Der Wetterwechsel setzt sich durch und das Hochdrucksystem über Skandinavien spielt zum Wochenende schon keine Rolle mehr. Der Wettercharakter wird zunehmend wechselhafter und die ersten stürmischen Windböen können zum Start in die neue Woche über den exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee erwartet werden (Details s. Wettervorhersage Februar).

Für den Zeitraum vom 23./26. Februar berechnen beide Wettermodelle ein Tiefdruckkomplex über dem skandinavischen Raum mit einer dazugehörigen Tiefdruckrinne, welche sich von Neufundland über Island bis nach Skandinavien erstrecken kann. Gleichzeitig liegt von den Azoren über das westliche Europa bis über die Mittelmeerregion hoher Luftdruck, so dass im Verbund beider Wettersysteme die Grundströmung aus westlichen Richtungen kommen kann. Da die Gradientendichte zunimmt, steigt in diesem Zeitraum auch das Potential für weitere Starkwindereignisse und Niederschläge an.

Bedingt durch die erhöhte Wetteraktivität kann es entlang der Polarfront zu erhöhten "Wellenbewegungen" kommen, was Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 24./26. Februar auf die nasskalte Rückseite eines nach Osten abziehenden Tiefdruckkomplex bringen kann. Mit anderen Worten bestätigt sich ein nasskalter Temperaturcharakter im letzten Februar-Drittel heute erneut und man sollte - trotz der aktuell vorfrühlingshaften Temperaturen - mit den Frühlingsgefühlen noch sparsam umgehen. Denn nach den aktuellen Berechnungen wären am 24./26. Februar Schnee-, Schneeregen oder auch Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen, winterliche Verhältnisse bleiben aber den höheren Lagen vorbehalten.

Im Zeitraum vom 26./28. Februar zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells ein Entwicklungstrend, bei dem sich zwischen dem Azorenhoch und dem Hoch über dem westlichen Russland eine erneute Hochdruckbrücke ausbilden könnte. Sollte dies so eintreffen, so könnte man von einer ausgeprägten Erhaltungsneigung der Hochdruckwetterlage sprechen, bei der die Westwindphase nur eine vorübergehende Rolle spielt und nicht zu dem so dringend benötigten Ausgleichsverhalten führen kann.

Was ist die Erhaltungsneigung und das Ausgleichsverhalten? Kurz und stark vereinfacht: Ist es lange trocken, so folgt häufig eine längere unbeständige Wetterphase nach und umgekehrt. Die Übergänge selbst sind dabei fließend und nicht immer leicht zu erkennen. Jedenfalls hat die nun kommende Wetterlage durchaus das Potential die Großwetterlage auch nachhaltig zu verändern. Warum wird das Ausgleichsverhalten so dingend benötigt? Der Dezember, Januar und bisweilen auch der Februar waren deutlich zu trocken, was den Grundwasserspiegel und auch die Flusspegel teils auf einen historischen Tiefststand haben absinken lassen. Würde der Frühling nun hochdruckdominiert und trocken bleiben, so würde sich die Situation für die Vegetation verschärfen, was bei einem möglicherweise zu trockenen und zu warmen Sommer zu erheblichen Problemen in der Pflanzenwelt führen kann (s. tagesschau.de). Wie die Wahrscheinlichkeiten für eine erneute Hochdruckwetterlage Anfang März stehen, klären wir gehen 13:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter März. Gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung der Wetterprognose Winter.

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