Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 26.01.2018 - Wie nachhaltig ist der Kaltlufteinbruch Anfang Februar?

Der Wetterwechsel, welcher von den Wettermodellen seit Tagen für Anfang Februar berechnet wird, bleibt auch in den Simulationen von heute Nachmittag erhalten. So wird es mit dem Durchzug eines kleinen Randtiefsystems zum 31. Januar und 1. Februar nicht nur windig mit erhöhtem Potential für Starkwindereignisse, sondern kurzzeitig auf der Vorderseite milder und auf der Rückseite schnell kälter. So sind am 31. Januar noch Temperaturen von bis zu +12 Grad über dem Süden zu erwarten, während es von Norden mit +1 bis +4 Grad schon spürbar kälter werden kann. Bis zum 2. Februar haben sich die kalten Luftmassen über ganz Deutschland wohl durchsetzen können und so sind bei -2 bis +2 Grad über dem Osten und Süden und +0 bis +4 Grad über dem Norden und Westen, Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich. Mit der Ausbreitung einer Schneedecke kann ab den mittleren Lagen gerechnet werden.

Ein Hauch von Winter Anfang Februar

Kommt die Kaltluft so wie in der aktuellen Wettervorhersage für Februar 2018 berechnet nach Deutschland, so wären bis einschließlich dem 2. Februar bei einem nasskalten Wettercharakter Schneemengen von 0 bis 2 cm in tieferen und 1 bis 6 cm ab den mittleren Lagen möglich. Im Stau der Alpen werden aktuell 5 bis 18 cm berechnet. Also nur in Teilen winterlich - eher nasskalt!

Milderung und Tauwetter

Man sagt immer gerne so schön: ein Sturm ist der Türöffner für den Winter. Warum? Meist zieht ein Tiefdrucksystem von der Nordsee über Deutschland hinweg und führt auf seiner Rückseite kältere Luftmassen nach Deutschland, geschieht das nun noch in Kombination mit einem Hochdrucksystem westlich von Europa in einer Art Blockadehaltung, so kann das Sturmtief auch einen Trog über Mitteleuropa auslösen. Vorderseitig aber wird es erst einmal milder.

So berechnet das amerikanische Wettermodell heute Nachmittag den Durchzug eines kräftigen Tiefdrucksystems vom 3. bis 4. Februar und sorgt nicht für kräftige - teils auch stürmische - Windböen, sondern auch für ein Ansteigen der Temperaturen auf +5 bis +10 Grad bei einer recht hohen Niederschlagsneigung. Sprich: der Schnee von den Vortagen ist rasch bis in die höheren mittleren Lagen wieder abgetaut.

Winterwetter?

Der Winter kommt nur allzu gerne in Etappen. So auch in den Berechnungen von heute. Das Tiefdrucksystem schwenkt durch und wird mit seinen Gradienten ab dem 5. und 6. Februar deutlich schwächer. Gleichzeitig erstreckt sich das Tiefdrucksystem aber von England über Skandinavien bis über die südöstliche Mittelmeerregion und nimmt somit weite Teile von Mitteleuropa ein. Auf dem Atlantik baut sich eine Hochdruckverbindung vom Azorenhoch bis über Skandinavien auf. Somit wird zum einen die atlantische Frontalzone mit ihren milden Tiefdrucksystemen blockiert und zum anderen kann das Tiefdrucksystem über Mitteleuropa kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führen. So können die Temperaturen zum 6. Februar bis nahe an die 0 Grad Grenze absinken und ab dem 7. Februar größtenteils um, bzw. auch unter 0 Grad liegen.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel amerikanisches Wettermodell - Kommt das Skandinavienhoch? Wettermodell © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf Schnee zu den Winterferien?

Winterfans sollten skeptisch bleiben. Zwar wird diese winterliche Wetterentwicklung zum wiederholten Male berechnet, aber ebenso zum wiederholten Male ist das amerikanische Wettermodell der kalte Ausreißer. Schaut man sich die einzelnen Kontrollläufe an, so stellt man schnell fest, dass diese sich in keiner Art und Weise konsistent zueinander verhalten. Entsprechend groß ist der Entwicklungsspielraum - auch für mildere Varianten. So sind in den kommenden Stunden noch Veränderungen zu erwarten.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 26.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Der Winter hat seine Chancen

