Nach den sehr kalten Temperaturen von teils bis -18/-8 Grad in den Nächten und -12/-5 Grad tagsüber über dem süddeutschen Raum setzt sich in den Abendsimulationen des amerikanischen Wettermodells die Milderung im Zeitraum vom 8./12. Januar langsam durch. Gegenüber heute Nachmittag allerdings langsamer, was die Milderung ab den mittleren Lagen ab ca. 400-600 Meter weiterhin in Frage stellt. Für tiefere Lagen nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Milderung mit einer abschmelzenden Schneedecke - wie bereits über dem Norden - auch über dem Süden im Zeitraum vom 9./13. Januar zu. Zwar kann mit einer nordwestlichen Grundströmung kurzweilig noch einmal etwas Schnee hinzukommen, dass ändert aber nichts an dem grundsätzlich für tiefere Lagen nasskalten Wettercharakter.

So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 10. Januar zwischen -8/+9 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad über dem Norden und Westen, +1 Grad über dem Süden und 0 Grad über dem Osten) und am 17. Januar zwischen -7/+7 Grad (Mittelwert: -1 Grad über dem Osten, 0 Grad über dem Süden und +1 Grad über dem Norden). So bestätigt sich auch nach den Kontrollläufen ein weitgehend nasskalter Wettercharakter im zweiten Januar-Drittel mit Optionen auf Schnee und Winter ab den mittleren Lagen. Der Vergleich der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) gegenüber heute Nachmittag liegt am 13. Januar bei 35/55/10 (heute Mittag: 40/35/25) und am 18. Januar bei 40/50/10 (heute Mittag: 35/50/15). Für die Jahreszeit deutlich zu warme Varianten haben weiterhin eine geringere Eintreffwahrscheinlichkeit und stützt erneut die nasskalte Variante für tiefere Lagen mit Option auf Winter ab den mittleren Lagen.

Das europäische Wettermodell stützt die Milderung nach dem 8. Januar mehrheitlich mit einer überwiegend nordwestlichen und damit für die tieferen Lagen ebenfalls nasskalten Grundströmung. Wir sind die Tage einmal gefragt worden, was "nasskalt" denn genau bedeutet: Temperaturen zwischen -1/+5 Grad, dazu Niederschlag, mal als Schnee, mal als Schneeregen, Graupel oder eben nur als Regen - winterlich kann eine nasskalte Wetterlage erst ab Lagen zwischen 400-600 Meter werden, wobei sich auch hier kurzweilig Schneeregen oder Regen darunter mischen kann. Kurzum: zu kalt um zu warm zu sein, aber zu warm um winterlich zu sein.

Anmerkung: es handelt sich hierbei um ein Update und Ergänzung der Winterprognose von heute Morgen und der von heute Nachmittag.

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