Ein Tiefdrucksystem verlagert im Verlauf der Woche bis zum kommenden Sonntag seinen Tiefdruckkern von Nordwestdeutschland über die Mittelgebirge bis über den Nordosten von Deutschland und zieht zum Wochenende über Nordosten über die Ostsee ab. So ist mit wiederholten Regenfällen zu rechnen, welche bei Temperaturen zwischen +7/+12 Grad oberhalb etwa 1.300-1.800 Meter auch in Schnee übergehen können. Betrachtet man die Schneeprognose, so ist im Schwerpunkt über den österreichischen Zentralalpen mit einem Neuschneezuwachs von 10-30 cm zu rechnen. In der Niederschlagssimulation werden bis einschließlich Sonntag über den Mittelgebirgen und entlang der nordwestdeutschen Küste mit Niederschlagssummen zwischen 20-40 l/m² die meisten Niederschläge erwartet, sonst sind 3-15 l/m², örtlich bis 20 l/m² möglich (Details s. Wettervorhersage Oktober).

Darüber hinaus zeigen sich in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle unterschiedliche Wetterentwicklungen. So simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 23./25. Oktober einen relativ raschen Abbau des hohen Luftdrucks des bis dahin wetterdominanten Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum. So könnte sich nach diesen Berechnungen die atlantische Frontalzone bis zum 26./27. Oktober über Skandinavien positionieren und bis Ende Oktober über Deutschland für ein westlich bis südwestlich ausgerichtetes Zirkulationsmuster sorgen. In Folge dessen ist vom 23./25. Oktober vorderseitig mit der Zufuhr sehr warmer Luftmassen zu rechnen, welche kurzweilig zwischen dem 26./27. Oktober - durch den Westdrift - von kühleren Temperaturwerten abgelöst werden können, bevor sich im Anschluss daran mäßig warme Werte behaupten können. Dieses Auf und Ab ist typisch für eine abwechslungsreiche Großwetterlage.

Das europäische Wettermodell bleibt seinem Wettertrend der letzte Tage treu und simuliert bis zum 28. Oktober das Hochdrucksystem in stabiler Verfassung über dem skandinavischen Raum. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit auf der südlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems, so dass im Verbund mit einem Tief zwischen Portugal und den Azoren warme Luftmassen aus südöstlichen Richtungen herangeführt werden könnten.

Die Simulationen der Wettermodelle sind also völlig konträr zueinander, wenngleich das Ergebnis relativ ähnlich ist - leicht wechselhaft, mäßig warm bis warm. Die Kontrollläufe stützen einen Temperaturanstieg im Zeitraum vom 23./27. Oktober mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum mit seinem Mittelwert bspw. am 25. Oktober um 3/7 Grad über dem jahreszeit-typischen Wert und normalisiert sich darüber hinaus bis zum 31. Oktober weitgehend. Die Niederschlagserwartung ist nach den Kontrollläufen im gesamten Zeitraum als mäßig hoch zu bezeichnen und schwächt sich nach Osten hin zunehmend ab. Mit anderen Worten zeigt sich - zum heutigen Stand - im letzten Oktober-Drittel ein unbeständiger Wettercharakter zunächst zu warmen Temperaturwerten, welche sich im weiteren Verlauf einen Normalisierungstrend erfahren. Wie sich die unterschiedlichen Varianten der Wettermodelle auf die ersten November-Tage auswirken können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem ersten Witterungstrend zum Wetter November 2016.

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