Die Auswirkungen des Ende Dezember gezeigten major warming in der Polarregion, welches zum 7. Januar seinen Höhepunkt hatte, sind in den kommenden Tagen spürbar. Das Winterwetter hält wieder Einzug. Die Temperaturen sinken zunehmend in den Dauerfrostbereich ab und im Süden und Osten kommt bis Sonntag auch noch etwas Schnee hinzu - in den übrigen Regionen fehlt der Schnee (noch). In den Nächten gibt es mit bis zu -10 Grad örtlich strengen Nachtfrost. Dieses Winterwetter gilt bis zum 16. Januar als relativ sicher (82%), wobei zu Beginn der kommenden Woche die Schneefalloptionen wieder zunehmen werden. Wie spannend die weitere Entwicklung ist, zeigte in den vergangenen Tagen das amerikanische Wettermodell mit relativ milden Wetter ab dem 16. Januar - davon ist in den aktuellen Simulationen kaum mehr was zu erkennen und es bleibt dort bis zum 20. Januar für die in Deutschland typischen winterlichen Verhältnissen. Extremwetterereignisse sind in den Simulationen nicht erkennbar. Alle weiteren Modelle zeigen ebenfalls einen Fortbestand des gemäßigten Winterwetters im zweiten Januar Drittel, erst zu Beginn des letzten Januar Drittels nehmen die milden Varianten wieder zu. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bestätigt zum 17. Januar mit Tageswerten zwischen -6/+2 Grad den winterlichen Wettertrend. Der AO und NAO Index bleiben im negativen Bereich, was ein maßgeblicher Indikator für den Fortbestand der gestörten Zirkulation ist. Bleibt der Ausblick in das letzte Januar Drittel - und hier zeigen sich die ersten, möglichen Extremwetterereignisse. Je nach Position der Wettersysteme zeigen die Kontrollläufen ein Temperaturspektrum von -15/+3 Grad - von nasskaltem Wetter bis klirrender Kälte ist alles möglich. Was ist wahrscheinlicher? Das Strömungsmuster zeigt sich gestört, die Indikatoren sprechen eine deutliche Sprache und auch die langjährige Statistik zeigt, dass der Hochwinter zwischen dem 13. und 24. Januar in Deutschland verweilt. Ein rasches Ende der winterlichen Verhältnisse ist aktuell nicht in Sicht. Auch das Langfristmodell korrigiert seine Wettervorhersage für das Wetter im Januar jeden Tag etwas nach unten. Von dem ursprünglich mit bis +3 Grad zu warmen Wetter im Januar, ist aktuell mit -1 bis 0 Grad ein zu kalter Januar zu erwarten. Die Niederschlagsverhältnisse zeigen sich weitestgehend normal, im Nordwesten etwas zu trocken, im Südosten etwas zu nass (klassische Hochdruckblockade auf dem Atlantik mit südlicher Zugrichtung der Tiefdrucksysteme (Vb-Wetterlage)). Eine Aktualisierung dieser Wettervorhersage erfolgt im Laufe des Abends.
Update
Durchweg zeigen alle Wettermodelle eine winterliche Witterung bis zum 20. Januar und mehrheitlich auch darüber hinaus. Der Schnee kommt Etappenweise im Süden und Osten (3-13 cm), im Westen und Norden nur spärlich (0-5 cm). Tagsüber meist Dauerfrost zwischen -5/0 Grad, in den Nächten strenger Frost bis unter -10 Grad.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!