Wetter Weihnachten 2021 - Weiße Weihnachten nicht ausgeschlossen

Weiße Weihnachten über Deutschland? Was dafür und was dagegen spricht

Wie steht es um weiße Weihnachten? © Martin Bloch

Kommt Schnee an Weihnachten? Es gibt einige Prognosen, die genau das berechnen, doch bedarf es hierzu einer ganz speziellen Wetterlage. Wie also stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Schneefall ist in den kommenden Tagen bis auf tiefere Lagen herab möglich und in den Nächten ist die Ausbildung einer dünnen Schneedecke nicht ausgeschlossen. Oberhalb von etwa 400 bis 600 Meter überdauert die Schneedecke auch den Tag und fasst man die Witterung bis zum Wochenende kurz und bündig zusammen, so handelt es sich um eine nasskalte Witterung mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen (Schneeprognose).

Wo bleibt der Winter?

Trotz zweier - fast optimal - verlaufender Trogstrukturen kam es über Deutschland noch nicht zu einem klassischen Wintereinbruch. Schaut man sich die Temperaturabweichung der ersten sechs Dezembertage im Vergleich zu 1961 und 1990 an, so war das Wetter im Dezember bislang um +1,6 Grad deutlich zu warm. Berechtigt also die Frage - Wo bleibt der Winter mit Schnee, Eis und Frost und wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

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Weiße Weihnachten 2021? Was muss passieren, dass es zum Fest Schnee geben kann?

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten 2021? © Martin Bloch

Schnee, Eis und Frost zum Fest? Sind weiße Weihnachten möglich und welche Wetterlagen wären die Grundvoraussetzungen hierfür? Wir haben uns das einmal genauer angeschaut und ein paar interessante Auffälligkeiten ausmachen können.

Nasskalt mit nachfolgender Milderung. Betrachtet man die Wetterkarten beider Vorhersage-Modelle, so muss man feststellen, dass sich in der zweiten Dezemberdekade eine wenig winterliche Wetterlage wird einstellten können. Das Spektrum der Großwetterlage reicht von einer wilden West- über eine milde Südwestwetterlage bis hin zu einem Betonhoch über Deutschland. Entscheidend wird sein, wie sich eine Hochdruckzone ausbilden und positionieren kann.

Erst nasskalt, dann mild

Bevor die atlantische Frontalzone auf Europa übergreifen kann, erneuert sich der Trog an diesem Wochenende und lässt die Schneefallgrenze bis auf 300 Meter absinken. In Lagen oberhalb etwa 400 bis 600 Meter stellt sich Dauerfrost ein und mit der Ausbildung einer Schneedecke ist zu rechnen. An dieser nasskalten Witterung ändert sich bis zum 11. Dezember nichts. Nachfolgend beendet die atlantische Frontalzone den Trog und führt aus westlichen bis südwestlichen Richtungen mildere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen bis zum 17. Dezember auf +4 bis +8 Grad ansteigen lassen kann. Kommt für längere Zeit die Sonne zum Vorschein, so kann es bis +12 Grad mild werden. Das sieht nicht gerade nach weiße Weihnachten - oder doch?

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Wettertrend Weihnachten 2021: Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Weiße Weihanchten 2021 mit viel Schnee, Eis und Frost? © Martin Bloch

Die aktuelle Wetterlage ist anders als in den Jahren zuvor und brachte über den südlichen Regionen schon den ersten Schnee der Saison. Wie sieht die Wetterentwicklung in der Vorweihnachtszeit aus und wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten 2021?

Pünktlich mit dem Start in den Dezember hat über den mittleren Lagen ordentlich Tauwetter gegeben und unterhalb etwa 700 Meter hat sich der Schnee rasch verflüchtigt. Doch war das Schneefallereignis Ende November ein tolles Schauspiel und nicht nur der frühe Schnee macht Hoffnung, auch die Wetterlage lässt den Spielraum für den Winter offen. Was aber muss passieren, damit weiße Weihnachten möglich sind?

Es muss viel passieren und alles muss passen

Weiße Weihnachten sind selten, das ist allgemein bekannt, denn in den letzten 100 Jahren gab es in der Vorweihnachtszeit gerade einmal in 50 Prozent der Fälle eine Schneedecke zu bestaunen. In Zeiten der Klimaerhitzung hat sich das auf 22 Prozent reduziert und in gerade einmal 12 Prozent gab es noch Schnee zum Fest. Das letzte Mal war das flächendeckend 2010 der Fall. Es bedarf also einer ganz besonderen Wetterlage, die für einen Wintereinbruch bis auf tiefere Lagen sorgen kann.

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Weiße Weihnachten 2021? Weitere Gedankenspiele zum Weihnachtswetter

Winter Wunderland an Weihnachten 2021? © Martin Bloch

Wie wird das Wetter an Weihnachten 2021 - kalt und schneereich, nasskalt bis mild mit Tauwetter oder gar trocken mit frostigen Temperaturen? Mit entscheidend wird sein, wie sich die Großwetterlage in der zweiten Dezember-Dekade entwickeln kann - und da ist in Sachen Winter und Schnee noch nicht Hopfen und Malz verloren.

Pünktlich zum 1. Advent ist es mit einer nördlichen Grundströmung spürbar kühler geworden und die ersten Schneeflocken rieselten auf Deutschland herab. Das war zwar jetzt kein Wintereinbruch im klassischen Sinne, aber immerhin - etwas Winter.

Nasskalt

Der ganz große Wurf gelingt dem Winter in der ersten Dezember-Dekade noch nicht. Die Temperaturwerte werden verbreitet einen nasskalten Charakter annehmen. Winterwetter bleibt den Lagen oberhalb etwa 400 bis 600 Meter vorbehalten. Wie aber sieht die Wetterentwicklung in der zweiten Dezember-Dekade aus und lassen sich schon Muster erkennen, die eine Aussage über das Wetter an Weihnachten 2021 ermöglichen?

Was sich über das Wetter ganz allgemein sagen lässt

  • Klimatologisch wird das Wetter zunehmend wärmer, was Schnee an Weihnachten wenig wahrscheinlich macht. Siehe Mythos Weihnachtstauwetter.
  • Im rechnerischen Schnitt gibt es alle 8,5 Jahre flächendeckend weiße Weihnachten - Schnee zum Fest ist überfällig (letztmalig Flächendeckend 2010)
  • Das Wetter hält sich nicht an Statistiken
  • Der Dezember ist in den letzten 20 Jahren im Schnitt um +1,2 Grad wärmer geworden
  • Die Schneefallgrenze hat sich in den letzten 20 Jahren um 120 bis 180 Meter nach oben verschoben
  • Schnee bis über das Flachland ist nur mit außergewöhnlichen Großwetterlagen möglich
  • Die Großwetterlage verläuft im Jahr 2021 anders als in den Jahren zuvor

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,3 +2,4 +1,2 355 l/m² - extrem zu trocken
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