Noch ist nicht ganz klar, wie sich das Wetter Anfang März 2017 entwickeln wird. Es gibt aber Indikatoren, welche die Entwicklungsvarianten zum heutigen Stand eingrenzen. So liegen Anfang März die Gemeinsamkeiten beider Wettermodelle in der Ausbildung eines Hochdruckkeils von den Azoren über das westliche Europa bis nach Skandinavien, was den Nachschub an Tiefdrucksystemen in Richtung Mitteleuropa zunächst einmal unterbinden kann.

Im Detail kommt es aber die Positionierung des Hochdrucksystems an. Nach dem amerikanischen Wettermodell zeigt sich durchaus Potential für die Ausbildung eines autarken Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum. Sollte diese Berechnung tatsächlich auch so eintreten, so könnte man den Wettercharakter im ersten März-Drittel als überwiegend ruhig und gemäßigt mild einstufen. Damit zeigt sich aber zugleich auch eine hohe Erhaltungsneigung seit Dezember letzten Jahres, bei der die Hochdruckphasen jeweils nur kurz von Westwindaktivitäten unterbunden werden konnten. Die "Gefahr", dass der Frühling ebenfalls zu trocken startet ist mit einem Hochdrucksystem über Skandinavien, bzw. Deutschland am größten.

In der zweiten Variante verbleibt der Hochdruckkeil über dem westlichen Europa, was im Verbund mit tiefen Luftdruck über der Mittelmeerregion den Trog Mitteleuropa verstärken könnte. Im weiteren verlauf wäre zudem eine Hochdruckposition zwischen Island und Grönland möglich, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zustrom gemäßigt kalter Luftmassen verbleiben könnte.

Die hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront begünstigt generell Trogwetterlagen, jedoch bedeutet das nicht zwangläufig auch kältere Wetterlagen, denn auch bei einem Trog gibt es jeweils eine warme Vorder- und Rückseite. Mit anderen Worten deutet derzeit im ersten März-Drittel vieles auf eine Übergangsphase zwischen Winter und Frühling hin, bei der noch nicht ganz klar ist, wer sich durchsetzen wird. Die höheren Wahrscheinlichkeiten aber liegen zum heutigen Stand für frühlingshaft milde Temperaturwerte im ersten März-Drittel. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), welche am 3. März bei 25/30/45 und am 8. März bei 30/20/50 liegen können. Nasskalte Temperaturverhältnisse sind aber noch nicht vom Tisch.

Das Langfristmodell berechnet für den März gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung von +1/+2 Grad im zu warmen Bereich und stützt damit die milde Temperaturentwicklung. In den weiteren Frühlingsmonaten von April und Mai liegt die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad im normalen Bereich. Für die Sommermonate von Juni bis August zeichnet sich zum heutigen Stand mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad eine normale Temperaturentwicklung im Sommer ab, welche im Juli mit +0,5/+1 Grad tendenziell auch leicht zu warm ausfallen könnte. In der Niederschlagberechnung zeigen sich keine besonderen Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten. Im Trend könnte der März als leicht zu trocken und der April, Mai und Juni auch leicht zu nass ausfallen. Das würde im übrigen ganz gut zum Schema des sog. Ausgleichsverhalten passen, welches nach einer längeren trockenen eine länger andauernde unbeständige Wetterphase herbeiführen kann - in diesem Fall wäre die Wahrscheinlichkeit in den Frühlingsmonaten am größten.

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