Wetter Dezember 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Dezember 2017 aktuelle Wettervorhersage vom 19.12.2017 - Turbulentes Dezemberwetter

  • M. Hoffmann

Die atlantische Frontalzone kommt - passend zu Weihnachten - in Schwung und sorgt mit einem recht lebhaften Wind, welcher in Böen auch stürmisch aus südwestlichen Richtungen kommen kann, für ein Ansteigen der Temperaturen. Das Weihnachtstauwetter setzt sich auch in 2017 durch, wobei es in diesem Jahr in einigen Regionen auch was gibt, was weg tauen kann. An Weihnachten 2016 war es bspw. bis auf 2.000 Meter grün, bzw. braun.

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Weihnachtstauwetter bis in höhere Lagen

Der stramme Südwestwind sorgt über die Weihnachtsfeiertage auch für einen Temperaturanstieg auf +1 bis +4 Grad in 1.500 Meter Höhe. Allerdings geschieht das unter Hochdruckeinfluss, was das Tauwetter in höheren Lagen deutlich abschwächt. Dafür pfeift der Wind ganz ordentlich über die höheren Lagen. Verantwortlich hierfür ist die auflebende Wetteraktivität auf dem Atlantik. Hervorgerufen wird diese von einem Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland und einem gleichzeitig passiven Verhalten des Azorenhochs.

Im Ergebnis ergibt sich daraus eine stramme Südwest- bis Westwetterlage.

Weiße Weihnachten nur in höheren Lagen
Weiße Weihnachten nur in höheren Lagen © Martin Bloch

Turbulentes Dezemberwetter

Aber auch für die Zeit nach Weihnachten sieht es nicht viel besser aus. So berechnet das amerikanische Wettermodell ein Tiefdrucksystem nach dem anderen, welches auf Deutschland, die Schweiz und Österreich zu rauscht. Zum aktuellen Stand wären auch Starkwindereignisse bis hin zu orkanartigen Windböen in der Zeit vom 26. bis 31. Dezember und damit auch an Silvester 2017 nicht auszuschließen. Viel Niederschlag mit inbegriffen.

Das europäische Wettermodell berechnet ebenfalls eine recht milde Wetterentwicklung im Zeitraum vom 27. bis 30. Dezember. Dabei wird die Neigung zu Starkwindereignissen aber deutlich schwächer berechnet, da die Tiefdrucksysteme vor Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Süden austrogen und dadurch an Dynamik verlieren. Im Gegenzug könnten aber nach diesen Berechnungen die Temperaturen in 1.500 Meter auf +4 bis +8 Grad ansteigen und für ein kräftiges Tauwetter bis in höhere Lagen sorgen.

Dezember 2017: zu mild

Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen milden und damit wenig winterlichen Dezemberausklang geben wird, ist zum heutigen Stand recht hoch. Auch die Kontrollläufe stützen ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 2 bis 6 Grad zu warmen Zeitraum um und nach Weihnachten. Zurückblickend ist der Dezember bisweilen um 0,6 Grad zu warm und mit den milden Wetteraussichten bis zum Jahresende wird sich der Temperaturüberschuss noch weiter ausbauen können.

Ob sich das im neuen Jahr ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Januar 2018 und heute Abend erfolgt gegen 20:00 Uhr ein Update der Wetterprognose Winter 2017/18 mit der Zusammenfassung der Berechnungen vom Tage mit einem besonderen Blick auf den Polarwirbel, denn hier scheint wieder etwas Bewegung ins Spiel zu kommen.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2019 +10,2 +2,0 +1,3 730 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Dezember

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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