Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/2013 - Wetterprognose vom 17. Februar

  • M. Hoffmann
Wer sich dem Frühlingswetter entgegen sehnt, muss sich noch etwas gedulden - meteorologischer Frühlingsanfang ist am 1. März und Kalendarisch erst am 20. März. Auch das Wetter scheint sich daran zu halten, denn die kommende Woche wird winterlich mit verbreitet Schneefall, wobei im Osten mehr als im Westen herunter kommen wird. Der Grund für das Winterwetter liegt in Skandinavien, dort festigt sich zunehmend ein Hochdrucksystem, wobei zum Wochenstart ein Schneetief von der Ostsee her Schneefall bringen wird. Im weiteren Verlauf verlagert dieses Tiefdrucksystem seinen Schwerpunkt in Richtung Mittelmeer und "saugt" im Verbund mit dem Hoch kontinentale Luftmassen an. Da diese nicht sonderlich kalt sind, bleibt Deutschland vor strengen Tagesfrösten verschont, dennoch reicht es für verbreitet Dauerfrost. Im weiteren Verlauf hält sich das Hoch im Norden, gleichzeitig aktiviert sich die Dynamik im Mittelmeer, was am Wochenende - vor allem im Süden - weitere Schneefälle bringen kann. In dieser "Mittelmeerdynamik" steckt auch weiterhin das Potential für eine Milderung, wenn das Hochdrucksystem quasi "unterwandert" wird - anders ausgedrückt wird die warme Luft von Süden in Richtung Osten transportiert um dann über Umwege nach Deutschland zu gelangen. Mal abgesehen davon zeigen die Wettermodelle heute weiterhin winterliche Aussichten bis zum Ende des Februars hin - erst zum 26./28. Februar gibt es unterschiedliche Simulationen der Wettermodelle. Nach dem amerikanischen Wettermodell verlagert das Hochdrucksystem seine Position nach Mitteleuropa und "füllt" sich langsam mit milder Luft, so dass die Tageswerte auf +1/+7 Grad ansteigen können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt das Hoch ortsfest über Skandinavien - Aufgrund der fehlenden Kaltluftmassen im Osten und des langsam höheren Sonnenstandes kommt es auch in dieser Simulation zu tagsüber positiven Temperaturen. Allerdings gibt es bereits zum 24. Februar eine spannende Wetterentwicklung, die nochmals für Überraschungen sorgen kann. Ganz im Norden von Skandinavien (Spitzbergen) zieht ein kleinräumiges Tiefdrucksystem bis in die Barentsee/Karasee und sorgt für einen Trogvorstoß arktischen Ursprungs - hier kommt es auf die Position des skandinavischen Hochdrucksystems an - verlagert es sich in Richtung England/Island und "keilt" dabei auf, so kann sich relativ rasch eisiges Winterwetter in Deutschland einstellen. Wie sind die Wahrscheinlichkeiten ab dem 25. Februar verteilt? Gleichermaßen, sowohl ruhiges und mildes Hochdruckwetter, als auch turbulentes und frostiges Wetter ist wahrscheinlich. Die Randfaktoren wie der AO-Index und NAO-Index sind, bzw. haben den Trend zu negativen Werten, was für eine Fortdauer der aktuellen Wetterlage spricht. Ein Durchbruch der atlantischen Frontalzone nach Mitteleuropa ist bis in den März hinein nicht zu erkennen.
Update:
Das Grundschema bleibt erhalten - bis einschließlich dem kommenden Wochenende bleibt das Wetter winterlich. Darüber hinaus bleiben viele Möglichkeiten offen - nahezu ausgeschlossen ist dabei ein Durchbruch atlantischen Frontalzone bis Mitteleuropa.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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