Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/2017 - Wettertrend vom 24. Oktober

Die Wettermodelle berechnen heute noch unterschiedliche Varianten, wie sich das Wetter in den ersten November-Tagen gestalten könnte. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist eine gemäßigt kühle Variante wahrscheinlicher, als eine zu warme, während das europäische Wettermodell mit klassischem Vorderseitenwetter eine milde bis warme und abwechslungsreiche Variante in Aussicht stellt. Auf die Frage was denn wahrscheinlicher ist, geben die Kontrollläufe eine Auskunft: wahrscheinlicher ist zum heutigen Stand eine nasskalte bis normale Temperaturentwicklung im Zeitraum vom 1./3. November (Details s. November 2016).

Und darüber hinaus - kommt der Winter mit Schnee? Abwarten lautet die Devise. Denn mit hohem Luftdruck westlich von Mitteleuropa, sowie tiefen Luftdruck im Bereich Island und Skandinavien ist ein breites Entwicklungsspektrum gegeben und reicht von einer milden und windigen Westwetterlage, über eine milde und ruhige Hochdruckwetterlage bis hin zu einem Trogvorstoß Mitteleuropa mit entsprechend kühlen Temperaturen.

Welcher dieser Entwicklungen wäre im ersten November-Drittel am wahrscheinlichsten? Am wahrscheinlichsten ist zum heutigen Stand eine Großwetterlage mit einem Hochdrucksystem auf dem Atlantik und ein Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum. Gelingt es der atlantischen Frontalzone die dazugehörige Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien aufrecht zu erhalten, so ist mit einer West- bis Nordwestwetterlage zu rechnen. Gelingt es stattdessen dem Hochdrucksystem sich weiter in Richtung Island/Grönland zu positionieren, so wird die Tiefdruckrinne blockiert, bzw. weiter nach Norden verschoben, was den Spielraum für eine Trogentwicklung Mitteleuropa erhöht.

Betrachtet man den aktuellen AO-Index, so ist dieser - wie der NAO-Index - Anfang November in der Tendenz negativ ausgeprägt. Das spricht in Summe für ein blockierendes Hochdrucksystem im Bereich zwischen England, Island und Grönland, was auf dessen östlichen Gradienten zu einer von Nord nach Süd verlaufenden Grundströmung führen kann. Mit anderen Worten ist ein normales Temperaturniveau im ersten November-Drittel die wahrscheinlichere Option mit dem Trend auch leicht zu kühl auszufallen.

Unterstützung kommt von den sog. Kontrollläufen, welches das Temperaturspektrum im ersten November-Drittel weitgehend auf ein Jahreszeit-typisches Niveau berechnen. So liegen die möglichen Temperaturen am 4. November zwischen -1/+15 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad) und am 8. November zwischen +0/+15 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad). Der Mittelwert orientiert sich dabei an dem unteren Wert, welcher für die Jahreszeit noch typisch wäre.

Betrachtet man die aktuelle Simulation des amerikanischen Wettermodells, so verlagert sich Anfang November das Hochdrucksystem weiter auf den Atlantik und positioniert sich zum 5. November zwischen England, Island und den Azoren, so dass mit einer nordwestlich ausgerichteten Grundströmung mäßig kühle Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden können. Mit anderen Worten ist eine nasskalte bis normale temperierte Witterung im ersten November-Drittel mit Tageswerten zwischen +5/+10 Grad weiterhin die wahrscheinlichere Option. Schneefall, bzw. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären demnach im Zeitraum vom 4./7. November ab den höheren mittleren Lagen nicht auszuschließen und könnte in den Nächten auch bis in die unteren "mittleren Lagen" absinken. Wie hoch liegen die mittleren Lagen? Sie liegen im Bereich zwischen 400-800 Meter.

Schaut man sich die Wetterentwicklung weiter nördlicher - im Bereich zwischen Grönland, europäisches Nordmeer und der Karasee an, so stellt man nach den jüngsten Berechnungen fest, dass sich dort im Verlauf der ersten November-Tage - in guter Struktur - Kaltluft ansammeln kann. Nicht selten kommt es früher oder später zu einem Ausbruch der Kaltluftmassen gen Süden. Ob Deutschland davon betroffen sein wird, bleibt abzuwarten, denn genauso häufig kann der Kaltluftstrom über das östliche Europa abgelenkt werden.

Da die Wetterentwicklung im ersten November-Drittel als spannend bezeichnet werden kann, erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle ein kurzes Update zur Wetterprognose Herbst/Winter.
Update Wetterprognose Wetter Herbst Winter 2016/17
Nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells liegt am 1. November ein Tiefdrucksystem über Skandinavien und ein weiteres über den Azoren. Das Hochdrucksystem liegt zwischen Spanien, Frankreich und England und kann sich nicht bis Island/Grönland ausdehnen. Bis zum 5. November weiterhin tiefer Luftdruck Skandinavien und Azoren, während das Hochdrucksystem sich mehr in Richtung Island/Grönland bewegen kann. In Folge am 1./2. November relativ ruhiges und mäßig mildes Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nachfolgend unbeständiger und ab dem 5. November auch kühler. Sturmvarianten (Randtief) ab dem 7./9. November möglich.

Kontrollläufe stützen mehrheitlich ein zurückgehendes Temperaturniveau ab dem 1. November in den Jahreszeit-typischen Bereich, mit der Tendenz auch um 1 bis 4 Grad zu kalt auszufallen. Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt am 1. November bei +7 Grad über dem Osten, sonst zwischen +9/+10 Grad, am 5. November zwischen +6/+7 Grad und am 8. November zwischen +5/+7 Grad. Zusammenfassung: Wintereinbruch Anfang November allenfalls in Hochlagen (>800 Meter) mit Schneefalloptionen bis auf mittlere Lagen hinab (600-800 Meter). Im Verlauf des ersten November-Drittels zunehmend nasskalt, aber für die Jahreszeit angemessene Temperaturen - Tendenz leicht zu kühl. AO-Index und NAO-Index weitgehend negativ.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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