Nach einer eher nasskalten Wetterphase mit ein paar Schnee-, Schneeregen, Graupel- und Regenschauern bis zum kommenden Mittwoch, kann sich ab den mittleren Lagen etwa oberhalb 500-600 Meter durchaus eine dünne Schneedecke ausbilden. Ab Mittwoch kommt nach einer sich beruhigenden Wetterphase wieder etwas mehr Schwung in die Wetterentwicklung.

Das amerikanische Wettermodell simuliert zum 25. November einen weiteren Abtropfvorgang eines Tiefdrucksystems von Nord nach Süd von Skandinavien über Deutschland, Osterreich und der Schweiz bis über die Mittelmeerregion, was den nasskalten Temperaturcharakter (+0/+5 Grad) bis zum 28. November erhalten und in Lagen oberhalb etwa 700 Meter für weiteren Neuschneezuwachs sorgen könnte. Gleichzeitig kommt es zwischen dem östlichen Kanada, Grönland und Neufundland zu einem weiteren Kaltluftausbruch, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik deutlich erhöht und Tiefdrucksysteme mit einem Kerndruck von bis 940 hPa zwischen Grönland und Island zum Ergebnis haben kann. In Folge daraus strebt die Tiefdruckaktivität weiter nach Osten und erreicht zum 29./30. November den mitteleuropäischen Raum. Gleichzeitig wird die Hochdruckachse des Azorenhochs nach Südwesten weggedrückt und verläuft von Nordwest nach Südost. In Folge aus dieser Konstellation der Wettersysteme zueinander ist das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz westlich bis nordwestlich ausgeprägt (weiterhin nasskalt), jedoch verdichten sich die Gradienten zueinander, was erneut zum Monatsende für Stark- und Extremwindereignisse mit viel Niederschlag führen kann.

Das europäische Wettermodell betätigt die Wetterentwicklung des amerikanischen Wettermodells weitgehend. Allerdings mit dem Unterschied, als dass die Hochdruckachse in einer West-Ost Ausrichtung verläuft und das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz westlich (Zonal) geprägt ist. Auch in dieser Variante kommt es im Zeitraum 27./30. November bei etwas milderen Temperaturen zu sog. Randtiefentwicklungen, welche Stark- und Extremwindereignisse zur Folge haben können.

Zusammenfassend: die richtig warmen Temperaturverhältnisse, welche in den letzten Tagen ab und an noch von den Wettermodellen simuliert wurden, spielen heute - wie auch die zu kalten Varianten - eine eher untergeordnete Rolle. Im Schwerpunkt zeigt sich eine breite Unterstützung für Jahreszeit-typische Temperaturen bis Ende November. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 26. November zwischen +0/+10 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Norden, +5 Grad über dem Westen und +3/+4 Grad über dem Süden und Osten) und am 30. November zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Noch deutlicher zeigt sich die Normalisierung der Temperaturwerte anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10), welche am 25. November bei 25/70/5 und am 30. November bei 10/60/30 liegen. Die Spannung liegt in der aktiv-dynamischen Wetterentwicklung für Ende November, was für Anfang Dezember die eine oder andere Überraschung bereithalten kann. Welche das sein können, klären wir mit der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Dezember.

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