Wetter Sommer 2014 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 15. August

  • M. Hoffmann
Viel Dynamik ist in den kommenden Tagen beim Wetter zu erwarten, evtl. am Montag auch schon der erste Sturm entlang der Küste. Zu "verdanken" ist das einem Zentraltief über Skandinavien, welches sich dort manifestieren kann und mit einer weitgehend Südwest- bis Westströmung für wechselhaftes Wetter sorgt. Die Temperaturen sind bei solchen Wetterlagen im Nordwesten generell niedriger einzustufen, als das im Südosten der Fall ist. In der Theorie beginnt es nun spannend zu werden, denn wo eine entsprechende Dynamik vorhanden ist, kann sich eine entsprechende Gegenreaktion bilden - ganz gemäß dem Motto: Aktio gleich Reaktio. Das ist bisweilen aber nur Theorie und die Simulationen der Wettermodelle zeigen eine Entwicklung, die mit klassischem Sommerwetter recht wenig zu tun haben. Das Tief über Skandinavien bleibt auch über den 20. August hinaus für das Wetter in Deutschland dominierend, wobei im Detail der Achsverlauf der entsprechenden Gradienten für den kleinen aber feinen Unterschied sorgen kann. Warum? Der Tiefdruckgradient ist von Südwest nach Nordost gerichtet, so dass die Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden. Würde das Tief bei England liegen, so wäre warmes, teils heißes Vorderseitenwetter dominierend. Da das Tief aber weiter im Nordosten liegt, wird die Linie mit den warmen Luftmassen entsprechend nach Osten verschoben. So bleibt es bis zum 25. August voraussichtlich nördlich einer Linie Mannheim/Köln - Berlin/Dresden mit +17/+21 Grad relativ kühl, während südlich davon zumeist Werte zwischen +20/+25 Grad möglich sind. Aber wie bereits beschrieben gibt es noch den theoretischen Ansatz einer entsprechenden Gegenreaktion, welche den Gradienten zwischen kühlen und warmen Luftmassen noch etwas verschieben kann. Die Kontrollläufe bleiben bis zum 25. August mit ihrem Temperaturspektrum weitestgehend unter, bzw. auf dem vieljährigen Temperaturniveau von 1961-1990. So liegt das Spektrum bspw. am 18. August zwischen +14/+20 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +19 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 23. August zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden, und Osten, +18 Grad im Norden) und am 26. August zwischen +15/+26 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden, +22 Grad im Osten, +19 Grad im Norden). Zusammenfassend werden die Tage bis zum 23./25. August mit hoher Wahrscheinlichkeit durchwachsen und im Nordwesten überwiegend kühl und im Südosten durchaus auch mäßig warm werden. Darüber hinaus mehren sich im Zeitraum zwischen dem 25./31. August die Ansätze in den Simulationen für einen erneuten Versuch, so etwas wie stabiles Hochdruckwetter über Mitteleuropa zu etablieren…

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Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 14. August

  • M. Hoffmann
Kommt der Sommer noch einmal, bzw. wann kommt der Sommer? Diese Fragen füllen derzeit unser E-Mail Postfach. Die klassisch stabile Hochdruckwetterlage fehlt in diesem Sommer komplett und das Zirkulationsmuster ist eher meridional ausgerichtet, was für ein stetiges Auf und Ab bei den Temperaturen und eine wechselhaften Wettercharakter sorgt. Zwar gab es in den Simulationen der Wettermodelle immer wieder Ansätze für eine Umstellung des meridionalen Zirkulationsmusters (welches häufiger im Winter anzutreffen ist), die Erhaltungsneigung zeigt sich jedoch zu stark, so dass der bislang wechselhafte Grundcharakter bei überwiegend zu warmen Temperaturen dominierte. So auch in den kommenden Tagen, wobei sich in den Simulationen der Wettermodelle in den letzten Tagen im Zeitraum um den 20. August herum die Möglichkeit für einen Aufbau einer Hochdruckverbindung zwischen einem Mittelmeerhoch und dem Hoch über Russland ergab, was zumindest in einigen Landesteilen für sommerliches Wetter hätte sorgen können. Diese Möglichkeit ist heute nur noch bedingt in den Simulationen zu erkennen. Vielmehr gibt sich um das Zentraltief bei Skandinavien ein Tief nach dem anderen "die Klinke in die Hand", so dass mit zunehmender Wahrscheinlichkeit das Wetter im Zeitraum vom 19./25. August für die Jahreszeit etwas zu kühl bleibt. Die Kontrollläufe simulieren das ähnlich, z.T. sind auch Simulationen dabei, welche mit einer nördlich gerichteten Strömung Luftmassen arktischen Ursprungs "anzapfen" können, während die warmen Varianten gegenüber den letzte Tagen deutlich abgenommen haben. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 17. August zwischen +14/+21 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +20 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 21. August zwischen +13/+26 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, und Osten, +18 Grad im Norden) und am 25. August zwischen +16/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, +21 Grad im Osten, +18 Grad im Norden). Anhand der Mittelwerte sind also kaum Veränderungen wahrnehmbar, so dass der leicht zu kühle Wettertrend wohl auch noch das letzte August-drittel dominieren kann. Was muss passieren, damit es wärmer werden kann? Ganz einfach ausgedrückt: das Tief bei Skandinavien muss weg, bzw. durch eine Hochdruckbrücke zwischen der Mittelmeerregion und Russland ergänzt werden, so dass zumindest in einigen Landesteilen eine warme Südwestwetterlage möglich wäre. Die kommenden Simulationen werden zeigen, ob sich das zu kühle Wetter manifestieren kann, oder ob die warme Luft darüber hinaus im August doch noch eine Chance erhält. Die heute simulierten Temperaturen liegen in etwa zwischen 3 bis 5 Grad unter dem langjährigen Temperaturmittelwert, insofern dürfte der bis dato zu warme Temperaturverlauf im August einen normalisierende Tendenz erfahren.

