Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/2013 - Wetterprognose vom 11. Januar

Die Auswirkungen des Ende Dezember gezeigten major warming in der Polarregion, welches zum 7. Januar seinen Höhepunkt hatte, sind in den kommenden Tagen spürbar. Das Winterwetter hält wieder Einzug. Die Temperaturen sinken zunehmend in den Dauerfrostbereich ab und im Süden und Osten kommt bis Sonntag auch noch etwas Schnee hinzu - in den übrigen Regionen fehlt der Schnee (noch). In den Nächten gibt es mit bis zu -10 Grad örtlich strengen Nachtfrost. Dieses Winterwetter gilt bis zum 16. Januar als relativ sicher (82%), wobei zu Beginn der kommenden Woche die Schneefalloptionen wieder zunehmen werden. Wie spannend die weitere Entwicklung ist, zeigte in den vergangenen Tagen das amerikanische Wettermodell mit relativ milden Wetter ab dem 16. Januar - davon ist in den aktuellen Simulationen kaum mehr was zu erkennen und es bleibt dort bis zum 20. Januar für die in Deutschland typischen winterlichen Verhältnissen. Extremwetterereignisse sind in den Simulationen nicht erkennbar. Alle weiteren Modelle zeigen ebenfalls einen Fortbestand des gemäßigten Winterwetters im zweiten Januar Drittel, erst zu Beginn des letzten Januar Drittels nehmen die milden Varianten wieder zu. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bestätigt zum 17. Januar mit Tageswerten zwischen -6/+2 Grad den winterlichen Wettertrend. Der AO und NAO Index bleiben im negativen Bereich, was ein maßgeblicher Indikator für den Fortbestand der gestörten Zirkulation ist. Bleibt der Ausblick in das letzte Januar Drittel - und hier zeigen sich die ersten, möglichen Extremwetterereignisse. Je nach Position der Wettersysteme zeigen die Kontrollläufen ein Temperaturspektrum von -15/+3 Grad - von nasskaltem Wetter bis klirrender Kälte ist alles möglich. Was ist wahrscheinlicher? Das Strömungsmuster zeigt sich gestört, die Indikatoren sprechen eine deutliche Sprache und auch die langjährige Statistik zeigt, dass der Hochwinter zwischen dem 13. und 24. Januar in Deutschland verweilt. Ein rasches Ende der winterlichen Verhältnisse ist aktuell nicht in Sicht. Auch das Langfristmodell korrigiert seine Wettervorhersage für das Wetter im Januar jeden Tag etwas nach unten. Von dem ursprünglich mit bis +3 Grad zu warmen Wetter im Januar, ist aktuell mit -1 bis 0 Grad ein zu kalter Januar zu erwarten. Die Niederschlagsverhältnisse zeigen sich weitestgehend normal, im Nordwesten etwas zu trocken, im Südosten etwas zu nass (klassische Hochdruckblockade auf dem Atlantik mit südlicher Zugrichtung der Tiefdrucksysteme (Vb-Wetterlage)). Eine Aktualisierung dieser Wettervorhersage erfolgt im Laufe des Abends.
Update
Durchweg zeigen alle Wettermodelle eine winterliche Witterung bis zum 20. Januar und mehrheitlich auch darüber hinaus. Der Schnee kommt Etappenweise im Süden und Osten (3-13 cm), im Westen und Norden nur spärlich (0-5 cm). Tagsüber meist Dauerfrost zwischen -5/0 Grad, in den Nächten strenger Frost bis unter -10 Grad.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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