Im Verlauf der Woche zeigt sich ein steter Temperaturrückgang bis zu kommenden Wochenende, zwischendurch gibt es bei wechselnder - teils auch starker Bewölkung - immer wieder Regenschauer, welche insbesondere am Mittwoch und teilweise auch noch am Donnerstag im Nordosten kräftig und länger andauernd ausfallen können (Unwetterpotential nicht ausgeschlossen). Die Temperaturen pendeln sich bis zum Freitag auf etwa +16/+22 Grad ein, wobei bei entsprechender Niederschlagsdauer und Intensität auch nur +13/+18 Grad möglich sein können, während über der Osthälfte bis +25 Grad zu erwarten sind. Wie geht es weiter, bleibt der fast schon herbstliche Charakter erhalten? Blickt man auf das Wochenende, so ist der Samstag voraussichtlich noch kühl und wechselhaft, erst zum Sonntag zeichnet sich ein vorsichtig positiver Temperaturtrend ab. Das amerikanische Wettermodell simuliert einen Tiefdruckkomplex, welcher von England quer über Skandinavien bis fast zur Baretssee reicht. Deutschland liegt zwischen den Gradienten, welche zeitweise eine Südwest-, bzw. Nordwestrichtung einnehmen können. Das "Problem" dabei besteht in der Tiefdruckachse, welche gleichfalls quer über Deutschland verläuft - insofern kann es über der Osthälfte wärmer und etwas trockener als im Westen sein. Zwischen dem 17./19. August baut sich eine zaghafte Hochdruckverbindung zwischen einem Mittelmeerhoch und dem Russlandhoch auf, dessen Achse aber weit nach Osten verschoben ist - nichtsdestotrotz wird die Tiefdruckachse - dank des Hochs - von Skandinavien über England in Richtung Portugal abgelenkt. In Folge daraus würde Deutschland noch einmal mit einem "blauen Auge" davon kommen: mäßig warm, bei wechselhaften Wetter. Warum "blauen Auge"? Die Tiefdruckachse (Trog) könnte ohne dem Hoch auch in einer Nord-Südausrichtung über Deutschland verlaufen, was mit Luftmassen arktischen Ursprungs noch kühleres Wetter zur Folge hätte. Erstaunlich ist in den letzten Tagen die weitgehende Übereinstimmung der Simulationen der Wettermodelle, denn auch das europäische Wettermodell sieht den Trogverlauf westlich von Mitteleuropa, was die Optionen auf sommerliche Temperaturen zwischen dem 18./21. August erhöhen sollte. Allerdings ist bei beiden Wettermodellen keine Variante ersichtlich, welche eine stabil-sommerliche Wetterlage ermöglicht. Das Zirkulationsmuster bleibt überwiegend meridional ausgerichtet, so dass mit höherer Wahrscheinlichkeit - zum heutigen Stand - das wechselhafte Wetter mit streitigem Auf und Ab bei den Temperaturen anhalten wird. Das Temperaturspektrum zeigt die mögliche Entwicklung. So liegt das Spektrum am 16. August zwischen +14/+21 Grad (Mittelwert +18/+19 Grad) und am 23. August zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert +19/+21 Grad). Somit dürfte die bislang positive Abweichung der Temperaturen im August gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel wohl eine Normalisierung erfahren. Gibt es Alternativen? Die gibt es durchaus, sind jedoch mehr theoretischer Natur und entscheiden sich mit der Hochdruckachse von Mittelmeerhoch und Russlandhoch: verläuft dessen Achse weiter westlich, so könnte sich daraus ein stabiles mitteleuropäisches Hochdrucksystem bilden…

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!