Deutschland gelangt in den kommenden Tagen z.T. in den Einflussbereichs eines kräftigen Tiefdruckkomplexes über dem Atlantik - allerdings kann das Hoch über dem östlichen Europa "dagegen halten", so dass es über dem Westen und Südwesten von Deutschland häufiger zu teils kräftigen Niederschlägen als über dem Osten kommen kann. Aus dieser Konstellation der Wettersysteme heraus stellt sich eine überwiegend südliche Strömungskomponente ein, welche warme Luftmassen über die Alpen nach Deutschland führen kann. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich die Niederschläge verteilen können, wahrscheinlich sind jedoch Werte über dem Westen von +18/+24 Grad und über dem Osten zwischen +22/+26 Grad, örtlich auch bis +28 Grad. Wie geht es weiter? Geht es nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle, so gibt es im Zeitraum zwischen dem 18./24. September drei wesentliche Entwicklungsszenarien. Zum einen strömen über Grönland kühlere Luftmassen nach Süden, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter antreiben kann und es dem Hoch über dem östlichen Europa zunehmend schwerer fallen wird, sich dort zu behaupten. In Folge daraus könnte sich zum Wechsel in das letzte September-Drittel die atlantische Frontalzone mit wechselhaften, windigen und kühlen bis mäßig warmen Temperaturen durchsetzen. In der zweiten Variante kann das Hoch über dem östlichen Europa eine Hochdruckbrücke zum Hoch Mittelmeer/Azoren aufbauen und quer über Mitteleuropa verlaufen. Die Konsequenz hieraus wäre eine Südwestwetterlage, bei der die atlantische Frontalzone kaum Möglichkeiten haben wird, sich bis nach Mitteleuropa durchzusetzen. Nichtsdestotrotz wäre über dem Nordwesten eine höhere Niederschlagsneigung und etwas kühlere Temperaturen als über dem Südosten zu erwarten. In der dritten Variante strebt - bedingt durch die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik - ein Keil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa und könnte sich in weitere Abfolge zu einem autarken Hoch über Deutschland / Skandinavien entwickeln. Das wäre eine Variante, bei der die Wetterlage als halbwegs stabil zu bezeichnen wäre und die Temperaturen durchaus im warmen Bereich verbleiben können. Welches der Szenarien ist am wahrscheinlichsten? Betrachtet man die Simulationsentwicklung der letzten Tage, so zeigte sich zum Beginn des letzten September-Drittels mehrheitlich ein steter Rückgang der Temperaturwerte auch ein Jahreszeit-typisches Niveau. Daran hat sich auch heute nichts geändert. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 19. September zwischen +12/+27 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad über dem Norden und Westen und +19/+20 Grad über dem Osten und Süden) und am 24. September zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +18/+19 Grad). Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine von West nach Ost abnehmende Niederschlagsaktivität, was zum heutigen Stand mehrheitlich für eine Südwestwetterlage spricht.

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