Der AO-Index wird weitgehend negativ berechnet, der NAO-Index neutral bis leicht positiv. Das spricht nicht gerade für eine länger andauernde Hochdruckblockade auf dem Atlantik, schließt aber eine gestörte Zirkulation mit einem Hochdrucksystem über Skandinavien nicht aus. Schaut man sich die Simulationsgrafik des amerikanischen Wettermodells genauer an, so erkennt man den nahezu perfekt ausgebildeten Wirbel über Kanada und Grönland. Schafft es nun ein Hochdrucksystem nicht, sich dem entgegen zustellen, geht das Winterwetter im Februar gerade so weiter, wie es im Januar aufhört. Kurzum: die Entwicklung des Zirkulationsmusters lässt eine winterliche Wetterlage über Mitteleuropa zu, ob diese aber auch genutzt werden, wird sich zeigen müssen. Die nächste Aktualisierung der Winterprognose erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
In den Berechnungen von heute Nachmittag zeigte sich, dass das amerikanische Wettermodell mit einem Skandinavienhoch mitunter einen der kältesten Varianten der Kontrollläufe berechnete. Heute Abend folgte eine kleine Abwandlung der Variante.

Skandinavienhoch?
Der Fahrplan sieht nach dem amerikanischen Wettermodell heute Abend wir folgt aus. Wetterumschwung Anfang Februar mit deutlich kühleren Temperaturen und Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab. Das Potential für die Ausbreitung einer Schneedecke bis auf mittlere Lagen herab (300 bis 500 Meter) ist als hoch einzustufen. Die kalte Luft kommt aber über Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht zur Ruhe und wird durch mildere Luftmassen in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar ausgetauscht werden können. Verantwortlich hierfür ist einer weiteres Tiefdrucksystem, welches von Island über England und die Nordsee nach Deutschland reinziehen kann. So ist vorderseitig die Zufuhr milderer Luftmassen möglich.

Im Unterschied aber zu heute Nachmittag verlagert sich das Tiefdruckkonstrukt nicht weiter nach Osten und bleibt zwischen England, Deutschland und Skandinavien "stehen". So geht der Trog im Zeitraum vom 4. bis 6. Februar weiter westlich nieder, was auch auf die Ausbildung der Hochdruckachse in Richtung Skandinavien Auswirkungen haben kann. Zum aktuellen Stand kommt diese nicht zu Stande und somit wird der Ansatz des Troges von nachfolgenden Tiefdrucksystemen abgeschnürt werden können. Statt winterliches Wetter wäre im ersten Februar-Drittel eine nasskalte Wetterentwicklung zu erwarten.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Trog Achse befindet sich vor Mitteleuropa © www.meteociel.fr


Ein weiteres Hin und Her ist zu erwarten
Es bleibt so wie es ist - alles bleibt möglich. Warum das so ist? Weil die Entwicklung des Polarwirbels eine entscheidende Rolle spielt. Veränderungen führen weiter südlich zu starken Turbulenzen, bzw. Veränderungen und so lange nicht geklärt ist, wie die Hochdrucksysteme in Richtung Polarregion vordringen werden, ist mit weitern Schwankungen zu rechnen.

Noch einmal kurz zur Erinnerung: heute Nachmittag war das amerikanische Wettermodell nach den Kontrollläufen eine der kältesten Varianten, heute Abend gehört es zu den wärmeren, währen die Kontrollläufe selbst insgesamt kühler geworden sind. So liegt das Temperaturspektrum am 3. Februar zwischen -3 bi s+9 Grad (Mittelwert: +1 Grad über dem Norden und +2 Grad über dem Süden; HL: +7 Grad) und am 8. Februar zwischen -10 bis +10 Grad (Mittelwert: 0 Grad; HL: +2 Grad).

Geht es im Übrigen nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells, so kann sich der Winter im Zeitraum vom 2. bis 4. Februar mit Dauerfrost weitgehend durchsetzen. Der Unterschied zum amerikanischen Wettermodell ist der, dass das Tiefdrucksystem deutlich weiter östlich liegt und somit den Trog über Deutschland, Österreich und der Schweiz niedergehen lassen kann. Ob sich zum 5. Februar die atlantische Frontalzone wieder durchsetzen kann, bleibt abzuwarten, wäre aber plausibel, da die Struktur des aktiven Polarwirbels über Kanada und Grönland als intakt bewertet werden kann.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem europäischen Wettermodell - Der Trog weicht nach Osten aus © www.meteociel.fr


Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 27. Januar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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