Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktueller Wettertrend vom 30.08.2017 - Skandinavienhoch hat seine Chancen

Mit dem Herbstbeginn am 1. September kommt es auch zu einem markanten Wechsel der Großwetterlage, welche das Wetter Anfang September regnerisch und teils auch herbstlich kühl ausfallen lassen kann, was im Schwerpunkt über dem Osten und Süden der Fall sein kann.

Großwetterlage wenig herbstlich

Die Überschrift mag paradox klingen, aber sorgte eine rege Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bisweilen für einen durchwachsenen Sommer mit einem Auf und Ab der Temperaturen, so unterbindet ein Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Skandinavien die Tiefdruckrinne über dem skandinavischen Raum. Und je nachdem wie sich das Skandinavienhoch ausbilden kann, steht es doch meist für einen stabilen Wettercharakter im Herbst. In Folge ergeben sich drei wesentliche Entwicklungsvarianten, welche die Wetterprognose in der Übergangsphase für die ersten Herbsttage komplex machen.

  • In der ersten Variante positioniert sich das Hoch über Skandinavien und es gelingt dem Hochdruckgebiet gleichzeitig sich in Richtung Mittelmeerregion auszuweiten. In Folge dessen würde die Niederschlagsneigung ab dem 2./3. September abklingen und die Temperaturen würden in den Jahreszeit typischen Bereich ansteigen, bzw. auch darüber im zu warmen Bereich liegen können.
  • In der zweiten Variante gelingt es dem Hochdruckgebiet nicht sich bis über die Alpen in Richtung Süden auszudehnen und somit besteht die "Gefahr", dass das Hoch von der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik "unterwandert" wird. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden in diesem Fall in einer relativ warmen Südwestströmung liegen, jedoch wäre der Wettercharakter als äußerst wechselhaft zu bewerten.
  • In der dritten Wetterentwicklung würde das Tiefdrucksystem der kommenden Tage durch den Aufbau des Hochdruckkeils abgeschnitten werden und sich über dem östlichen Deutschland und Europa ausregnen können. Gleichzeitig aber stabilisiert sich das Hoch über dem skandinavischen Raum. In folge daraus wäre bis zum 5. September mit einem regnerischen Wettercharakter bei relativ kühlen Temperaturen zu rechnen, im weiteren Verlauf aber setzt sich der hohe Luftdruck durch und sorgt vom 5. bis 12. September für ein spätsommerlichen und weitestgehend trockenen Wettercharakter.

Erst regnerisch und kühl, dann Hochdruck?

Die Kontrollläufe bestätigen den Wettertrend der letzten Tage. Das Tiefdrucksystem sorgt vom 30. August bis 2. September für eine rege Niederschlagsneigung, welche über dem Süden und Osten ihren Schwerpunkt finden kann. Darüber hinaus gewinnt das Hochdrucksystem mehr an Einfluss und die Niederschlagsberechnungen sind vom 3. bis 9. September als leicht erhöht zu bewerten und steigen zur zweiten Septemberdekade etwas an.

Die Temperaturen liegen vom 1. bis 4. September mit 1 bis 5 Grad unter dem Jahreszeit typischen Niveau und steigen nach den Berechnungen der Kontrollläufe darüber hinaus in den normalen bis leicht zu warmen Bereich an. So liegt das Temperaturspektrum am 6. September zwischen +14 bis +26 Grad (Mittelwert: +19 bis +21 Grad) und am 13. September zwischen +13 bis +28 Grad (Mittelwert: +19 bis +20 Grad). Um noch einmal auf die "paradoxe" Überschrift zum Beginn zurückzukommen - typisch kühles und regnerisches Herbstwetter sieht anders aus und es ist zum heutigen Stand nur von einer vorübergehend herbstlichen Wetterphase zum Septemberbeginn auszugehen.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 30.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell Wettertrend Herbst und Winter

Die primären Randfaktoren (QBO, La Nina, El Nino, Sonnenfleckenzyklus, Klimawandel etc.), welche das Wetter im Herbst und Winter beeinflussen können, werden wir in den kommenden Wochen genauer untersuchen. Für uns sprechen die aktuellen Randfaktoren aber für eine Normalisierung des Winterwetters in der Saison 2017/18, welches letzten Endes einen leicht zu warmen Trend aufweisen könnte. Warum? Die Strömungsverhältnisse haben sich gegenüber den letzten Jahren - als die Winter allesamt deutlich zu warm ausgefallen sind - verändert und so steigt die Wahrscheinlichkeit für ein kühleres (nicht zu kaltes) Muster für den Herbst und den Winter.

Demgegenüber steht aber das Langfristmodell, welches die Herbstmonate von September bis November mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad durchweg als normal und im Trend leicht zu warm berechnen, während der Winter 2017/18 nach wie vor mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +2 Grad von Dezember 2017 bis Februar 2018 zu warm berechnet wird.

In der Niederschlagsberechnung des Langfristmodells ist der September 2017 als normal, der Oktober als zu trocken und der November, Dezember, Januar und Februar als leicht zu nass zu interpretieren. Das Hochdrucksystem Anfang September könnte also schon einmal einen wesentlichen Impuls für den Herbst setzen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 30.08.2017

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns