Die atlantische Frontalzone kommt - passend zu Weihnachten - in Schwung und sorgt mit einem recht lebhaften Wind, welcher in Böen auch stürmisch aus südwestlichen Richtungen kommen kann, für ein Ansteigen der Temperaturen. Das Weihnachtstauwetter setzt sich auch in 2017 durch, wobei es in diesem Jahr in einigen Regionen auch was gibt, was weg tauen kann. An Weihnachten 2016 war es bspw. bis auf 2.000 Meter grün, bzw. braun.

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Weihnachtstauwetter bis in höhere Lagen

Der stramme Südwestwind sorgt über die Weihnachtsfeiertage auch für einen Temperaturanstieg auf +1 bis +4 Grad in 1.500 Meter Höhe. Allerdings geschieht das unter Hochdruckeinfluss, was das Tauwetter in höheren Lagen deutlich abschwächt. Dafür pfeift der Wind ganz ordentlich über die höheren Lagen. Verantwortlich hierfür ist die auflebende Wetteraktivität auf dem Atlantik. Hervorgerufen wird diese von einem Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland und einem gleichzeitig passiven Verhalten des Azorenhochs.

Im Ergebnis ergibt sich daraus eine stramme Südwest- bis Westwetterlage.

Weiße Weihnachten nur in höheren Lagen
Weiße Weihnachten nur in höheren Lagen © Martin Bloch

Turbulentes Dezemberwetter

Aber auch für die Zeit nach Weihnachten sieht es nicht viel besser aus. So berechnet das amerikanische Wettermodell ein Tiefdrucksystem nach dem anderen, welches auf Deutschland, die Schweiz und Österreich zu rauscht. Zum aktuellen Stand wären auch Starkwindereignisse bis hin zu orkanartigen Windböen in der Zeit vom 26. bis 31. Dezember und damit auch an Silvester 2017 nicht auszuschließen. Viel Niederschlag mit inbegriffen.

Das europäische Wettermodell berechnet ebenfalls eine recht milde Wetterentwicklung im Zeitraum vom 27. bis 30. Dezember. Dabei wird die Neigung zu Starkwindereignissen aber deutlich schwächer berechnet, da die Tiefdrucksysteme vor Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Süden austrogen und dadurch an Dynamik verlieren. Im Gegenzug könnten aber nach diesen Berechnungen die Temperaturen in 1.500 Meter auf +4 bis +8 Grad ansteigen und für ein kräftiges Tauwetter bis in höhere Lagen sorgen.

Dezember 2017: zu mild

Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen milden und damit wenig winterlichen Dezemberausklang geben wird, ist zum heutigen Stand recht hoch. Auch die Kontrollläufe stützen ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 2 bis 6 Grad zu warmen Zeitraum um und nach Weihnachten. Zurückblickend ist der Dezember bisweilen um 0,6 Grad zu warm und mit den milden Wetteraussichten bis zum Jahresende wird sich der Temperaturüberschuss noch weiter ausbauen können.

Ob sich das im neuen Jahr ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Januar 2018 und heute Abend erfolgt gegen 20:00 Uhr ein Update der Wetterprognose Winter 2017/18 mit der Zusammenfassung der Berechnungen vom Tage mit einem besonderen Blick auf den Polarwirbel, denn hier scheint wieder etwas Bewegung ins Spiel zu kommen.

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