Die Temperaturen bleiben über dem Süden mit +10/+15 Grad, örtlich bis +18 Grad bis einschließlich Freitag noch auf einem relativ hohen Niveau, während es von Norden her mit +4/+8 Grad langsam kühler werden kann. Ab dem Wochenende gleichen sich die Temperaturen mit +4/+8 Grad weiter an und können zum Start in die Neue Woche noch etwas weiter zurückgehen, so dass in den Nächten ab Sonntag wieder mit Nacht-, bzw. Bodenfrost zu rechnen ist. Niederschläge sind kaum zu erwarten und wenn doch, dann meist in Form von etwas Niesel- oder Sprühregen - zwischendurch kann aber auch immer wieder einmal die Sonne auch für längere Zeit zum Vorschein kommen (Details s. Wettervorhersage November).

Die Großwetterlage wird von den Wettermodellen zum 28. November einheitlich berechnet. So liegt über England ein Hochdrucksystem mit einem nach Norden aufstrebenden Hochdruckkeil, während über dem östlichen skandinavischen Raum ein Tiefdrucksystem positionieren kann. In Folge dieser Kombination werden kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt und können vom 28./29. November den Osten von Deutschland erreichen, so dass die Tageswerte am 29. November über Ostdeutschland mit +0/+4 Grad weiter zurückgehen können - Dauerfrost wäre in Lagen ab ca. 500 Meter möglich. Über Westdeutschland kann sich die kalte Luft nicht überall durchsetzen, so dass die Tageswerte mit +2/+7 Grad etwas milder ausfallen können.

Bis Ende November differenzieren sich die Wettermodelle wieder in ihren Berechnungen, was erneut bestätigt, wie komplex die Wetterentwicklung Anfang Dezember derzeit noch ist. Das amerikanische Wettermodell verlagert das Hochdrucksystem bis Ende November in seiner Simulation von England über das östliche Europa, während zur gleichen Zeit sich Tiefdrucksysteme über Island und Skandinavien befinden können. In Folge dessen gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz Ende November in eine gemäßigt milde Südanströmung der Luftmassen, was die Temperaturen auf +1/+5 Grad über dem Osten und +4/+8 Grad über dem Westen ansteigen lassen kann - insgesamt wenig winterlich.

Für die ersten Dezember-Tage berechnet das amerikanische Wettermodell eine stärkere Tiefdruckaktivität im Bereich zwischen einer von Skandinavien nach England verlaufenden Tiefdruckachse, so dass Deutschland, die Schweiz und Österreich auf die aktiv-dynamische Vorderseite der Tiefdruckachse gelangen kann. In Folge daraus können mit einer südwestlichen Grundströmung die milden Temperaturen bis zum 3. Dezember erhalten bleiben, gleichzeitig kann aber auch der Wind und die Niederschlagswahrscheinlichkeit zunehmen. Ab dem 3. Dezember kann sich das Azorenhoch nach Norden aufwölben und für eine Wiederherstellung des meridionalen Zirkulationsmusters sorgen - was das für Auswirkungen auf die Folgetage haben kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Winterprognose.

Das europäische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem Ende November im Bereich zwischen dem Atlantik, England, Frankreich und der Mittelmeerregion, während sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem positionieren kann. Somit gelangt Deutschland Ende November in eine westlich bis nordwestliche Grundströmung, was die Temperaturwerte zwar etwas ansteigen lassen kann, diese aber mit +0/+4 Grad über dem Nordosten und +2/+6 Grad über dem Südwesten kühler sein können, als wie die der Simulation des amerikanischen Wettermodells - in Summe aber ebenfalls wenig winterlich. Das Hochdrucksystem strebt bis zum 2. Dezember nach Nordwesten in Richtung Grönland, wird aber von einem kräftigen Tiefdrucksystem über Neufundland blockiert, so dass sich an der Großwetterlage bis zum 2. Dezember nur wenig verändert. Die Hochdruckachse neigt sich von Nordwest nach Südost, so dass Deutschland von Nordosten mehr und mehr in den Einflussbereich des Tiefdrucksystem über Skandinavien gelangen kann. So kann demnach die Niederschlagsneigung Anfang Dezember zunehmen, während die Temperaturen weiterhin im nasskalten Bereich verbleiben können. Bis zum 3. Dezember "drückt" das Tief zwischen Neufundland und den Azoren das Hoch noch weiter nach Osten, so dass dieses sich über den Bereich der Mittelmeerregion bis über Deutschland verlagern kann. In Summe wenig winterlich und ein eher nasskalter Witterungscharakter.

So ändert sich gegenüber den letzten Tagen wenig, die Simulationen zeigen, bzw. bestätigen aber, wie knapp das Ganze ist und Deutschland mehr oder minder zwischen den Fronten liegt. Kommt es nun zu einer geringen Verschiebung des gesamten Systems etwas weiter nach Westen, so wäre mit einem Wintereinbruch zu rechnen - verschiebt es sich jedoch noch etwas weiter nach Osten, so wären milde Temperaturen zu erwarten.

Die Kontrollläufe stützen eine nasskalte Temperaturentwicklung Anfang Dezember mehrheitlich und bereits seit Tagen, bestätigen aber ebenfalls das breite Entwicklungsspektrum. Insbesondere die Variante des amerikanischen Wettermodells bewegt sich im oberen Bereich der Kontrollläufe, während es gestern Abend noch der untere Bereich war. So liegt das Temperaturspektrum exemplarisch am 2. Dezember zwischen -3/+9 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad über dem Norden und Osten und +5 Grad über dem Westen und Süden. Ob es dennoch für Winterwetter im ersten Dezember-Drittel reichen kann und wie die Wahrscheinlichkeiten hierzu stehen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2016/17.

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