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 13. August

  • M. Hoffmann
Auch heute sind die Aussichten für die kommenden Tage nur bedingt als sommerlich zu bewerten - vielfach wird Deutschland bis zum Wochenende wechselhaftes und zumeist kühles bis mäßig warmes Wetter dominiert. Die Großwetterlage wird dabei durch drei Wettersysteme bestimmt: zum einen baut sich im Zeitraum bis zum 20. August auf dem Atlantik eine Hochdruckblockade auf, bei der sich das Azorenhoch in Richtung Grönland aufwölbt. Gleichzeitig wird dessen Einflussbereich über den Azoren geschwächt, so dass ein Zentraltief zwischen England und Skandinavien seine Trogachse in einer Südwest - Nordostausrichtung in Richtung Azoren ausweiten kann. Über dem östlichen Europa baut sich hingegen eine recht kräftige Hochdruckverbindung zwischen dem Mittelmeer und Russland auf, dessen Achse aber auch heute zu weit östlich simuliert wird als dass dieses Hoch nachhaltigen Einfluss auf das Wetter in Deutschland haben kann. In Folge daraus befindet sich Deutschland im Zeitraum zwischen dem 17./23. August mitten im Einflussbereich der Tiefdruck- und Hochdruckachse in einer überwiegend südwestlichen Grundströmung. Anders ausgedrückt ist der wechselhafte Grundcharakter weiterhin - insbesondere im Nordwesten - als dominierend zu bezeichnen. Gleichzeitig können aber in Deutschland wärmere Luftmassen advehiert werden, so dass etwa südlich der Linie Köln/Mannheim - Berlin/Lübeck die Temperaturen in der kommenden Woche mit +24/+29 Grad auf sommerliche Werte ansteigen können, während zum heutigen Stand es im Nordwesten mit +18/+23 entsprechend kühler bleiben kann. Im Zeitraum zwischen dem 22./23. August wird die Ostwärtsbewegung des Troges simuliert, was mit teils unwetterartigen Übergangswetter und nachfolgend kühlen bis mäßig warmen Rückseitenwetter einhergehen kann. Gibt es noch andere Möglichkeiten bis Ende August? Die gibt es, wenngleich diese heute in der Minderheit sind - entscheidend bleibt zum 20. August die Hochdruckverbindung zwischen dem Mittelmeer- und Russlandhoch, dessen genaue Entwicklung noch abgewartet werden muss. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich noch einen zu kühlen Wetterverlauf bis zum 17. August (Mittelwerte zwischen +15/+21 Grad), anschließend einen positiven Temperaturtrend bis zum 23. August (Mittelwerte zwischen +22/+26 Grad) und nachfolgend bis zum 27. August einen normalisierenden bis leicht zu kühlen Temperaturverlauf (Mittelwerte zwischen +17/+23 Grad).

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 12. August

  • M. Hoffmann
Mann kann die Simulationen der Wettermodelle drehen und wenden wie man will - besser werden sie dadurch nicht und es bleibt alles wie gehabt - kühl bis mäßig warm bei wechselhaften Grundcharakter. "Schuld" daran ist die atlantische Frontalzone, welche sich im mit einem Kerntief über Skandinavien recht "wohl" fühlt und sich von dort nicht so schnell vertreiben lassen möchte. Zwar gibt es Ansätze zum 20. August herum das zu ändern und es wird wohl zwischen dem 18./21. August auch wärmer werden, jedoch gelingt es einer Hochdruckbrücke nicht, den tiefen Luftdruck von Mitteleuropa fern zu halten. Stattdessen liegt Deutschland direkt zwischen den Frontensystemen in einer ausgeprägten Wellenstruktur. Fällt in der Meteorologie das Wort "ausgeprägt" so ist davon auszugehen, dass dieser Zustand auch länger anhalten kann. Warum? Zirkulationsmuster neigen dazu sich zu erneuern, bzw. sich zu wiederholen, was beide Wettermodelle in ihren Simulationen seit Tagen bereits weitgehend einheitlich zeigen. Insofern besteht für die letzten Sommer-Tage wenig Hoffnung, als dass sich noch eine stabile Hochdruckwetterlage bis Ende August über Mitteleuropa aufbauen könnte. Auch die Kontrollläufe bestätigen - gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel einen leicht zu negativen Temperaturtrend bis Ende August. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 25. August zwischen +15/+28 Grad, bei einem Mittelwert von rund +23 Grad im Osten, Süden, Westen und +20 Grad im Norden. Nun ist ja das Wetter ein steter dynamischer Prozess - ist das Ende des Sommers damit besiegelt? Keinesfalls - die entscheidende Entwicklung findet wohl im Zeitraum zwischen dem 17./20. August in Form der Hochdruckverbindung zwischen Mittelmeer- und Russlandhoch statt, wobei hier der Achsverlauf entscheidend über die weitere Wetterentwicklung sein kann. Liegt sie weiter im Westen, so könnte es durchaus noch etwas mit sommerlichen Wetter im letzten August-Drittel werden, liegt sie weiter im Osten, so wird der tiefe Luftdruck mit kühlen bis mäßig warmen Temperaturen wohl dominieren. Am wahrscheinlichsten ist zum heutigen Stand jedoch der Verbleib des Auf und Ab der Temperaturen bei einem wechselhaften Grundcharakter.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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