Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 21. November

Nach einer eher nasskalten Wetterphase mit ein paar Schnee-, Schneeregen, Graupel- und Regenschauern bis zum kommenden Mittwoch, kann sich ab den mittleren Lagen etwa oberhalb 500-600 Meter durchaus eine dünne Schneedecke ausbilden. Ab Mittwoch kommt nach einer sich beruhigenden Wetterphase wieder etwas mehr Schwung in die Wetterentwicklung.

Das amerikanische Wettermodell simuliert zum 25. November einen weiteren Abtropfvorgang eines Tiefdrucksystems von Nord nach Süd von Skandinavien über Deutschland, Osterreich und der Schweiz bis über die Mittelmeerregion, was den nasskalten Temperaturcharakter (+0/+5 Grad) bis zum 28. November erhalten und in Lagen oberhalb etwa 700 Meter für weiteren Neuschneezuwachs sorgen könnte. Gleichzeitig kommt es zwischen dem östlichen Kanada, Grönland und Neufundland zu einem weiteren Kaltluftausbruch, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik deutlich erhöht und Tiefdrucksysteme mit einem Kerndruck von bis 940 hPa zwischen Grönland und Island zum Ergebnis haben kann. In Folge daraus strebt die Tiefdruckaktivität weiter nach Osten und erreicht zum 29./30. November den mitteleuropäischen Raum. Gleichzeitig wird die Hochdruckachse des Azorenhochs nach Südwesten weggedrückt und verläuft von Nordwest nach Südost. In Folge aus dieser Konstellation der Wettersysteme zueinander ist das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz westlich bis nordwestlich ausgeprägt (weiterhin nasskalt), jedoch verdichten sich die Gradienten zueinander, was erneut zum Monatsende für Stark- und Extremwindereignisse mit viel Niederschlag führen kann.

Das europäische Wettermodell betätigt die Wetterentwicklung des amerikanischen Wettermodells weitgehend. Allerdings mit dem Unterschied, als dass die Hochdruckachse in einer West-Ost Ausrichtung verläuft und das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz westlich (Zonal) geprägt ist. Auch in dieser Variante kommt es im Zeitraum 27./30. November bei etwas milderen Temperaturen zu sog. Randtiefentwicklungen, welche Stark- und Extremwindereignisse zur Folge haben können.

Zusammenfassend: die richtig warmen Temperaturverhältnisse, welche in den letzten Tagen ab und an noch von den Wettermodellen simuliert wurden, spielen heute - wie auch die zu kalten Varianten - eine eher untergeordnete Rolle. Im Schwerpunkt zeigt sich eine breite Unterstützung für Jahreszeit-typische Temperaturen bis Ende November. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 26. November zwischen +0/+10 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Norden, +5 Grad über dem Westen und +3/+4 Grad über dem Süden und Osten) und am 30. November zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Noch deutlicher zeigt sich die Normalisierung der Temperaturwerte anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10), welche am 25. November bei 25/70/5 und am 30. November bei 10/60/30 liegen. Die Spannung liegt in der aktiv-dynamischen Wetterentwicklung für Ende November, was für Anfang Dezember die eine oder andere Überraschung bereithalten kann. Welche das sein können, klären wir mit der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Dezember.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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