Bis Sonntag bleibt das winterliche Wetter in Deutschland erhalten, wobei es zum Start in die neue Woche von Osten her allmählich milder wird. Auch heute ändert sich an diesem Wettertrend nichts - mit höherer Wahrscheinlichkeit wird es gegen Ende Februar milder. Dennoch bleibt die seit Tagen beschriebene Unsicherheit mit einem Trogvorstoß arktischen Ursprungs erhalten. Während das amerikanische Wettermodell weiterhin seine milden, teils sehr milden Varianten simuliert, zeigt das europäische Wettermodell, dass es auch anders gehen kann. Demnach verlagert das Hochdrucksystem zwischen Skandinavien, England und Island seinen Schwerpunkt bis in Richtung Neufundland - exakt dorthin also, wo unsere Wetterküche liegt. Im weiteren Verlauf kippt das "horizontal" liegende Hoch zwischen Island/und den Azoren in die "Vertikale" und baut eine Atlantikblockade auf. Gleichzeitig entsteht über England und dem Mittelmeer Tiefdruck, was den Trogprozeß arktischen Ursprungs provozieren kann. Für Frühlingsgefühle ist es aktuell noch etwas zu früh - aber auch klar ist, dass - sofern dieser Trogvorstoß kommen sollte - es wohl der Finale Abschluss des Winterwetters ist - denn über den 10. März hinaus muss schon viel passieren, dass es tagsüber Dauerfrost gibt. Der AO- und NAO-Index ist negativ, das minor, bzw. major warming nimmt gegen Ende Februar seinen Lauf (kann nasskaltes Wetter zur Mitte März zur Folge haben) und auch der Polarwirbel sieht "ziemlich ramponiert" aus. Anders ausgedrückt zeigen die Randfaktoren noch keinen Übergang zu frühlingshaften Temperaturen. Auch die Kontrollläufe unterstützen die Unsicherheit zum Monatswechsel und zeigen vermehrte Kaltlösungen.

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