Es bleibt im Zeitraum 25./26. Dezember hinsichtlich der "weißen Weihnachten" spannend. Zwar ist in tieferen Lagen kaum mehr davon auszugehen, dass in entsprechend kurzer Zeit die Temperaturen so abkühlen können, dass der mögliche Schneefall auch liegen bleibt und nicht gleich wieder weg taut - deutlich wahrscheinlicher ist das aber in Lagen zwischen 400-700 Meter geworden (von Nord nach Süd schwankend). Gab es in den gestrigen Simulationen für den Zeitraum 27./30. Dezember noch Unsicherheiten, so sind diese nun weitgehend beseitigt worden. Demnach zieht bereits in der Nacht zum 27. Dezember ein kleinräumiges Tiefdrucksystem von England in Richtung Nordsee und tropft im weiteren Verlauf über dem westlichen Deutschland über die Alpen bis zum 29. Dezember in Richtung Mittelmeer ab. Nach Abzug des Tiefdrucksystems gelingt es dem Azorenhoch einen Hochdruckkeil bis nach England zu entsenden und sich bis zum 29. Dezember zwischen England und Skandinavien zu positionieren. Im Verbund beider Systeme zueinander können aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen Kaltluftmassen advehiert werden, so dass die Tageswerte am 27. Dezember noch zwischen -1/+4 Grad liegen und am 29./30. Dezember tagsüber verbreitet unter -5 Grad liegen können (an den Küsten sind -1/+3 Grad möglich). Im Detail bleibt die Vorhersage für den 27./28. Dezember noch unsicher und komplex, da das Tief entscheidend für die Durchmischung der Luftmassen und somit für die Höhe der Schneefallgrenze verantwortlich ist - mit einer geänderten Kursführung ergeben sich grundsätzlich andere Konstellationen in der Art und Menge des Niederschlages, der Temperaturen und der zu erwartenden Windereignisse. Insbesondere Der Wind kann im Zeitraum 27./28. Dezember nach den aktuellen Simulationen ordentlich auffrischen und hat somit auch im Landesinneren das Potential für Starkwindereignisse. Betrachtet man die Niederschlagssummen im Zeitraum zwischen dem 27./29. Dezember so werden Summen zwischen 10-30 l/m², örtlich bis 40 l/m² simuliert. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt dabei in den Gebieten etwa südlich der Mittelgebirge, so dass dort in Lagen oberhalb 600-800 Meter mit einen kräftigen Neuschneezuwachs zu rechnen ist. Das ist im Detail aber stark von der exakten Zugbahn des Tiefdrucksystems abhängig und muss sich in den kommenden Simulationen manifestieren. Gegen 13:00 Uhr erfolgt eine weiterer Wettertrend für das Wetter an Silvester und gegen 14:00 Uhr ein weiterer Witterungstrend für das Wetter im Januar.

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