Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 10. November

Es kommt Bewegung ins Spiel. Das fortdauernde "anrennen" der Tiefdrucksysteme gegen das "Hochdruckbollwerk" zeigt langsam Wirkung. So bleibt im Verlauf der Woche das Wetter über dem Norden unbeständig und windig - über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee in Böen zeitweilig auch stürmisch, während über dem Süden überwiegend der hohe Luftdruck (noch) das Wetter dominieren kann. Am Wochenende zeigt sich in der Wetterentwicklung einer weiterer "Meilenstein", welcher auch über dem Süden das Wetter zunehmend "ungemütlicher" und herbstlicher gestalten kann.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 15./17. November die Enstehung einer dreier Tiefdruckkette zwischen Neufundland, Island/England und dem östlichen Skandinavien, welche auf ihrem südlichen Gradienten die Entwicklung von Randtiefsystemen ermöglichen könnten. Dadurch gelingt es der Tiefdruckrinne sich weiter nach Süden zu positionieren, was im Zeitraum vom 15./20. November zu vermehrten Niederschlag, aber eben auch zu Starkwindereignissen führen kann. Mit den Temperaturen geht es während dieses Prozesses Auf und Ab - Vorderseitig können die Werte auf +12/+16 Grad ansteigen, während der Übergangsphase auf +8/+12 Grad und mit der nachfolgenden Rückseite auf +5/+10 Grad absinken, bevor das "Spiel" wieder von vorne beginnen kann. So eine Tiefdruckkette endet im weiteren Verlauf zumeist in einem Zentraltief, welches das amerikanische Wettermodell im Zeitraum zwischen dem 20./25. November im Bereich zwischen Island und England simuliert, während sich über dem östlichen Mittelmeer der hohe Luftdruck behaupten kann. In Folge daraus würde das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa erneut auf südwestliche Richtungen drehen und milde bis warme und auch feuchte Luftmassen über Deutschland, Schweiz und Österreich hinwegführen. Nasskalte Temperaturen oder gar ein Wintereinbruch wäre nach dieser Simulation bis zum 25. November wenig wahrscheinlich.

Das europäische Wettermodell berechnet ebenfalls eine höhere Tiefdruckaktivität über dem Atlantik, wobei sich die Kerntiefsysteme bis zum 20. November überwiegend über dem skandinavischen Raum positionieren können. In Folge daraus kommt es zunächst - wie nach dem amerikanischen Wettermodell - zu einem Auf und Ab der Temperaturen, welche Rückseitig zum 20. November auch nasskalte Werte in Aussicht stellen können. Aber auch nach dem europäischen Wettermodell ist ein Wintereinbruch bis auf mittlere Lagen hinab wenig wahrscheinlich.

Gibt es noch andere Varianten? Ja, die gibt es. Nicht unwahrscheinlich ist eine Tiefdruckverlagerung nach Osten, welche bereits in den letzten Tagen hin und wieder simuliert wurden. So könnte eine finale Tiefdruckposition über dem östlichen Skandinavien/Barentssee zu einer Kaltluftadvehierung in Richtung Süden führen, was das Hoch über dem Süden dazu anregen mag, sich nach Norden aufzuwölben. Das aktive Atlantik Wetter könnte demnach blockiert werden, was zu einer Beruhigung der Wetterlage mit nachfolgender Abkühlung über Deutschland, der Schweiz und Österreich führen kann. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die Kontrollläufe stützen mit ihrem Temperaturmittelwert einen langsamen, aber dennoch steten Temperaturrückgang im zweiten November-Drittel. So liegt das Temperaturspektrum am 13. November zwischen +9/+15 Grad (Mittelwert: +11/+12 Grad über dem Norden und Westen und +13/+14 Grad über dem Süden und Osten) und am 20. November zwischen +4/+12 Grad (Mittelwert: +8/+9 Grad). Blickt man noch etwas weiter in die Zukunft, so liegt das Temperaturspektrum am 25. November zwischen -2/+12 Grad bei einem Mittelwert welcher sich mit +5/+6 Grad weiter dem für die Jahreszeit-typischen Wert annähert. Was lässt sich daraus schließen? Die Hochdruckdominanz neigt sich mit zunehmender Wahrscheinlichkeit ihrem Ende zu. Etwas deutlicher zeigt sich das in der Niederschlagserwartung der Kontrollläufe, welche im Zeitraum zwischen dem 13./20. November über dem Norden, Westen und Osten eine rege Niederschlagsaktivität simulieren, welche ab dem 17. November auch auf die südlichen Regionen übergreifen kann. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+11), so liegen diese am 20. November bei 10/65/25 und am 25. November bei 30/55/15. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für Schnee? Die Wahrscheinlichkeiten für nasskalte Werte, welche ab mittleren Lagen für Schneefall sorgen könnten, liegen bspw. am 25. November bei rund 20 Prozent.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns