Der meteorologische Herbstbeginn am 1. September zeigt sich nach der aktuellen Wetterprognose auch vom Wettercharakter her mit zurückgehenden Temperaturen und einem unbeständigen Wettercharakter zunehmend herbstlich, daran wird sich bis zum 6. September nur wenig verändern. Der Grund hierfür ist die Konstellation der Wettersysteme zueinander, bei der Deutschland in den Einflussbereich eines Hochdrucksystems zwischen England und Skandinavien gelangen kann. Der Zustrom der Luftmassen erfolgt auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems, so dass die Temperaturen mit Wind aus nördlichen Richtungen entsprechen mäßig warm ausfallen können - simuliert werden Werte zwischen +14/+18 Grad, mit etwas längerem Sonnenschein sind auch bis +20 Grad möglich. Wie geht es weiter? Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 6./11. September zwei wahrscheinliche Varianten, welche sich aus dem Hoch zwischen England/Skandinavien ergeben können. Zum einen kann sich das hoch in autarker Position über Skandinavien positionieren, was die Tiefdrucksysteme von Mitteleuropa weitgehend fernhalten kann. In Folge daraus wäre mit relativ trockenem Wetter bei mäßig warmen Temperaturen zu rechnen. In der zweiten Variante bleibt das Hoch in westlicher Position zu Mitteleuropa, so dass auch das meridionale Nord-Süd Muster erhalten bleibt. Das ergibt eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum, so dass im Verbund beider Systeme noch kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können - der erste Bodenfrost wäre nach solch einer Variante im ersten September-Drittel nicht auszuschließen. Die Kontrollläufe favorisieren heute im Zeitraum zwischen dem 6./11.September eine Abweichung des Mittelwertes gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert von -0/-3 Grad. Anders formuliert zeigt sich zum heutigen Stand eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, als dass das erste September-Drittel zu kühl ausfallen kann. Und das Niederschlagsverhalten? Das ist vorhanden, jedoch nur gering ausgeprägt. Das Langfristmodell simuliert für den September und Oktober eine weitgehend normale Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer leicht negativen Niederschlagsentwicklung (zu trocken). Für November, Dezember, Januar und Februar simuliert das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert von +0,5/+3 Grad bei einer positiven Niederschlagsentwicklung (zu nass). Anders formuliert berechnet das Langfristmodel auch zu heutigen Stand einen zu warmen Temperaturverlauf über die Wintermonate. Wie ist das zu bewerten? Es ist ein Indiz, mehr nicht - die Randfaktoren sprechen eher für einen normalen bis leicht zu milden Verlauf der Wintermonate.

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