Etwas Schnee ist in den höheren Lagen der Mittelgebirge und des Schwarzwaldes bis zum Freitag zu erwarten und ein teils kräftiger Neuschneezuwachs ist über den Alpen der östlichen Schweiz, westlichen Österreich und Deutschland möglich. Erst zum Wochenende lässt nach der aktuellen Wettervorhersage die Niederschlagsneigung bei ansteigenden Temperaturen allmählich nach. Der Grund für die trübe und unbeständige Witterung bei nasskalten Temperaturen ist ein Tiefdrucksystem, welches sich mit seinem Kerngebiet zwischen Deutschland, dem westlichen Frankreich und den Alpen bewegen kann. In Detail können sich in den kommenden Stunden - Aufgrund der Zugbahn - noch Veränderungen der Niederschlagssituation ergeben. Im Zeitraum von 18./23. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell über dem Westen ein Hochdrucksystem zwischen Island und England, welches sich bis zum 22. Oktober direkt über England positionieren kann. In Folge daraus bleibt das in den kommenden Tagen wetterbestimmende Tiefdrucksystem in der Nähe von Deutschland und beeinflusst das Wetter überwiegend mit Wolken bei einer geringen Niederschlagserwartung und gemäßigten Temperaturen. Im Zeitraum vom 20./24. Oktober sammeln sich im Bereich zwischen Grönland und dem europäischen Nordmeer kalte Luftmassen polaren Ursprungs an, so dass Tiefdrucksysteme am nördlichen Hochdruckgradienten an Intensität und Dynamik zunehmen können. In Folge kommt es nach der aktuellen Simulation zum 22. Oktober zu einem dynamisch-aktiven Abtropfvorgang, welcher zum heutigen Stand Deutschland von Nordwest nach Südost überqueren kann. In Folge daraus können auch die kühlen Luftmassen über dem europ. Nordmeer "angezapft" und über das östliche Europa geführt werden - ob der Osten von Deutschland davon betroffen sein kann, bleibt zum heutigen Stand fraglich. So ist nach dieser Simulation im Zeitraum zwischen dem 21./23. Oktober mit einem unbeständigen und windigen Wettercharakter bei teils kühlen Temperaturen zu rechnen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Simulation komplett abweichend gegenüber der des amerikanischen Wettermodells. Anstatt sich das Hoch über dem Westen stabilisieren kann, verlagert es sich zwischen dem 18./23. Oktober von England direkt über Deutschland, so dass der zu Grunde liegende Wettercharakter trocken und die Temperaturen im milden bis warmen Bereich liegen können, was dem Wettercharakter des "goldenen Oktobers" durchaus nahe kommen kann. Was ist wahrscheinlicher? In den letzten Tagen zeigte sich Aufgrund der unterschiedlichen Hochdruckpositionen noch ein breiteres Entwicklungsspektrum für das letzte Oktober-Drittel. Die Kontrollläufe werden hierzu etwas konkreter und unterstützen mehrheitlich im Zeitraum vom 19./25. Oktober eine schwache Niederschlagsausprägung bei einem ansteigenden Temperaturniveau. So liegt das Temperaturspektrum am 19. Oktober zwischen +7/+17 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad) und am 24. Oktober zwischen +2/+18 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad). Sind damit die kalten Variationsmöglichkeiten der letzten Tage vom "Tisch"? Kalte Varianten werden weiterhin simuliert, doch gestützt wird zunehmend ein sich normalisierender Temperaturtrend. Deutlicher wird das anhand der Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+16) / zu warm (>+17), welche am 23. Oktober bei 40/35/25 und am 28. Oktober bei 30/60/10 liegen. Betrachtet man die Wahrscheinlichkeiten der Varianten für deutlich zu kalte Temperaturverhältnisse (< +5 Grad), so liegt die Wahrscheinlichkeit in etwa bei 20 Prozent. Anders ausgedrückt bestätigt sich der Trend der letzten Tage für zu kühle Temperaturwerte im letzten Oktober-Drittel heute nicht, bzw. nur bedingt - deutlich wahrscheinlicher sind Jahreszeit-typische Temperaturwerte.

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