Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Frühling und Sommer 2017 - Wetterprognose vom 26. März: April mit wechselhaften Aussichten

Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle von heute Nachmittag steigt die Neigung zu Schauern und Gewittern am letzten Tage vom März an und geht Anfang April in einen unbeständigen Wettercharakter über. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem, welches Ende März noch sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden führt und sich Anfang April über dem skandinavischen Raum festsetzen kann. So ist der Übergang zu gemäßigten Temperaturen in den ersten April-Tagen wahrscheinlicher, als der Erhalt der zu warmen Temperaturen der kommenden Woche. Diese liegen im Übrigen etwa +5/+7 Grad über dem Wert, was für die Jahreszeit normal wäre und so steigt die Abweichung der Temperaturen im März gegenüber dem langjährigen Mittelwert stetig an und liegt aktuell bei einem Überschuss von +2,88 Grad und könnte bis Ende März im Bereich zwischen +3 bis +3,5 Grad liegen. So legt schon der erste Frühlingsmonat gleich einmal eine deutlich zu warme Entwicklungstendenz für den Frühling vor.

Großwetterlage neigt zu Hochdruckwetterlagen im ersten April-Drittel

Nach einem zu warmen März, fällt auch April zu warm aus oder folgt nun ein abwechslungsreicher und normaler Monat? Diese Vorhersage zum heutigen Stand in eine Richtung zu bestätigen ist nicht einfach. Schaut man sich aber die strukturellen Entwicklungen der Wettermodelle zum heutigen Stand an, so kann man zumindest Ableitungen daraus erstellen. Das amerikanische Wettermodell berechnet bereits zum 3./4. April das nächste kräftige Tiefdrucksystem auf dem Atlantik, was zu einer Wiederholungsneigung der aktuellen Wetterlage führen kann. Das Tiefdrucksystem sorgt Vorderseitig für den Aufbau von hohem Luftdruck zwischen den Azoren und Mitteleuropa/östliches Europa, was zu einer milden bis warmen Vorderseitenanströmung der Luftmassen führen könnte. Aber auch hier gilt: mit fortlaufender Zeit positioniert sich das Tiefdrucksystem in Richtung Skandinavien und sorgt nachfolgend für kühleres Rückseitenwetter.

Schnee- und Graupelschauer zum Beginn der Osterferien?

Tiefer Luftdruck ermöglicht über Mitteleuropa zwei wesentliche Großwetterlagen. Zum einen mit Hilfe einer flachen Achsausrichtung des Azorenhochs zu einer aktiv-dynamischen Westwetterlage, bei der mit einem unbeständigen und auch windigen Wettercharakter zu rechnen ist und zum anderen, mit einem sich auf dem Atlantik aufwölbenden Azorenhoch, was über Deutschland zu einer mäßig milden, teils kalten Nordwestwetterlage führen kann, was statistisch im Zeitraum vom 6./13. April durchaus häufiger vorkommen kann. Das amerikanische Wettermodell berechnet heute Nachmittag eine höhere Wahrscheinlichkeit für die zweite Variante, bei der die Temperaturen zum Beginn des zweiten April-Drittels spürbar zurückgehen können. Die simulierten Tageshöchstwerte liegen bspw. am 10. April (Beginn der Osterferien in vielen Bundesländern) im Bereich zwischen +3/+9 Grad, was mit dem Frühling relativ wenig gemeinsam hat. Diese Temperaturen können durchaus ausreichend für Schnee- und Graupelschauer bis auf mittlere Lagen, teils aber auch bis in tiefere Lagen hinab sein.

Dass der Temperaturtrend zu kalt ausfallen könnte, bestätigen auch die Kontrollläufe mit einem Verhältnis von zu kalt/normal zu warm vom 5. April mit 20/40/40 zum 10. April mit 45/30/25. Mit anderen Worten wäre eine apriltypische Wetterlage im Verlauf des ersten April-Drittels nicht unwahrscheinlich.

Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

Langfristprognose: Frühling zu warm, Sommer zu nass?

Das Langfristmodell berechnet die Temperaturabweichung im April mit +1/+2 Grad im zu warmen Bereich. Der Mai wird zum heutigen Stand mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad im Trend normal berechnet. Zusammen mit dem deutlich zu warmen März ergibt sich daraus eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu warme Temperaturen im Frühling. Für die Sommermonate werden die Temperaturen mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich berechnet, was unter Berücksichtigung des Klimawandels nicht weiter überraschen sollte (der letzte "normale" Sommer war 1996 und liegt 20 Jahre zurück). In der Niederschlagserwartung simuliert das Langfristmodell einen deutlich zu trockenen April, einen unauffälligen Mai und im Sommer schwankt die Niederschlagsneigung um den Sollwert mit dem Trend zu nass auszufallen (Juni weist noch eine Tendenz zu trockenerem Wetter auf). Heute Abend werden die Wettermodelle neu berechnet und man wird sehen, ob sich der Trend zu kalten Temperaturen bestätigen kann.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns