend und in der Nacht auf den Montag zu erwarten. Bei dynamischen Wetterentwicklungen bleiben die Details aber noch abzuwarten.

Stürmisches Adventswochenende
Stürmisches Adventswochenende
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Kräftiger Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada

Die Zonalisierung versucht sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells nachhaltig durchzusetzen und so bleibt der Wettercharakter bis zum 14. Dezember als turbulent und abwechslungsreich zu bewerten. Auch stürmische Winde spielen weiterhin eine Rolle.

Nasskalter Temperaturtrend

Doch so einfach wird es der Westwetterlage nicht gemacht. Zum 12. Dezember strebt auf dem Atlantik ein Keil des Azorenhochs nach Norden auf und lässt die Grundströmung über Mitteleuropa auf nordwestliche Richtungen abkippen. Es wird kühler, doch vom Winter fehlt jede Spur. Zwar dehnt sich der Trog über Mitteleuropa immer weiter nach Süden aus, doch der für Freunde des Winterwetters gefürchtete Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada wird in Gang gesetzt.

Das Hoch wird entscheidend sein

Warum gefürchtet? Der Kaltluftvorstoß erfolgt bis nach Neufundland, wo die kalten Luftmassen auf den warmen Atlantik treffen. Regelrecht explosionsartig entstehen dort kräftige Tiefdrucksysteme, die im weiteren Verlauf in Richtung Mitteleuropa oder Skandinavien ziehen.

Winterliche Wetterverhältnisse haben in diesem Fall nur mit einer Nordwestwetterlage eine Chance. Kippt stattdessen das Hoch nach Osten ab, so ist auf längere Zeit nicht mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. Kurzum ist die Wettervorhersage der Europäer bis zur Monatsmitte allenfalls nasskalt und nicht winterlich.

Enorme Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik - Die Westwetterlage ist noch nicht vom Tisch
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Enorme Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik - Die Westwetterlage ist noch nicht vom Tisch
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik

Das die Frage nach dem Durchbruch der Zonalisierung in der zweiten Dezember-Dekade noch nicht vom Tisch ist, bestätigt die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells.

Aus mild wird nasskalt

Ab dem 9. Dezember beginnt das Tief über Skandinavien nach Süden auszutrogen und führt in diesem Prozess kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Tageswerte bis zum 10. Dezember auf +1 bis +5 Grad zurückgehen lassen kann. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade zu diskutieren.

Doch anstatt sich das Hoch auf dem Atlantik nach Norden aufstellt und die Tiefdruckrinne blockiert, jagt ein Tief nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa. Die Verschnaufpausen sind jeweils nur von kurzer Dauer. Dafür gibt es ordentlich Wind und auch Niederschläge - die Natur wird den Niederschlag dankend annehmen.

Wenig winterliches Wetter

Das Problem mit den Tiefdruckgebieten aber ist, dass diese warme, oder maritim angewärmte Luftmassen nach Deutschland führen. Anders formuliert erfährt der Wettertrend einer nasskalten Wetterentwicklung in der zweiten Dezember-Dekade heute erneut eine Unterstützung, was die Eintreffwahrscheinlichkeit erhöht und die Chancen für den Winter erst einmal in den Hintergrund rückt.

Extreme Wetterlagen werden simuliert
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Extreme Wetterlagen werden simuliert
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Die Schlüsselszene

Ob das Ganze in Richtung Winter kippt oder nicht, hängt davon ab, was das Hoch auf dem Atlantik unternimmt. Eine Schlüsselszene ist zum 12. Dezember auszumachen. Das Hoch versucht sich auf dem Atlantik, doch der Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada ist zu dominant. Das Hoch kippt nachfolgend nach Osten weg. Dass es auch anders gehen kann, zeigt sich in den Kontrollläufen.

Winter-Wetter bleibt weiterhin möglich
Berechnung Wetterlage nach Kontrolllauf: Winter-Wetter bleibt weiterhin möglich
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Wettertrend der Kontrollläufe: Nasskalt

War das amerikanische Wettermodell in den letzten Tagen ein jeweils zu kalter Ausreißer, so sind die Berechnungen heute ganz gut in die Kontrollläufe eingebettet. Das Unterstreicht nochmals eine im Zeitraum vom 8. bis 20. Dezember normal verlaufende Temperaturentwicklung und die ist im Dezember zumeist nasskalt.

Im Trend leicht zu kühles Wetter

Auch das wird heute bestätigt. Der Mittelwert der Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe schwankt zwischen 0 und -5 Grad. Damit hat der Winter in tieferen Lagen definitiv schlechte Voraussetzungen. Ab den höheren mittleren Lagen von 600 bis 800 Meter sieht das aber schon ganz anders aus und mit einer ausreichenden Niederschlagsleistung könnten über den Skiregionen schon frühzeitig die für die Weihnachtsferien wichtigen Schneefälle niedergehen und die Schneedecke in den höheren Lagen anwachsen lassen.

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
11. Dezember +0 bis
+8 Grad
+4 bis
6 Grad
14. Dezember -3 bis
+5 Grad
+1 bis
+3 Grad
19. Dezember -5 bis
+12 Grad
+1 bis
+3 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 4.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Ein richtig turbulente und zu Starkwindereignissen neigende Großwetterlage ist ab dem 6. Dezember zu erwarten, die unter bestimmten Voraussetzungen so gut wie die gesamte zweite Dezember-Dekade beeinflussen kann. Der Winter bleibt optional, doch der Kaltluftvorstoß in Richtung Neufundland lässt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf einem hohen Niveau - Vollwetter!

Was das für das Wetter in der Vorweihnachtszeit bedeutet, wie es um die weißen Weihnachten steht und was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wettervorhersage zum Wetter Weihnachten 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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