Geht es nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle, so baut sich Anfang November über dem östlichen bis nordöstlichen Europa ein kräftiges Hochdrucksystem auf, während zeitgleich der tiefe Luftdruck auf dem Atlantik dagegen "anrennt" es jedoch zum heutigen Stand nicht schafft, sich gegen das Hochdrucksystem durchzusetzen. So bleibt die Wetterentwicklung für Deutschland spannend und komplex, da Deutschland sich in der "ungünstigsten" Variante zwischen beiden Systemen befinden kann. So ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in den ersten November-Tagen mit einer südlichen Anströmung der Luftmassen über Deutschland zu rechnen, was die Temperaturen für die Jahreszeit im zu milden bis zu warmen Bereich liegen lassen kann - ob Niederschlag eine Rolle spielen wird, bliebt noch mit der Position der Systeme zueinander abzuwarten. Interessant sind die Simulationen hinsichtlich der Verstärkung des Hochdrucksystems, welches in einigen Varianten einen Kerndruck von bis zu 1050 hPa aufbauen kann. Das liegt u.a. im tiefen Luftdruck auf dem Atlantik, aber im Wesentlichen an der unterstützenden Position eines Tiefdrucksystems, welches auf der östlichen Flanke des Hochdrucksystems kühle Luftmassen von der Barentssee über das östliche Europa führen kann. Je nach Hochdruckposition könnten unter bestimmten Voraussetzungen diese kühlen Luftmassen noch im ersten November-Drittel nach Deutschland geführt werden, was in Folge die Temperaturen auf ein nasskaltes Niveau absinken lassen könnte. Wie wahrscheinlich sind diese Varianten? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+6) / normal (+7/+12) / zu warm (>+13) liegen am 3. November bei 25/60/15 und am 7. November bei 35/55/10 und weisen einen überwiegend normalen Temperaturverlauf aus, welcher in seiner Wahrscheinlichkeit im weiteren Verlauf eher zu kalt als zu warm ausfallen kann. Das Langfristmodell simuliert für den November mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine normale bis leicht zu warme Temperaturentwicklung, welche in den Monaten von Dezember bis Februar mit einer Abweichung von +1/+3 Grad weiterhin zu warm bis deutlich zu warm ausfallen kann. So steht das Langfristmodell weiterhin konträr gegenüber den Randfaktoren (El Nino, QBO, Sonnenzyklus, Statistik etc.), welche Rückschlüsse für einen eher normalen bis zu kühlen Temperaturverlauf im Winter zulassen. So stehen sich Randfaktoren und die Berechnungen des Langfristmodells weiterhin in unterschiedlicher Ausprägung widersprüchlich gegenüber, was einen Witterungstrend für die Wintermonate - zum heutigen Stand - weiterhin erschwert.

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